Kurzwellenempfang mit dem Perseus-Kurzwellenempfänger
Durch das grosse Interesse an dieser zukunftsweisenden Technik möchte ich allen Kurzwellenfreunden die nicht Bezieher der A-DX Liste sind hier die Möglichkeit geben das Perseus-Tagebuch von Nils Schiffhauer mitzuerleben, wodurch sich seit Ende Dezember 2007 bereits über 15.000 Besucher hier eingefunden haben, somit täglich rund 50 SDR-Interessierte diese Seiten besuchen.
[A-DX] SDR Update
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] SDR Update
Datum: 11. Oktober 2009 13:11:54 MESZ
Moin, moin - hinsichtlich SDRs für das kleine bis mittlere Portemonnaie sind
die USA durch den Perseus (zwei Kerzen auf der diesjährigen
Geburtstagstorte!) ja etwas ins Hintertreffen geraten - sowohl, was die
Produktion anbetrifft, als auch die Rezeption, steht doch selbst auch die
dortige Creme der Fachzeitschrift weiterhin unverständig-ratlos vor diesem
"Phänomen" (copyright: Kiesinger).
Erinnern wir uns: Pieter Iebelings brachte 2005 mit seinem SDR-14 das erste
dieser Software-Radios raus, das ich 2006 als "SDR-Schwalbe" bezeichnete:
http://is.gd/4do8D (incl. Testbericht mit Nutzungsbeispielen)
Leider fliegt die ohne CE-Kennzeichen und litt anfangs unter einem
laienhaften (Direkt)vertrieb.
Nico zeigte dann 2007 mit dem Perseus, wo der Frosch die Locken hat:
erstmals ein SDR, bei dem u.a. auch das Großsignalverhalten stimmte.
Pieter machte mit seinem SDR-IQ ein Downgrading des SDR-14, was angesichts
von Preis, Leistung und Verfügbarkeit des Perseus womöglich nicht gerade die
Weltidee war.
Mit dem SDR-IP aber nimmt sein Schiffchen mehr Fahrt auf:
http://www.rfspace.com/SDR-IP.html
Das Ding soll den Perseus nicht nur in der Leistung (leicht) schlagen,
sondern auch via LAN bedienbar werden und um die Jahreswende "in
Stückzahlen" ("in der Küche sind noch Berge!") verfügbar sein.
Daraus wird Pieter "zeitnah" einen SDR-14-Nachfolger ableiten, der
leistungsmäßig wohl dem SDR-IP ähneln wird, preislich aber darunter liegt.
Beide werden dann übrigen mit CE-Kennzeichen und flüssigerem Vertrieb
kommen.
Mit diesen Aktivitäten bahnt sich zudem ein Paradigmenwechsel zu einem
offene(re)n System an: seine SDRs laufen auf Windoze ebenso wie auf dem MAC
oder unter Linux. Auch setzt Pieter auf "verteiltes Arbeiten" bei der
Entwicklung und plant die Software nicht (nur) als Bestandteil des Gerätes,
sondern als Baustein.
So ist SpectraView von Moe kostenlos & separat zu ziehen
(http://www.moetronix.com/spectravue.htm), und sie verarbeitet zumindest in
einer Version auch .WAV-Files der Pereus-"Konkurrenz", der sie so zu
wichtigen und dort noch fehlenden Funktionen verhilft ("längere
Wasserfalldiagramm mit Zeitstempel" und "Pegelaufzeichnung beliebiger
Bandbreiten mit numerischer Ausgabe für statistische Auswertungen" sind da
nur zwei Stichworte.
Hinzukommen wird HRD von Simon Brown, der schon seit längerem eine Website
mit sprechender URL dazu hat: http://sdr-radio.com/ und seit kurzem intensiv
mit Pieter zusammenarbeitet. Das ist auch der Grund weshalb Simon es bei der
jetzigen (bescheidenen) Unterstützung des Perseus bewenden lässt und das
nicht weiterentwickeln wird - zumal Nico sein Gerät als unauflöslich Combo
aus Hard-, Soft- und Firmware sieht. Simon läuft sich gerade warm mit
entsprechender Software und plant, am 30. November eine öffentliche
Beta-Version für den SDR-IP zur Verfügung zu stellen. Die anderen Dingen
dürften dann rasch folgen.
