Mi. 08.09.2010 |


A-DX Liste

A-DX Archiv

A-DX helfen: Bestellen bei Amazon

Audio-Files

Empfänger
  Perseus SDR
  AEG E1800
  AEG E1800 A
  AOR 7030
  DXOne Antenne
  ERA Reader
  Grundig S 500
  Icom R9500
  JRC NRD 535
  Kenwood R820
  Lowe HF225
  NF Filter
  RF-Systems P3
  R&S EK890
  Seifert PSE 61
  Ten-Tec RX340
  WJ HF1000
  WJ HF1000A

Funktechnik Martens

DRM-Empfang

DXing Papua!

QSL - Karten

weltweit hören vor 30 Jahren

Newsletter

Hörer-Klubs

Hobby-Links

Kontakt

Home

Detailsuche



Zuletzt aktualisiert:
29.08.2010 | 21:33



Lowe HF 225 Europa - Einer für Alle?
Erfahrungsbericht aus weltweit hören 1/94 von Christoph Ratzer

Der nun seit 4 Jahren erfolgreich am Markt befindliche Lowe HF 225 beweist eindrucksvoll, das sein Konzept “Allroundempfänger zum günstigen Preis” stimmt. Wenn man sich auch über das Design des Gerätes streiten kann, die technischen Daten und der günstige Preis waren den meisten Hörern wohl wichtiger. Um weitere Verbesserungen des HF 225 bemühte sich 1992 der finnische DX Klub “Suomen DX-Liitto” in Zusammenarbeit mit dem englischen Hersteller. Der daraus resultierende HF 225 “Finlandia” wurde als Kleinserie gebaut und vom European DX Council zum Empfänger des Jahres gewählt. Nachdem die Nachfrage für dieses modifizierten Gerät weit größer als die gebaute Stückzahl war, entschloß man sich bei Lowe Electronics ein Modell für den gesamten Markt herzustellen, den HF 225 “Europa”. Dieser wurde auf der Ham Radio 1993 von SSB Electronic erstmals in Deutschland präsentiert.

Nachdem der Lowe HF 225 grundsätzlich bekannt sein sollte (Test in Weltweit Hören 2/90 und Kurier 13/93) möchte ich nur kurz die wichtigsten Merkmale des “normalen” HF 225 wiederholen. Empfang von 30 kHz bis 30 MHz in den Betriebsarten AM, USB,LSB und CW. Digitale Anzeige der Frequenz auf 1 kHz genau, zur Speicherung der Frequenzen stehen 30 Speicher zur Verfügung. Für Mobilbetrieb ist ein Ni-Cd-Akkusatz direkt in den Empfänger einsetzbar. Nun aber gleich zu den wesentlichen Änderungen des “Europa” gegenüber dem Standard HF 225:

Die Filterbank mit noch hochwertigeren Filtern ausgestattet, darunter ein neues 3,3 kHz Filter mit der Bezeichnung X 8. Direkt hinter dem zweiten Mischer geschaltet, ersetzt es die 10 kHz Bandbriete, die vorher durch das 45 MHz ZF Filter bestimmt war.

Die Steuersoftware wurde umgeschrieben. Sie zeigt die neue schmälere Filterbandbreite an und ermöglicht dem Hörer folgende Filterkonfigurationen: 2,2 kHz statt 2,3 kHz; 3,5 kHz statt 5,7 kHz; 4,5 statt 8,4 kHz und 7,0 kHz statt 10 kHz.

Um die hohe Weitabselektion der neuen Filter zu erhalten, wurden alle Filterwahlregler durch elektrostatisch abgeschirmte Drosseln von hoher Qualität ersetzt.

Die Schaltdioden wurden gegen großsignalfestere Dioden mit niedrigerer Kapazität ausgetauscht.

Alle Entkopplungskondesatoren wurden mit SMD Kondensatoren parallelgeschaltet.

