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[A-DX] Zur "Jahrtausendwende" (1/2)


  • Subject: [A-DX] Zur "Jahrtausendwende" (1/2)
  • From: hfd@xxxxxxxxxxxxxxxxxx (Hans-Friedrich Dumrese)
  • Date: 24 Dec 99 15:09:00 -0100

Ich bin von mehreren Hoerern des DX-Mix gebeten worden, mein Manuskript
zur "Jahrtausendwende" zu veroeffentlichen. Nun, hier ist es:



Kalender
--------

Die Bewegung der Himmelskoerper, der Sonne, der Erde und der Sterne, haben
uns seit alters her als Mass fuer den Gang der Zeit gedient. Die alten
Kulturen verliessen sich auf die ihnen erkennbare Bewegung der Gestirne, um
daraus Monate, Jahreszeiten, und Jahre zu bestimmen.

Wir wissen wenig darueber, wie in praehistorischen Epochen die Zeit bestimmt wurde. Aber wo man auch Ueberlieferungen und Ueberreste vergangener Kulturen
untersucht, stellt man fest, dass sich Menschen mit dem Gang und dem
Bestimmen der Zeit beschaeftigten. Im eiszeitlichen Europa vor 20.000 Jahren
kratzten die Menschen Striche und bohrten Locher in Stoecke und Knochen,
wahrscheinlich um die Tage zwischen den Mondphasen zu zaehlen. Vor 5.000
Jahren hattten die Sumerer im Delta von Euphrat und Tigris im heutigen Irak
schon einen Kalender, der das Jahr in Monate von je 30 Tagen teilte. Der
Tag war in 12 Teile von je 2 Stunden aufgeteilt, von denen jeder wiederum aus 30 Teilen, also zu je 4 Minuten bestand. Von den gewaltigen Monolithen
in Stonehenge im Sueden Englands gibt es keine schriftlichen
Ueberlieferungen, aber die Anlage zeigt ihren Zweck offen: Sie diente zur
Bestimmung besonderer jahreszeitlicher und astronomischer Ereignisse wie
Sonnenwende und Mondfinsternis.

Die fruehesten aegyptischen Kalender basierten auf Mondzyklen. Der Mond dreht sich je bekanntlich um die Erde und braucht dafuer 27 Tage und acht Stunden. Spaeter erkannten die Aegypter, dass der "Hundsstern" im Sternzeichen Canis
Major, den wir "Sirius" nennen, alle 365 Tage kurz vor Beginn der
Nilueberschwemmung wieder am Morgenhimmel erschien. Daraus entwickelte sich ein 365-Tage-Kalender, von dem bereits 4.236 v. Chr. berichtet wurde. Das
Jahr nannte man "Sothis-Jahr" nach dem aegyptischen Word fuer den Stern.

Im Babylonien, dem heutigen Irak, hatte man wiederum etwa 2.000 v. Chr. ein
Jahr aus zwoelf abwechselnd 29 und 30 Tage langen Monaten.

Im Gegensatz dazu verliessen sich die Mayas, die von etwa 2.000 v. Chr. bis
1.500 n. Chr. in Mittelamerika lebten, nicht auf Sonne und Mond, sondern
auf die Venus und hatten einen 260- und einen 365-Tage-Kalender. Wie uns
astronomischen Aufzeichnungen der Mayas erkennen lassen, glaubten sie, dass die Erde 3.113 v. Chr. erschaffen worden sei. Ihre Kalender gingen in die
grossen Kalendersteine der Azteken ein.

Die Griechen verwendeten den babylonischen Kalender mit 12 Monaten von
abwechselnd 29 und 30 Tagen. Folglich hatte ihr Jahr 354 Tage, also elf
Tage weniger als das Sonnenjahr. Um diese Luecke zu schliessen, wurde von
Zeit und Zeit und nach Kriterien, die von Stadt zu Stadt unterschiedlich
waren, ein Monat hinzugefuegt.