Man darf also gespannt sein! Ich werde euch dann von meinem Erfahrungen mit
meinem Testgerät SDR-IP zu gegebener Zeit auf dem laufenden halten.
73 Nils, DK8OK
--------------
• QTH Burgdorf 52.27N 10.01E | RX Perseus | ANT 41 m Windom @12 m · 96 m
Delta Loop @12 m · DX-One | Software · Decoder Wavecom W-CL · SpectraPlus ·
SBSpectrum · NDBFinder | PC Dual Core @3,3 GHz |
http://web.mac.com/nils.schiffhauer
[A-DX] SDR-IP von RF Space: zu Weihnachten (2009)?
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] SDR-IP von RF Space: zu Weihnachten (2009)?
Datum: 8. Oktober 2009 14:23:47 MESZ
Da haben wir uns gerade an den Perseus gewähnt, schon kommt der SDR-IP von
RF Space um die Ecke:
http://www.rfspace.com/SDR-IP.html
Die Grundausstattung für den Preis von zwei Perseussen soll im vierten
Quartal 2009 kommen, das ja just angefangen hat.
Der Receiver ist wohl als Modem für einen sehr flexiblen LAN-Anschluß, auch
von Mac und Linux, ausgelegt.
Erfreulicherweise ist sowohl eine GPS-Anbindung geplant, wie auch die
Synchronisation verschiedener Receiver untereinander.
Hört sich alles spannend an und danach, dass dieser Receiver doch noch eine
andere SDR-Interpretation als der Perseus sein wird, mehr mit Schwergewicht
auf Messungen und professionelle Anwendungen. Auch scheint es so, dass der
SDR-IP das grundsätzlich "offenere" Geräte werden könnte.
Stay tuned, wie man so sagt.
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Vielfalt!
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] Vielfalt!
Datum: 4. Oktober 2009 00:10:48 MESZ
... wenn man mal - Perseus bietet die Möglichkeit - so die ersten fünf
Nachrichtenminuten Station für Station auf der Mittelwelle durchhört, wird
einem erst klar, wie bitter notwendig der hohe Aufwand für
öffentlich-rechtliche Bundesanstalten ist: überall das selbe. Die selben
Nachrichten (um Nuancen verschieden), die selben Perspektiven. Und auch,
wenn man links & rechts auf die anderen EU-Stationen dreht: alles eine Soße.
Es lebe die wohlbestallte und -bezahlte Vielfalt! Und wie schön, daß jene,
die weitgehend den gleichen Kram stumpf runtersenden, sich als Fackel der
Freiheit mal wieder um ein Büffet scharen dürfen!
73 Nils, DK8OK
[A-DX] 30 aktuelle Audioclips von der Mittelwelle
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] 30 aktuelle Audioclips von der Mittelwelle
Datum: 2. Oktober 2009 13:38:32 MESZ
Moin, moin - wer Lust hat, kann mal ein wenig Anfänger-Mittelwelle hören:
auf meiner Website habe ich mal die ersten 30 MP3-Clips der letzten Tage mit
kurzen Ansagen eingestellt:
http://is.gd/3S491
Darunter: CJRS Shalom Radio, WFED, WWKB, R. Fawa (Djibouti), Reshet B; aber
auch so Sachen wie MANX Radio und Forth2.
Wird im Verlaufe der MW-Saison sicherlich fortgesetzt werden!
73 Nils, DK8OK
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http://web.mac.com/nils.schiffhauer
[A-DX] Professionelles Monitoring 40 m (Bandwacht)
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] Professionelles Monitoring 40 m (Bandwacht)
Datum: 19. September 2009 13:02:53 MESZ
Moin, moin - auf meiner Website habe ich mal dargestellt, wie man
professionelles Monitoring im 40-m-Band betreiben kann:
http://is.gd/3rODC
Ausgangsidee war, zum bisherigen "Monitoring" der DARC-Bandwacht mit ihrer
Pegelregistrierung von 5 kHz breiten Kanälen (!) im Suchlauf (!) mit einem
vor über 30 Jahren entwickelten Receiver ein zeitgemäßeres Verfahren
gegenüberzustellen. Eines, das nicht nur quantitative und qualitative
Aussagen ermöglicht, sondern zugleich gegenüber der Behörde dokumentiert,
dass Funkamateure sehr wohl in der Lage sind, auch mal den "Stand der
Technik" zu nutzen.