Die einzige optische Änderung am Gehäuse betrift den Schriftzug “Europa” an der Vorderseite des Empfängers. Zur besseren Bedienung wurde der Hauptabstimmknopf gegen einen wesentlich besser greifbaren Metallknopf - ähnlich dem HF 150 - getauscht. Der “Europa” wird komplett mit der ansonsten nur als Option erhältlichen Zusatzplatine D 225, die den Synchrondedektor und den FM Empfang ermöglicht, ausgeliefert. Weiters bekommt man serienmäßig die praktische Frequenzeingabetastatur KPAD 1 und wie auch in der Normalausführung ein externes Netzgerät mitgeliefert.

Im praktischen Betrieb fällt nach dem Einschalten sofort die äußerst einfache Bedienung der meistverwendeten Funktionen des Gerätes auf. Nach der Frequenzeingabe über die Tastatur - man muß nur z.B. “15475” eintippen, ohne Komma, Punkt oder Enter - hört man bei entsprechender Signalstärke den gewünsche Sender im Lautsprecher und dies in sehr guter Audio - Qualität. Um die Tonhöhe des empfangenen Signals zu regulieren steht ein äußerst wirkungsvoller “Tone” Regler zur Verfügung, der beste den ich je an einem Empfänger dieser Klasse gefunden habe. Hiermit kann man bei extrem schwachen Signalen wirklich über die Einstellung der Tonhöhe das Signal noch verständlicher machen, wie ich z.B. Mitte Dezember gegen 20 Uhr UTC fast täglich NSB Tokyo auf 3925 empfangen konnte. Eine Funktion wie sie sein sollte und mir selbst bei vergleichbaren Empfängern der höheren Preisklasse ( JRC NRD 535, Drake R8 ) nicht in dieser Art aufgefallen ist. Die änderung der einzelnen Filterbandbreiten wird am Tastenfeld unter der Frequenzanzeige vorgenommen, wobei die Bandbreiteneinstellung nur in einer Richtung durchlaufen werden kann. Der Rechner des Empfängers stellt die Bandbreite nach jeden Einschalten wieder auf 3,5 kHz und behält nicht den zuletzt eingestellten Wert vor dem Abschalten. Dies sind aber schon wieder die einzigen unfreundlichen Dinge die der HF 225 Europa seinem Operator antut, wenn man nicht an die schrecklich schwache Beleuchtung des an sich sehr ehrlichen und zur Feldstärkebeobachtung nüztzlichen S - Meters denkt... Aber wie beim jüngeren HF 150 oder beim “Microreader” des ebenfalls englischen Herstellers ERA gesehen, dürften Display - Beleuchtungen nicht gerade die Stärke der Briten sein!

Was die einzelnen Modifikationen jetzt in der Praxis bringen, habe ich in Verbindung mit verschiedenen Antennen ausprobieren können. Grundsätzlich mag der “nackte” - also ohne Vorselektion durch Preselektor oder Antennenanpassgerät ausgestattete 225 keine Aktivantennen, das Signalangebot ist einfach zu stark. Auch mit eingeschalteteten Abschwächer sind gegenüber einer 20 Meter langen Langdrahtantenne deutliche Verzerrungen zu hören. Mit Verwendung des Lowe PR 150 Preselektors ist das Signalangebot deutlich ruhiger aufzunehmen. Hier wird dem Empfängereingang anscheinend schnell zuviel des Guten angeboten. Mit kurzen Langdrahtantennen, wie sie wohl die Mehrzahl der Hörer verwenden wird, ist der HF 225 dann aber in seinem Element. Über den Empfang der internationalen Rundfunkbänder mit dem HF 225 Europa braucht man an dieser Stelle kein Wort zu verlieren. Sehr gut. Mit der abgesetzten Frequenztastatur kann man sehr problemlos zum Beispiel den WWH -Hörfahrplan “durchhören” und durch das schon erwähnte gute Audio Signal stundenlang zuhören. Die Filterbandbreiten sind praxisnah ausgelegt und stellen in vielen Fällen einen guten Kompromiss zwischen Verständlichkeit und Begrenzung der Störung dar. Bei sehr schwachen Signalen rastet der Synchrondektor oft aus und kann dann das Fading des Senders natürlich nicht entfernen. Zusätzlich ist das Seitenband des Synchrondedektors nicht wählbar. Ich habe die Funktion dieses Synchrondetektors während der gesamten Testdauer nur sehr selten verwendet, zu gering erschien mir die Wirkung. In den Tropenbändern sind mit dem schmalen 2,2 kHz Filter fast alle Stationen die auch am JRC NRD 525 zu hören waren, brauchbar aufzunehmen gewesen. Natürlich kann man diese beiden Empfänger nicht direkt miteinander vergleichen, trotzdem war der relativ geringe Unterschied der beiden Empfänger gerade beim Tropenbandempfang mit kürzeren Drahtantennen sehr überraschend! Bei intensiven Störungen würde man natürlich gerne einen eingebauten Notchfilter benutzen, doch dann kommt man schnell vom eigentlichen Konzept dieses Gerätes weg, das ja einfach und preiswert sein sollte. Mit dieser Vorstellung hat Lowe Electronics gezeigt, das guter DX Empfang nicht immer eine Frage der Brieftasche sein muß und ein wirklich gutes Allround Gerät für den Kurzwellenhörer vorgelegt.