Auch die Roemer hatten ein Jahr mit 355 Tagen. Sie schoben bei Bedarf nach
dem 23. Februar einen Monat mit 22 oder 23 Tagen ein, den sie als
"merzedonischen" Monat bezeichneten. Diese Ergaenzungen wurden jedoch nicht immer mit der notwendigen Sorgfalt durchgefuehrt, so dass zu Zeiten Julius
Caesars das Kalenderjahr dem Sonnenjahr um gut 90 Tage voraus war. Damit
sich ein aehnliches Durcheinander nicht wiederhole, befahl Caesar, dass von
nun an das Jahr 365 Tage haben und es alle vier Jahre ein sogenanntes
"Bisextum", ein Schaltjahr mit 366 Tagen geben solle, um die kleine
Differenz, die noch uebrig blieb, auszugleichen. Diese Reform trat im
Februar des Jahres 708 roemischer Zeitrechnung in Kraft, das dem Jahr 46 v.
Chr. unserer Zeitrechnung entspricht, und es war ein ausgesprochen
denkwuerdiges Jahr, weil es 15 Monate und 445 Tage hatte, um den
neunzigtaegigen Rueckstand aufzuholen. Mit Recht ist es als "Jahr des
Durcheinanders" in die Geschichte eingegangen.

Auch die Zaehlung der Jahre wies ihre Schwierigkeiten auf:

Zur Zeit der Roemer schrieb man "das fuenfte Jahre unter der Herrschaft des" wie der Herrscher auch immer hiess und jedes politische Gebilde hat demgemaess
seinen eigenen Kalender.

Die naechste Kalenderreform erfolgte 325 auf dem Konzil von Nizaea. Die dort versammelten Kirchenvaeter waren ueberzeugt, dass durch die Kalenderreform
Julius Caesars keine Verschiebungen mehr zwischen dem Sonnenjahr und dem
Kalenderjahr auftreten wuerden. Deshalb verfuegten sie, dass Ostern in Zukunft
auf am 21. Maerz zu feiern sei, dem Tag, auf den im Jahr 325 die
Tagundnachtgleiche des Fruehlings fiel.

Die Zaehlung der Jahre "nach Christi Geburt" wurde 582 durch den skythische Moench Dionysius Exiguus gegruendet. Dass er wohl mit der Festlegung, welcher Zeitpunkt als Christi Geburt anzunehmen sei, um einige Jahre daneben lag, bekuemmerte bisher hoechstens Historiker und Archaeologen. Im Zusammenhang mit
dem angeblichen Jahrtausendwechsel am Ende dieses Jahres werden wir aber
noch einmal auf diese Tatsache zurueckkommen.

Im Lauf der Jahrhunderte stellte sich jedoch aufgrund der sogenannten
"Praezession" die Tagundnachtgleiche immer frueher ein. Zur Zeit Dantes fiel sie auf den 13. Maerz und gegen Ende des 16. Jahrhunderts auf den 11. Maerz.

Um die Tagundnachtgleiche wieder mit dem 21. Maerz zusammenfallen zu lassen, ordnete Papst Gregor XIII eine Reform des Kalenders an, die unter anderem
das Verschwinden von 11 Tagen mit sich brachte: Auf Donnerstag, den 4.
Oktober 1582 folgte direkt Freitag, der 15. Oktober. Man fuehrte auch ein
neues System, den Gregorianischen Kalender, mit Schaltjahren ein: Jedem
durch 4 teilbaren Jahr wird ein zusaetzlicher Tag, bei uns der 29. Februar, zugeschlagen, allerdings nicht, wenn die Jahreszahl durch 100 teilbar ist, allerdings doch, wenn sie durch 400 teilbar ist. Deshalb ist das Jahr 2000
auch ein Schaltjahr, waehrend 1900 und 2100 keine Schaltjahre sind. Auch
dies ist uebrigens ein Problem fuer heutige Computerprogramme, nicht alle
werden den 29. Februar 2000 zulassen. Das neue System wurde nur zoegernd
angenommen. Erst als es 1781 von den Vereinigten Staaten und 1918 von
Russland uebernommen worden war, setzte es sich weltweit durch.