Dass weder die zuständige DARC-Bandwacht, noch der DARC selbst (seiner CQDL
war das Manuskript angeboten worden) überhaupt auch nur reagierten, war
Kennern somit sonnenklar. Dass der "Funkamateur" das daraufhin ihm
angebotene Manuskript ebenfalls explizit (jedoch: ohne Begründung) ablehnte,
schon weniger. Wahrscheinlich wird dort der Platz sicherlich für die jeweils
nächsten langatmig nacherzählten Presseinfos von Messegängern dringender
benötigt.
Die anderen deutschsprachigen Amateurfunkvereine (USKA und ÖVSV), deren
eigenstes Anliegen doch eine zeitgemäße Bandverteidigung sein sollte,
reagierten ebenfalls nicht.
Doch die Kurzwellenhörer horchten auf: Michael Schmitz nahm es
freundlicherweise in seinen Radio-Kurier/weltweit hören (8/2009) mit auf,
das "Funktelegramm" als Amateurfunkzeitschrift danach ebenfalls (9/2009).
Jetzt also auch kostenlos & diskriminierungsfrei im Internet, siehe Link
oben. Das ausführlich illustrierte PDF (2 MB) geht nicht nur auf die Analyse
ein, sondern zeigt auch am Beispiel eines Senders in Ostafrika, daß eine
"Bandverteidigung" durch Belegung der Frequenz durch europäische
Funkamateure wenig sinnvoll erscheint. Und für die Hörer fällt ebenfalls
vieles ab - nicht nur die Methode an sich, sondern auch die nach
Rundfunksendern konkrete Analyse.
Viel Spaß beim Lesen!
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Ein paar DX-Audio-Clips - und mehr
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] Ein paar DX-Audio-Clips - und mehr
Datum: 9. September 2009 21:16:51 MESZ
Moin, moin - aus Angst, die Übersicht zu verlieren, habe ich nun einmal etwa
90 Audio-Mitschnitte (MP3) auf meine Website gestellt, damit eine gewissen
Ordnung reinkommt:
http://is.gd/35lvA
Erst in der letzten Zeit habe ich damit angefangen, den Audioclips auch
einen Screenshot der unmittelbaren Trägerumgebung beizufügen
("Fingerprinting" ist jetzt das Stichwort). Das ist natürlich "eine Idee,
deren Zeit gekommen ist".
Als "Burgdorfer Privatsammlung" habe ich sie zu meinem ureigenen Vergnügen
erstellt. Und, um Pausenzeichen sowie Stationsansagen zu sammeln. Aber auch,
um Erinnerungen aufzufrischen. Gleichzeitig zeigen die Mitschnitte ein wenig
davon, wie hübsch der Perseus auch sein drittes Lebensjahr bei mir beginnt.
Was sich alles bestimmt fortsetzen wird.
Unter den vielen Möglichkeiten, solch' eine Liste zu erstellen, habe ich
mich für eine numerisch/alphabetische Ordnung nach Stationsnamen
entschieden. Ein Klick darauf bringt das MP3 zu Gehör (fangt doch einfach
mal mit WWCR an, oder mit AFRTS Hawaii, kam fisch heute morgen rein, die
Kiemen sind noch rot!).
Ist die Modulationsart gefettet, so klickt man hier zu einem Screenshot.
Eigentlich ist das alles erst der Anfang. Nachdem ich länger um ein
Schwarzes Brett herumgedacht habe, an das jeder "zeitnah" seine MP3s und
Screenshots heften kann, statt Logs in der Liste zu platzieren (Arcangel,
gleich platze ich!), kam ich aber zu keinem Schluss. Schwerwiegender Rat
ebensolcher Persönlichkeiten ließ mich dann erst einmal davon Abstand
nehmen. Daher also eine Solo- und Insellösung mit - in Zukunft - nicht allzu
langen Reaktionszeiten.