Zusammenfassung? Durch die guten technischen Daten und einer kompletten (sinnvollen!) Ausstattung in Verbindung mit einem fairen Preis haben wir den Lowe HF 225 “Europa” als WWH - Referenzempfänger in der Klasse “Hobbygeräte” eingestuft und können den Empfänger sowohl für Programmhörer als auch für DXer gleichermaßen empfehlen.

Herzlichen Dank an Ing. Schmidbauer, IGS Electronic in Linz, Österreich für das kurzfristig zur Verfügung gestellte Testgerät.

copyright Christoph Ratzer 1993

Aktuelle Tipps

zum Fernempfang

Alle Zeitangaben beziehen sich auf UTC Weltzeit, früher auch als GMT bekannt, also während des Sommers MESZ minus zwei Stunden. (10 Uhr UTC = 12 Uhr MESZ)

Funkwetter aktuell

Die Angabe der Frequenz differiert von den üblicherweise verwendeten Abkürzungen, daher gilt hier: LF=unter 10MHz MF=10-20MHz HF=über 20MHz

Argentinien

Ekkehard Domnik hörte den Auslandsdienst Argentiniens am 12. Juli gegen 17.50 UT mit dem DX-Programm auf 15345 kHz, meldet die A-DX Liste.

Brasilien

PPE Observatorio Nacional, die Zeitzeichenstation aus Rio hörte Patrick Robic am 3. Juli auf 10000 kHz um 2100 UTC

Aserbaidschan

Die Voice of Justice aus Stepanakert - Aserbaidschan konnte Anfang Juli von Thomas Lindenthal um 13:22 UTC auf 9677,77 mit einigermaßen gutem Signal, aber schlechter und dumpfer Modulation gehört werden. Die Sendungen werden nur Dienstags und Samstags ausgetrahlt.

Diego Garcia

Willi Westrupp meldet auf A-DX den Empfang des AFN Senders der Insel Diego Garcia auf 4319 kHz. Gehört in USB Mode gegen 18.15 UT. (30.5.10)

Guinea

Patrick Robic meldet in A-DX den seltenen Empfang von Familia FM aus Guinea. Der schwache 1 kW Sender auf 4900 kHz ist seit Mai 2010 aktiv und in den späten Abendstunden sehr leise hörbar. Sendeschluss um 00.05 UT.

Isle of Man

Manx Radio von der Isle of Man konnte Reinhold Schuttkowski gegen 21.30 UT auf Mittelwelle 1368 kHz hören, berichtet er Mitte Mai in A-DX.

Niger

Nils Schiffhauer meldet Mitte Mai 2010 in A-DX den Empfang von LV du Sahel gegen 20.30 UT auf 9704 kHz.