Und trotzdem, die Schwierigkeiten werden auch damit nicht aufhoeren. Rechnen wir einmal nach: Die Erde benoetigt fuer das Umkreisen der Sonne genau 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Somit betraegt ein Sonnenjahr in dezimaler Schreibweise 365,2422 Tage. Der Ueberschuss von 0,2422 Tagen summiert sich nach vier Jahren auf 0,9688 Tage. Zum ganzen Tag, der mit dem
29. Februar nun dazu kommt, fehlen aber noch 0,0312 Tage. Und wenn nach
vier Jahren 0,0312 Tage fehlen, dann fehlen nach 400 Jahren ganze 3,12
Tage. Da aber drei von vier Saekularjahren, wie man die Hunderter- Jahre
auch nennt, keine Schaltjahre sind, kann man drei Tage wieder abziehen. Die Restdifferenz in 400 Jahren betraegt also 0,12 Tage und nach 4.000 Jahren 1,2 Tage. Dann wird man wohl einmal einen 30. Februar einschieben muessen.

Uebrigens ist unsere Zeitrechnung heute zwar weltweit verbreitet, doch
beileibe nicht die einzige. Im gregorianischen Jahr 2000 zaehlt der juedische
Kalender das Jahr 5761 nach der in den Schriften angegebenen Erschaffung
der Welt. Die Buddhisten leben rueckblickend auf Buddha im Jahr 2544/5 und der islamische Kalender zeigt dann das 1420. Mondjahr nach der "Hidschra",
der Auswanderung des Propheten Mohammeds von Mekka nach Medina.

Zeitfestlegungen
----------------

Um 1840 ersetzte man in England, Schottland und Wales die bis dato
existierenden lokalen Zeiten durch die "Greenwich Standard Time". Das
koenigliche Observatorium in Greenwich, einem Vorort von London, war das
Zentrum dieser Entwicklung, weil es schon vorher eine Schluesselrolle bei der Schiffnavigation gespielt hatte, die einer praezisen Zeitmessung bedarf.
Daraus entwickelte sich die "Greenwich Mean Time", kurz GMT.

Die Drehung der Erde um ihre Achse definiert unser natuerliches Zeitmass, die Laenge des Tages. Teilt man die ueber ein Jahr gemittelte Tageslaenge durch
86400 (24 x 60 x 60), so gelangt man zur so genannten Weltzeitsekunde.

Man erkannte aber, dass die Erddrehung recht ungleichmaessig verlaeuft und dass
insbesondere im langzeitigen Mittel die Drehgeschwindigkeit abnimmt, die
Tageslaenge also zunimmt. Ursache hierfuer ist der Einfluss von Ebbe und Flut, die Gezeitenreibung. Daher wurde auf Vorschlag der Astronomen ab 1956 die vermeintlich stabilere Ephemeridensekunde, ein Bruchteil der Umlaufzeit der
Erde um die Sonne, als Zeiteinheit festgelegt. Ihre Dauer sollte dem
zweihundertjaehrigen Mittelwert (Zeitspanne 1700 - 1900) der Weltzeitsekunde entsprechen. Wegen der Abbremsung der Erdrotation war sie kuerzer als die aktuelle Weltzeitsekunde. Jedoch liess sich auch in den folgenden Jahren die tatsaechliche Dauer der Ephemeridensekunde nicht genauer als etwa 10^-8 s (sprich: "10 hoch minus 8") angeben, der Gewinn an Genauigkeit gegenueber
der Weltzeitsekunde war nur unbedeutend.

Mit der Entwicklung hochgenauer Atomuhren erkannten die Wissenschaftler,
dass es wenig sinnvoll sei, die Zeit weiterhin auf der Grundlage
astronomischer Messungen zu definieren, sondern man entschloss sich, als
Zeiteinheit einen atomaren Vorgang zu nehmen.