Kritik, Diskussion & Vorschläge zu Methode wie Ergebnissen sind höchst
willkommen!
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Fern-Hören: SDR in Chicago / kostenlos & für Jedermann!
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] Fern-Hören: SDR in Chicago / kostenlos & für Jedermann!
Datum: 24. August 2009 17:08:25 MESZ
Moin, moin - nachdem Martin & ich das SDR namens "QSR-1" in Chicago
erfolgreich ausprobierten, darf es wohl mit Fug & Recht als "fool proof"
gelten (Martin meint, weil es mir gelungen sei; bei mir ists halt
umgekehrt).
Also:
Ken, N9VV, betreibt in Chicago an einem 80-m-Dipol ein QSR-1. Das läßt sich
mit folgender Software bequemst bedienen:
* http://www.n9vv.com/SDRMAX3.zip oder
* http://www.n9vv.com/SDRMAXII.zip
Die Audio-Übertragung erfolgt via Skype:
* http://www.skype.com/intl/de/download/skype/windows/
Dafür muß man kurz das generelle ok von N9VV abwarten. Seine ID ist
"KenN9VV"
Das Prozedere ist einfach:
* SDRMAX starten, und die virtuelle Frontplatte des Gerätes tut sich auf
* dort oben links erst CONNECT und dann START klicken
Dann sieht man schon mal das Spektrum und den Wasserfall.
Nun hören:
* Skype starten, mit N9VV verbinden - that's it!
Ich habe z.B. WWV auf 5 MHz, Cuba auf 48 m, Costa Rica auf 90 m, USA auf 90
und 60 m, das ecuadorianische Zeitzeichen und jede Menge MW-Stationen
gehört, auch & gerade über 1.600 kHz. Geht prima, und die geringen
Latenzzeiten überraschen. Der Unterschied zum SDR in der eigenen Bude ist
nicht sehr groß und für ältere Herrschaften wie mich kaum spürbar.
O.g. Anleitung sowie die Publikation in dieser Mailinglist ist
selbstverständlich mit Ken abgestimmt, dem ich dafür herzlich danke.
Das alles ist natürlich kostenlos und diskriminierungsfrei für Jedermann.
Apropos: der September-Funkamateur setzt sich ja ebenfalls mit SDRs via
Internet auseinander. Da bin ich schon gespannt, wie er denn diese
QRS1-Lösung findet und was er uns Neues über "Internet & Perseus" verzählt.
Ist man bei N9VV zu Gast, kann man natürlich wie nebenbei auch mal die
Qualität des QSR-1 checken. Also VLF geht nicht, weil da MW-Stationen
durchschlagen.
Für Aufnahmen empfiehlt Ken als derzeitigen "Workaround" ein Y-Kabel. Da
wird’s sicherlich was Eleganteres geben.
Natürlich kann immer nur einer zur Zeit hören.
Ich hätte zu alledem längst ein Video in You Tube eingestellt, möchte aber
den Jungs vom "Funkamateur" da keinesfalls vorgreifen ...
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Fern-Hören
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] Fern-Hören
Datum: 20. August 2009 20:47:22 MESZ
Bin noch ein wenig atemlos, denn mit einem Bein stehe ich gerade in Chicago
und höre WWV auf 10 MHz. Und zwar mit dem Quicksilver sowie dessen
Internet-Lösung, wobei die Audioübertragung via Skype ruckelfrei erfolgt. AM
ist so besser über Kontinente hinweg als DRM von der eigenen Antenne. Der
Receiver läßt sich prachtvoll schnell in allen Funktionen bedienen. Spektrum
und Wasserfall bei 250 kHz Darstellungsbreite werden etwa alle fünftel
Sekunde erneuert. Das S-Meer zeigt ebenfalls aktuell an, derzeit WYFR, 15130
kHz in Spanisch mit -50 dBm. Eine geniale Sache! Das ist mal ein Punkt, in
dem der QSR-1 dem Perseus um Tage - ach, was sage ich: Woche, womöglich! -
voraus ist ;-)
Diese Lösung ist schon einiges besser als eine im privaten Kreise gerne
ausprobierte Lösung mit Remote-Desktop und FTP-Übertragung der WAV-Dateien
zum nachträglichen Hören (was wegen der dann hörbaren Bandbreite auch seine
Vorteile hat).