Thailand

Andreas Hatting berichtet in A-DX vom Empfang des Senders Bangkok Meteo Radio auf 8743 kHz USB Mode gegen 19.00 UT , gehört auf dem DX-Camp Solingen. (20.5.10)

Griechenland

Radio Filia wurde am 29.3 gegen 09.00 UT von Felix Lechte auf 11645 kHz gehört. Anstatt des deutschen Programms wurde eine Musiksendung übertragen.

Tartastan

Herbert Meixner berichtet über den Empfang des Rundfunksenders Tartastans auf 9690 kHz am 28. März 2010 gegen 0630 UT.

Bolivien

Radio Logos aus Bolivien wurde von Erwin Duldner am 16. März gegen 23 UT auf 4865 kHz gehört.

Kuba

Der neue Sender von Radio Havanna im Tropenband auf 5040 kHz wurde von einigen Hörern Ende März in der A-DX Liste gemeldet. Der Empfang sollte während der späten Nachtstunden problemlos möglich sein.

Argentinien

Ralf Ladusch berichtet über den Empfang von RAE Buenos Aires abends auf 15345 kHz, nachdem der Sender einige Wochen außer Betrieb war. (18.2.10)

Kanada

Günter Lorenz berichtet in A-DX vom Empfang des CBC Northern Service auf 9625 kHz gegen 22.10 UT. (15.2.10)

Saipan

Reinhard Schmidt berichtet in A-DX vom Empfang von KFBS Saipan in russisch auf 11650 kHz gegen 11.20 UT. (14.2.10)

Indonesien

Wolfgang Büschel berichtet in A-DX über sehr guten Empfang der deutschen Sendung der Stimme Indonesiens ab 17.00 UT auf 9525 kHz. Der Sender aus Jakarta Cimangis ist bis ca. 17.30 UT gut hörbar. (13.2.10)

Surinam

Radio Apintie ist nachts auf 4990 kHz schwach zu hören. Bester Empfang gegen 03-05 Uhr UT, man sollte aber eine gute Antenne besitzen und auf wenige Störungen hoffen, die Station aus Surinam ist mit max. S1/S3 zu hören. (3.2.10)

Russland

Radio Rossii aus Magadan ist von Patrick Robic auf 7320 kHz um 07 UT gehört worden. Das Programm aus Yakutsk auf 7200 kHz war zeitgleich zu hören.(29.1.10)

Laos

A-DXer Thomas Lindenthal hörte den nationalen Rundfunk aus Laos gegen 13.30 UT auf 7145 kHz. Auch nachts ist auf der freien Frequenz der Sender aus Vientiane schwach zu hören.(26.11)

Burkina Faso

Überraschend hat Radio Burkina Anfang November seinen Tropenbandsenderauf 5030 kHz wieder aktiviert und ist seither abends schwach zu hören. (3.11)

Somaliland

Sam Voron berichtete über guten Empfang von Radio Hargeisa auf 7145 kHz. Tatsächlich ist die Station nach 17 Uhr UT bis zum Sendeschluss um 19 Uhr UT gut zu hören.

Kuba

Radio Rebelde ist eine der am lautesten hörbaren Stationen im 60 Meter Tropenband. Auf 5025 kHz kann der Sender ab ca. 22 Uhr UT die ganze Nacht selbst mit kleinen Radios gut gehört werden.

Copyright

Die Webseiten von ratzer.at, ratzer.eu, a-dx.at,a-dx.com und internet-radio.at ihre Struktur und sämtliche darin enthaltenen Funktionalitäten, Informationen, Daten, Texte, Bild- und Tonmaterialien sowie alle zur Funktionalität dieser Webseiten eingesetzten Komponenten unterliegen dem gesetzlich geschützten Urheberrecht von ratzer.at. Der Nutzer darf die Inhalte nur im Rahmen der angebotenen Funktionalitäten der Webseiten für seinen persönlichen Gebrauch nutzen und erwirbt im übrigen keinerlei Rechte an den Inhalten, Texten, Bildern, Daten und Programmen.