Als Anfang der Atomzeit gilt der 1. Januar 1958. Seit diesem Datum wird
eine von Atomuhren abgeleitete Zeitskala gefuehrt, die den Namen Temps
Atomique International (TAI) traegt. Zu Anfang wurde TAI mit der Weltzeit in Uebereinstimmung gebracht - genauer gesagt mit der zum Drehwinkel der Erde proportionalen mittleren Sonnenzeit am Meridian von Greenwich. Diese Zeit
wird auch Universal Time 1 (UT1) genannt.

1967 wurde - basierend auf der Messung von Schwingungen zerfallender Atome
- ein Zeitintervall als neue TAI-Sekunde definiert, das an die
Ephemeridensekunde angepasst war und das damit ebenfalls geringfuegig kuerzer ist als die heutige Weltzeitsekunde. Die Zeitbasis war zwar besser als die alte TAI-Sekunde, aber die Verbindung zwischen GMT und der neuen Atomzeit erwies sich noch immer nicht als befriedigend, weil, wie gesagt, die Erde und damit GMT etwas schlingert. Der Unterschied belaeuft sich auf etwa 24 Milliardstel Sekunden, woraus sich im Verlauf eines Jahres ein Unterschied
zwischen Weltzeit und Atomzeit von etwa 0,75 Sekunden ergibt.

Deshalb wurde am 1. Januar 1972 eine Kompromisszeitskala, die Koordinierte
Weiltzeit oder auch "Coordinated Universal Time", kurz "UTC", als
internationaler Standard festgelegt. Die Mitteleuropaeische Zeit MEZ ist
dabei als UTC + 1 h definiert.

UTC basiert also auf der Atomzeit und das Skalenmass von UTC stimmt mit dem von TAI ueberein, doch ihr Stand wird durch das Einfuegen von Schaltsekunden ("leap seconds") bis auf 0,9 s in Uebereinstimmung mit UT1 gehalten. Um das zu gewaehrleisten, erfolgt das Einfuegen der Schaltsekunden nicht in einer
festen zeitlichen Abfolge, sondern auf Grund von Beobachtungen der
Erdrotation, die vom International Earth Rotation Service (IERS)
ausgewertet werden. Ueblicherweise werden Schaltsekunden am Ende oder in der
Mitte eines Jahres eingefuegt. Am 01.01.1972, dem Anfangspunkt der
UTC-Skala, wurde die Differenz TAI-UTC zu 10 Sekunden festgesetzt und die
erste Schaltsekunde am 01.07.1972 eingefuegt. Die letzten Schaltsekunden
waren Nr. 21. am 01. Juli 1997 und Nr. 22 am 01.01.1999. Damit wird der
Tatsache Rechnung getragen, dass bis die Differenz zwischen TAI und UT1 auf
etwa 32 Sekunden angewachsen ist.

Daneben gibt kluge Koepfe, die gleich eine neue, die "Internet-Zeit",
einfuehren wollen. Bei der Gelegenheit soll auch gleich das veraltete
Zwoelfer- durch ein metrisches System ersetzt werden. Die Dauer des Tages wird dazu in 1.000 gleiche Teile, sogenannte Beats (Schlaege) eingeteilt. Ein Beat entspricht also einer Minute und 26,4 Sekunden alter Zeitrechnung.
Und da die Internet-Zeit von den Herstellern der Swatch-Uhren erfunden
wurde, wurde der Zeitmeridian auf Biel in der Schweiz festgelegt, wo die
Uhren gefertigt werden. Die Biel Mean Time (BMT) entspraeche also der
Mitteleuropaeischen Winterzeit. Und um Mitternacht BMT waere es also @000 Beats. Uebrigens: Eine Swatch mit Beats-Angabe gibt es bereits zu kaufen!

Zeitzonen
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Zeitzonen gibt es erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis dahin bestimmte jeder Ort seine Zeit ueber den Sonnenstand, d.h. es war in Berlin frueher Mittag als im Aachen. Das wurde erst zum Problem, als der Eisenbahnverkehr
genaue und einheitliche Zeiten verlangte.