Und man darf nun ziemlich gespannt sein, wie Nicos Perseus-Lösung aussehen
wird, die ja gerade bei der Komprimierung noch allerhand verspricht. Zumal
mir das Netz der weltweiten Perseus-Hörer durchaus größer zu sein scheint
als das der QSR-1 Besitzer und Eigentümer.
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Bandbelegung über Stunden: mit einem Blick
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: [A-DX] Bandbelegung über Stunden: mit einem Blick
Datum: 12. August 2009 08:06:18 MESZ
Moin, moin - aus Zeitgründen mußte ich in der letzten Zeit mehr DXen lassen,
als selbst zu hören.
Aus der Not entstand dann die Tugend:
* Frequenzbelegungspläne von Rundfunkbändern
Diese zeigen mit einem Blick die Aktivitäten von Sendern innerhalb z.B. des
gesamten 19-m-Bandes über Stunden. Die Vorteile gegenüber antiken Verfahren,
nach denen z.B. selbst die IARU-Bandwacht in Deutschland noch die Belegung
zwischen 7.100 kHz und 7.200 kHz "gemessen" hat, sind beträchtlich, denn
diese Screenshots zeigen mit einem Blick:
* s/on und s/off
* Modulationsbandbreiten
* fade in/out
Selbst bei einer Zeitauflösung von einer Minute sind fast immer die Testtöne
beim Einschalten des Senders zu sehen. Ebenfalls kann man fehlerhafte Sender
nageln.
Auf meine Website habe ich ein weitgehend unkommentiertes PDF mit knapp A4
großen Screenshots folgender Bänder gestellt:
* 19 m von 12 bis 18 Uhr UTC
* 13 MHz, 12 bis 05 Uhr UTC (ein guter Anfang, um Stationen zu
identifizieren)
* 49 m, 17 bis 10 Uhr UTC
* 25 m, 17:30 bis 20:30 UTC
Die genaue Auswertung auch nur eines Screenshots beschäftigt einen über
Stunden, führt aber immer zu überraschenden Entdeckungen. Wer wenig Zeit
hat, sucht sich einfach raus, wann z.B. Tanzania 11.735 kHz am besten kommt;
oder so.
Die Screenshots entstanden mit dem Perseus (z.T. mit zweien parallel auf
zwei PCs, solange die neue Software noch nicht da ist, die mehrere auf einem
PC steuer) mit der Software SpectrumLab. Dieser Umweg ist so lange zu gehen,
bis vermutlich mehr die übernächste als schon die nächste Software-Revision
des Perseus auch zeitgestempelte Wasserfalldiagramme über Stunden liefert.
Die frequenzmäßige Auflösung des zeitgestempelten Sonagramms, wie Alfred
Gemsa sie realisiert hat, liegt aus Perseus-Gründen nur knapp unter 10 kHz,
wodurch also zwei Rundfunksender sich nur in Ausnahmefällen trennen lassen.
Somit bleibt bis auf Weiteres SpectrumLab das Mittel der Wahl.
Ich stelle mir vor, daß zu Beginn jeder Frequenzwechsel-Saison solche
Frequenzbelegungssonagramme Standard werden, auf die sich dann die
Schwarmintelligenz stürzt und diese mit den Sendern benamst. Dann hat man
eine gute Basis für weiteres DXing.
Link zum PDF: http://is.gd/2d0pc
73 Nils, DK8OK
[A-DX] gibt es schon ein Foto vom AOR AR-7070?
Von: Nils Schiffhauer
Betreff: AW: [A-DX] gibt es schon ein Foto vom AOR AR-7070?
Datum: 10. August 2009 19:38:59 MESZ
...hab' ja nun schon einige gute Ideen niemals Receiver werden sehen. Und
einige wenige gute Receiver vorher nicht einmal als Idee gekannt (AR-7030
zählt unzweifelhaft zu letzteren).