1883 legten die Vereinigten Staaten fuer sich vier Zeitzonen fest. Die Zonen waren etwa 15 Laengengrade breit, ihre Mitte waren grob 75O, 90O, 105O und 120O West. Am Mittag des 18. November 1883 sendeten Telegrafenstationen die GMT-Zeit in die Grossstaedte und dort stellte man die Uhren auf die Zeit der
jeweiligen Zeitzone ein.

Am 1. November 1884 legten dann die Teilnehmer von 25 Laendern auf der
Internationalen Meridian-Konferenz in Washington dieses Zeitzonensystem fuer die gesamte Welt fest: 2x 180 Laengengrade, also insgesamt 360O galt es auf
24 Stunden aufzuteilen. So kam es zu den 24 Zeitzonen zu je 15
Laengengraden. Dass man die Zeitzonen auf GM bezog, zeigt einerseits die
damals noch dominierende Stellung Europas in den Wissenschaften, hat aber
auch den Vorteil, dass die Datumsgrenze 180 Laengengrade weiter in die
ziemlich unbewohnte Inselwelt des Pazifiks faellt.

Aus politischen oder praktischen Erwaegungen heraus haben manche Laender,
Staaten oder Orte jedoch eine andere Zeit gewaehlt als sie nach ihrer
geographischen Lage eigentlich haben muessten. Die meisten haben sich auf
eine Zeitverschiebung gegenueber GMT in vollen Stunden festgelegt, nur
wenige haben eine halbstuendige Verschiebung gewaehlt. Ausnahmen bilden nur Nepal mit GMT+4:45h und die neuseelaendischen Chatham-Inseln mit GMT +12:45h.

Erstaunlich wenig Staaten verwenden mehrere Zeitzonen. Sieht man einmal von
Staaten mit Inseln vor ihrer Kueste ab wie z.B. die chilenischen
Osterinseln, sind es nur Australien, Brasilien, Groenland, Indonesien,
Kanada, Kasachstan, Kiribati (ausgesprochen "Kiribas"), Mexiko, Russland,
die Vereinigten Staaten von Amerika und Zaire. Zaire hat dabei zwei
Zeitzonen, waehrend der Rest sich ueber drei und mehr Zeitzonen erstreckt. Vielleicht liegt das daran, dass man eine geographische Ausdehnung ueber zwei
Zeitzonen noch gut mit einer Zeit bewaeltigen kann.

Auf der anderen Seite gilt fuer ganz China die Zeitzone GMT+8h der
Hauptstadt Beijing, obwohl sich dieses riesige Land ueber 61 Laengengrade erstreckt und eigentlich vier Zeitzonen haben muesste. Das bedeutet, dass der
Sonnenaufgang im Westen Chinas etwa zwei Stunden "zu spaet" und im Osten
etwa zwei Stunden "zu frueh" kommt.

Interessant sind in diesem Zusammenhang die Zeitzonen in Australien und in den USA. Die Australier haben drei Zeitzonen: In Western Australia mit der

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Aktuelle Tipps

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Alle Zeitangaben beziehen sich auf UTC Weltzeit, früher auch als GMT bekannt, also während des Sommers MESZ minus zwei Stunden. (10 Uhr UTC = 12 Uhr MESZ)

Funkwetter aktuell

Die Angabe der Frequenz differiert von den üblicherweise verwendeten Abkürzungen, daher gilt hier: LF=unter 10MHz MF=10-20MHz HF=über 20MHz

PDF: weltweit hören

In meiner Rubrik "weltweit hören vor 30 Jahren" gibt es die Ausgabe Mai und Juni 1981 zum kostenlosen PDF-Download. Link: wwh vor 30 Jahren. Viel Spaß bei der Zeitreise. (22.5.11)

Bhutan

Der lokale Kurzwellensender aus Bhutan ist wieder im Tropenband zu hören! Seit den Weihnachtstagen wird auch auf 5030 kHz getestet, ein schwacher Empfang ist dort gegen 14 Uhr UT und nach 00 UT möglich, wenn auch nicht täglich. Zeitgleich ist auch die Frequenz 6035 kHz im Einsatz. (27.12.11)

Afghanistan

Seit wenigen Tagen ist der neue Sender des staatlichen Radios aus Kabul auf 7200 kHz zu hören, berichtet Herbert Meixner in A-DX. Die gut zu hörende Sendung beginnt gegen 15.30 UT und endet um 16.30 UT. (28.11.11)

Pakistan

Azad Kashmir Radio aus Pakistan ist nachmittags nach 16 Uhr UT auf 3975 kHz zu hören. Die Station ist kein alltäglicher Gast, früher sendete man auf 4790 kHz. (23.10.11)

Kanada

Der CBC Northern Service ist auf 9625 kHz gegen 22.50 gut mit einer Übertragung von CBC One zu hören, berichtet Klaus Spielvogel in A-DX. (23.10.11)

Alaska

KNLS Anchor Point ist schwach gegen 10 Uhr UT auf 11870 kHz mit dem Sendebeginn zu hören, berichtet Eike Moeckel in A-DX. (20.10.11)

Argentinien

Das argentinische Auslandsradio RAE ist am Abend nach 21 Uhr UT sehr gut in Europa zu hören. Die deutsche Sendung auf 15345 kHz bietet dann einen sehr guten Empfang! (18.10.11)

Afghanistan

Es gibt einen neuen Kurzwellendienst aus Afghanistan! Seit wenigen Tagen ist Radio Afghanistan in Urdu und Englisch auf 6100 bzw 6102 kHz gegen 16.00 UT bis zum Sendeschluss um 16.30 UT zu hören. Das Signal ist schwach aber ungestört. (18.8.11)

Bolivien

R Santa Cruz aus Santa Cruz, Bolivien ist gegen 00 Uhr UT ohne jede Störung auf 6134,8 kHz zu hören, das sollte auch mit kleineren Empfängern und Antennen gehen. Schöne Musik und viele Stationsansagen, so macht Kurzwellenempfang viel Spaß. (7.8.11)

Bolivien

Aus Bolivien ist Emisora Pio XII aus Potosi im südlichen Bolivien relativ gut auf 5952,5 kHz zu hören. Ab 23 Uhr UT ist die Frequenz frei, das Signal zwar schwach aber ohne jede Nachbarkanalstörung bis nach 01 Uhr UT zu hören. (10.7.11)

Diego Garcia

American Forces Network ist abends nach 19 Uhr UT auf der USB Frequenz 4319 kHz sehr gut in Mitteleuropa zu hören, berichtet Kai in der A-DX Liste. (20.6.11)

Indonesien

Die Stimme Indonesiens aus Jakarta ist abends von 18-19 Uhr UT sehr gut auf 9526 kHz mit dem deutschen Programm zu hören. (13.6.11)

Guam

AWR Guam ist nachmittags um 16 Uhr UT auf 11805 kHz schön in Englisch zu hören. Sonntags kommt das hörenswerte DX Programm. Eine weitere Sendung in Englisch ist ab 16.30 UT auf 11.740 kHz zu hören. (13.6.11)

Malaysia

Sarawak FM ist gegen 21 Uhr UT auf 9835 kHz mit seinem Nachtprogramm schwach in Mitteleuropa zu hören, meldet Eike Bierwirth in A-DX (6.6.11)

Äthiopien - Niger

Radio Ethiopia ist mit dem Inlandsdienst abends bis zum Sendeschluß um 21 Uhr UT auf 9705 kHz gut zu hören. Danach ist selten LV du Sahel aus dem Niger bis nach 22 Uhr UT zu hören. Ein lohnenswertes DX-Ziel! (29.5.11)

Ekuador

Radio HCJB, die Stimme der Anden ist über die Sendeanlage Sitkunai in Litauen von 17.00 bis 17.30 UT auf 5940 kHz gut zu hören. (20.5.11)

Rwanda

Radio Rwanda ist gegen 20.00 UT auf 6055 kHz zu hören berichtet Nils Schiffhauer in A-DX. (15.5.11)

Uganda

Dunamis Shortwave aus Uganda ist abends von ca. 18 Uhr UT bis zum Sendeschluß kurz nach 19 Uhr UT schwach auf 4750 kHz zu hören. Zumeist wird afrikaische Musik ohne jede Ansage gespielt. (20.4.11)

Kongo (D.R.)