Universal Radio legt uns auch Spekulationöses auf den Adventsteller. "Ich
sach mal so" (copyright: Gerhard Schröder): Nach dem KWZ50 (von dem wir
wenigstens den Preis schon Centgenau kennen) und diesem
Telefunken-Hilberling kommt todsicher der AR-7070. Was mich wundert ist, daß
selbst der doch sonst so hellsichtige ham-radio-Schwadroneur des
"Funkamateur", der voriges Jahr schon viele, viele Hilberlings in
Amateurfunkhänden sah, nix vom AR-7070 weiß. Das allerdings ist in meinen
Augen auch schon das einzige Argument dafür, dass er doch kommt.
Scherz beiseite: es gab ja schon einige Berührungspunkte zwischen Nico
"Perseus" Palermo und AOR. Ein embedded PC, eine Perseus-Platine, fertig ist
die Laube. Halt, das Display. Das ganze dann für 1.999 Euro, und die Tester
werden sich die Tinte aus dem Füller jubeln, daß endlich mal ein SDR, der
sparsamst, weil ohne separaten PC, funktioniert.
Die Älteren unter uns, übrigens, werden sich entsinnen, dass von einem
Nachfolger des AR-7030 schon seit mindestens fünf (? Martin, korrigiere
mich, bitte) die Rede steht.
Ganz ernsthaft: Wo soll dann da noch ein Markt sein, wenn ich für 1.200 Euro
Perseus & Computer bekomme, also einen Receiver, der es auch hinsichtlich
des HF-Verhaltens mit allem aufnimmt, was mindestens fünfmal teurer ist?
Seit zwei Jahren steht ein Perseus mit der S/N 54 auf meinem Tisch, neulich
bereichert um einen mit der S/N 1786 (komischerweise das Jahr von Goethes
Italienreise). Da möchte ich nicht wissen, wie die Stückzahlen der
Saurier-Receiver aus Japan ist. Und dann kömmt ja noch Großartiges von
Flexradio, von TenTec; der QSR-1 und wattnichall. Wobei ich überzeugt bin:
Perseus' Internet-Anschluß kommt eher. Und kostenlos. Träumen vom AR-7070
aber scheint mit umsonst.
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Quicksilver-Vorführungen im DX-Camp Schwangau
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] AW: [A-DX] Quicksilver-Vorführungen im DX-Camp Schwangau
Datum: 31. Juli 2009 08:58:43 MESZ
Moin, Udo - wie schön, dass es "Döbriach" noch gibt! Zuerst war ich wohl
1972 dort, und als ich neulich beruflich in Villach vorbeischaute, "kam die
Er-inn-erung / schubi/dubi/dubi". Auch Willi Westreupp wird sich noch an
mehr als nur an Utility-DX mit dem RCA AR-88 entsinnen ...
Nun also ein QSR-1, wobei mich am meisten interessiert, wie der denn
HF-mäßig im Vergleich zum Perseus spielt.
Ein kleiner Bericht darüber wäre hochwillkommen.
"Very soon", wie Nico sprach, wird ja auch der Perseus IP-fähig, zumindest
unter Persianern.
Einige Ungeduldige, die nicht warten konnten, haben dem schon mal ein wenig
mit einer PC-Remote-Lösung vorgegriffen (siehe:
http://www.teamviewer.com/de/index.aspx), aber auf die Audio-Übertragung
verzichtet. Da gings dann eher über die Aufnahme von WAVs swoei deren
anschließender Komprimierung und FTP-Übertragung. Das ist alles machbar,
aber es gibt natürlich Eleganteres / von dem ich hoffe, dass es bald von
Nico kommen möge ...
73 Nils, DK8OK
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Udo Deutscher
Gesendet: Sunday, July 26, 2009 9:04 AM
An: ADX Liste
Betreff: [A-DX] Quicksilver-Vorführungen im DX-Camp Schwangau
Hallo Liste
Ich habe vorgestern und gestern im DX-Camp Schwangau (ehemals Döbriach) den
SDR-Empfänger Quicksilver vorgeführt, den ich selbst erst vor wenigen Tagen
kennengelernt hatte.