Die sehr selten zu hörende Station Radio Candip ist abends bis zum Sendeschluß gegen 19 Uhr UT gar nicht schlecht auf 5066,34 kHz zu hören. Der späte Sendeschluß ermöglicht den Empfang, bis vor kurzer Zeit wurde bereits um 16.30 UT die Sendung beendet was einen Empfang in Mitteleuropa sehr schwierig machte. (20.4.11)

Guatemala

Radio Verdad aus Guatemala hat ja dieser Tage den verbesserten Sender auf nun genau 4055 kHz mit nun 700 Watt in Betrieb genommen. Dieser bringt gegen 03 UT ein wunderschönes S7+ Signal in Salzburg. Hörbar war die Station von ca. 0130 UT bis zum Sendeschluß um 0604 UT, am besten in LSB zu hören. (6.4.11)

Indien

Klaus Spielvogel berichtet in A-DX über den Empfang der englischen Sendung von All India Radio auf 11670 kHz gegen 22.45 UT. (5.4.11)

Japan

NHK Radio Japan ist mit der englischen Sendung mittags um 12 Uhr UT auf 9790 kHz gut zu hören. (13.3.11)

Italien

Challenger Radio, eine italienische Privatstation auf Mittelwelle sendet auf 1368 kHz mit 2,5 kW und ist in den Nachtstunden in Mitteleuropa sehr gut zu hören. (24.2.11)

Indien

All India Radio ist abends gegen und nach 2130 UT auf Mittelwelle 1566 kHz zu hören. Von 2135-2140 UT sendet AIR englische Nachrichten, danach meist ein Musikprogramm. (20.2.11)

Philippinen

Radio Veritas Asia aus Quezon City ist nach 23 Uhr UT gut auf 9720 kHz zu hören. Vor den halbstündigen Programmen kommen ausführliche Stationsansagen in englischer Sprache. (15.1.11)

Japan

Radio Nikkei aus Japan ist derzeit spätabends sowohl mit dem 1. wie auch mit dem bei uns seltener hörbaren 2. Programm zu empfangen. Das 1. Programm beginnt auf 9595 kHz um 22.25 UT mit einem glockenähnlichen Signal gespielt auf der "Koto", einem japanischen Instrument. Danach folgen Frequenzansagen und zumeist bis 23 UT ein Musikprogramm. Das 2. Programm ist etwas später zum Sendebeginn um 2300 UT auf 9760 kHz zu hören. Hier wird zum Sendebeginn nur die Frequenz angesagt und ebenfalls ein Musikprogramm gespielt. (15.1.11)

Eritrea

Die Voice of the Broad Masses aus Asmara ist Ende Dezember sehr gut nach 17 Uhr UT auf 7175 kHz zu hören. (28.12.)

Brasilien

Ingo Hell meldet in A-DX den Empfang von Super Rádio Deus é Amor, Sao Paulo auf 9565 und 11765 kHz gegen 22 UT, schwaches Signal. (17.12)

Kanada

A-DXer Friedhelm Wittlieb berichtet über den Mittelwellen-empfang von VOCM St. Johns, NF, auf 590 kHz gegen 0445 UT. (14.12)

Irland

Radio 1 auf 252 kHz Langwelle aus Irland konnte A-DXer Herbert Meixner gegen 17.20 UT empfangen. (12.12)

Indien

Die AIR Station Gangtok, Sikkim ist wieder auf der Stammfrequenz 4835 kHz zu empfangen. Schwach zu hören nach 01 UT und nach 15 Uhr UT bis zum Sendeschluss um 16 Uhr UT.