Ich habe mir diesen Empfänger (noch) nicht gekauft. Man braucht ihn auch
nicht zu kaufen, um ihn ausprobieren zu können. Der Quicksilver lässt
sich problemlos übers Internet benutzen. Zwei OMs, einer in Schweden
(der übrigens auch sehr gut Deutsch spricht) und einer im Raum Chicago,
stellen dazu ihre Quicksilver übers Netz zur Verfügung.
Auch ihr könnt das ausprobieren. Man muss sich lediglich die Software
herunterladen, die es auch für Windows gibt (aber auch für Linux, wobei
man sie sich in diesem Fall bisher noch selbst kompilieren muss). Ken,
N9VV stellt sie auf seiner Homepage zur Verfügung, man muss sie nur
entpacken und in ein Verzeichnis kopieren und (fast) fertig ist die
Sache. Da die Audio noch nicht von der Software übers Internet
übertragen werden kann, wird hierfür derzeit noch Skype genutzt.
Der erste Schritt wäre also, den User "kenn9vv" zu den Kontakten im
eigenen Skype hinzu zu fügen. Dann lädt man sich die Software "SDRmax
II" herunter: http://www.n9vv.com/SDRMAXII.zip und entpackt und kopiert
sie in ein beliebiges Verzeichnis auf dem eigenen (Windows-)Rechner.
Wenn man das Programm startet, sieht man bereits den Receiver von Ken
und kann ihn bedienen. Da es bis jetzt noch keine Bedienungsanleitung
gibt (die Software ist noch in ständiger Weiterentwicklung), ist es
(nicht nur, um auch die Audio des Empfängers zu hören) sehr hilfreich,
mit Ken Kontakt aufzunehmen, am besten per Skype-Chat. Er gibt sehr gern
Hilfestellung bei der Bedienung.
Sofern im Raum Chicago Gewitter sind, ist der Empfänger jedoch
ausgeschaltet.
Ein weiterer Quicksilver wird von OM Tilman nahe Stockholm betrieben.
Seine Skype-ID ist "sm0jzt" (Null in der Mitte, kein O), sein
Amateurfunk-Rufzeichen.
Nach dem Download ist jedoch zunächst die Server-IP-Adresse von Ken
eingestellt, die man umstellen muss, wenn man quasi "in Stockholm hören"
möchte.
Die Möglichkeiten von Quicksilver, die weit über die sonstigen
fernsteuerbaren Empfänger (z.B. "DX Tuners") hinaus gehen, stiessen bei
der Vorführung (wo ich nebenbei auch Winradio G305e und Perseus
vorgeführt habe) im DX-Camp auf grosses Interesse. Eben eine Kombination
der Möglichkeiten eines SDR und eines übers Web fernbedienbaren
Empfängers. Man ist hier und hört dort und es fühlt sich dennoch wie
beim normalen DXen, denn das "Feeling" ist kaum anders als wenn der
Empfänger wie beim Perseus vor Ort stünde, weil man ja alles (z.B.
Spektrum, Wasserfall) wie gewohnt komplett sieht und steuern kann und
die Latenzzeit via Skype ist (wie wir beim Zeitzeichensender WWV auf 10
MHz hören konnten) mit ca. einer halben Sekunde auch vernachlässigbar.
Sicher wird das mit der Fernsteuerung irgendwann vielleicht auch mal
beim Perseus eingebaut. Beim Quicksilver kann man diese zukünftige
Entwicklung schon heute ausprobieren. Und an der Software könnte jeder
(der C++ kann) mitschreiben, weiter entwickeln helfen etc. weil sie
OpenSource ist.
Gerade eben am Vormittag haben wir dann nochmal zu Nachtbedingungen
reingehört. Leider waren die Empfangsbedingungen auf dem Tropenband
(60m) sehr mager, oder die Antenne von Ken passt hier nicht. Auf
Mittelwelle hingegen war auf jeder Frequenz ein Signal von mehr als S9
zu hören. Manche Signale waren über +2dBm stark, z.B. das auf 670 kHz.