Burma

Radio Myanma ist nach 23 UT auf 5985,8 kHz unter Störungen schwach mit einem Programm in Landessprache zu hören. (28.11)

Vanuatu

Mit sehr guten Antennen ist derzeit gegen 07 UT Radio Vanuatu auf 7260 kHz sehr schwach zu hören, berichtet Nils Schiffhauer in A-DX. Empfangsversuchelohnen in den kommenden Wochen! (28.11)

USA

WYFR Family Radio, Florida ist mit dem deutschen Programm von 05-06 UT auf 7730 kHz zu hören berichtet Thorsten Hein in A-DX. (26.11)

Rwanda

FEBA Radio ist über den Sender in Rwanda nach 16 UT auf 9595 kHz zu hören berichtet Herbert Meixner in A-DX. (26.11)

Niger

La Voix du Sahel hat die Frequenz 9705 kHz reaktiviert und ist abends schwach zu hören berichtet Thorsten Hallmann in A-DX. Auf gleicher Frequenz sendet gelegentlich auch Äthiopien bis 21 UT, Niger meist länger. (21.11)

Neuseeland

Radio Neuseeland ist nach 10 Uhr UT auf 9765 kHz sehr gut zu hören berichten A-DXer Norbert Graf und Klaus Spielvogel. (19.11)

China

PBS Sichuan ist zum Sendestart um 21.55 UT in Mitteleuropa auf 6060 kHz hörbar. Geringe Störungen durch die Voice of Amerika von den Phillipinen, bis ca. 2230 ist China baer gut hörbar. (20.11)

Japan

NHK aus Tokio, der japanische Auslandsdienst ist in japanisch auf 6085 kHz gegen 2130 UT gut zu hören. (16.10.)

Aserbaidschan

Die Voice of Justice aus Stepanakert - Aserbaidschan konnte Anfang Juli von Thomas Lindenthal um 13:22 UTC auf 9677,77 mit einigermaßen gutem Signal, aber schlechter und dumpfer Modulation gehört werden. Die Sendungen werden nur Dienstags und Samstags ausgetrahlt.

Diego Garcia

Willi Westrupp meldet auf A-DX den Empfang des AFN Senders der Insel Diego Garcia auf 4319 kHz. Gehört in USB Mode gegen 18.15 UT. (30.5.10)

Guinea

Patrick Robic meldet in A-DX den seltenen Empfang von Familia FM aus Guinea. Der schwache 1 kW Sender auf 4900 kHz ist seit Mai 2010 aktiv und in den späten Abendstunden sehr leise hörbar. Sendeschluss um 00.05 UT.

Thailand

Andreas Hatting berichtet in A-DX vom Empfang des Senders Bangkok Meteo Radio auf 8743 kHz USB Mode gegen 19.00 UT , gehört auf dem DX-Camp Solingen. (20.5.10)

Kuba

Der neue Sender von Radio Havanna im Tropenband auf 5040 kHz wurde von einigen Hörern Ende März in der A-DX Liste gemeldet. Der Empfang sollte während der späten Nachtstunden problemlos möglich sein.

Kanada

Günter Lorenz berichtet in A-DX vom Empfang des CBC Northern Service auf 9625 kHz gegen 22.10 UT. (15.2.10)

Surinam

Radio Apintie ist nachts auf 4990 kHz schwach zu hören. Bester Empfang gegen 03-05 Uhr UT, man sollte aber eine gute Antenne besitzen und auf wenige Störungen hoffen, die Station aus Surinam ist mit max. S1/S3 zu hören. (3.2.10)

Kuba

Radio Rebelde ist eine der am lautesten hörbaren Stationen im 60 Meter Tropenband. Auf 5025 kHz kann der Sender ab ca. 22 Uhr UT die ganze Nacht selbst mit kleinen Radios gut gehört werden.

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