Ich habe mal einen Screenshot angefertigt, siehe:
http://www.udo-deutscher.de/temp/Screenshot-QS1R.png . Andere Stationen
wie z.B. einen Sender auf 1000 kHz, der tagsüber ähnlich stark ist,
waren jetzt zur Nachtzeit etwas schwächer (rund 20 dB weniger), was
deutlich macht, dass nachts die Leistung herunter geschaltet wird.
Franz Ladner brachte nach der Vorführung die Frage in unser Gespräch im
Camp ein, warum
man sich dann (künftig) noch in ein DX-Camp begeben muss wenn man alles
übers Internet machen kann? Wir wurden uns aber schnell einig, dass in
einem DX-Camp wie hier in Schwangau noch ganz andere Dinge als das reine
Hören wichtig sind, beispielsweise das persönliche Treffen, der
Erfahrungsaustausch, das Zusammensitzen beim Lagerfeuer, die gemeinsamen
Unternehmungen in der Gegend, Vorführungen und Vorträge wie eben diese
Sache mit den SDRs, Empfänger- und Antennenvergleiche (überhaupt viel
Platz für Antennenaufbauten), einfach die ganzen Erlebnisse und die
Gemeinschaft, die einen dann auch langfristig miteinander verbinden.
Und wen von den OMs, die noch nie (oder schon lange nicht mehr) hier
waren, werden wir nächstes Jahr beim DX-Camp "Döbriach" (wo auch immer
es stattfinden möge, ob in Schwangau oder anderswo) kennenlernen können?
73
Udo
[A-DX] Perseus & Software von Norbert Schall?
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Perseus & Software von Norbert Schall?
Datum: 25. Juli 2009 19:31:57 MESZ
Moin, moin - Norbert Schall hat ja ziemlich leckere Monitoring-Software auf
seiner Seite, siehe:
http://www.nschall.de/
Meine Frage: hat jemand die schon mal - CI-V-Schnittstelle ist ja an Bord -
mit dem Perseus "ans Laufen gekriegt"? Von ihren Fähigkeiten wäre diese
Software in großer Gewinn für den Hörer.
Moin, moin - also die Impulse (Frequency Hoper, ist jetzt das Thema), die
bestehen aus 2 x 40 Millsekunden langen Paketen mit 13 Millisekunden Pause.
Sie belegen gut 2 kHz Bandbreite und sind - wenn man drauf achtet -
tatsächlich zu hören. Die Messungen erfolge mit SpectraPlus am decodierten
NF-Signal (bis auf die Bandbreite, die natürlich am HF-Signal). Die
Recorder-Funktion des Perseus machts einem hier - zusammen mit dem
Wasserfall - einigermaßen einfach.
Sobald ich etwas mehr Luft habe, will ich mein Paper gerne mal ergänzen,
auch mit Hörproben. Aber im Prinzip kann das - je nach Interesse - gerne
auch wer anders machen ...
Moin, moin - auf meiner Website habe ich mal ein paar Screenshots der
Frequency Hopper zusammengestellt:
http://is.gd/1DiQT
Sie zeigen die etwa 100 - 200 Millisekunden langen Impulse kommerzieller
Frequenzsprungsender, wie sie eben auch innerhalb der Rundfunkbänder
auftreten. Der Ablauf des Wasserfall-Diagramms ist ziemlich linear, wie ich
anhand des letzten Screenshots an einer Ionosonde gezeigt habe.
Die Sender treten natürlich auch in den Amateurfunkbändern auf. Aber die
DARC-Bandwacht hatte schon an professionellen Bandscans des 40-m-Bandes kein
Interesse gezeigt, so dass ich die erst gar nicht damit belästigen will ...
Ein halbes Jahr lag dieser Nachmittag im 60-Meter-Band auf der Platte, nun
glänzt AIR Shillong, und man kommt endlich mal dazu, den 7,5-kW-Sender Julun
Buir auf 3.905 herauszupräparieren.
Bei den Ansagen der Inder viel mir auf, dass deren Sender offenbar aus
vielen unterschiedlichen Quellen gespeist sind. Daher empfiehlt es sich, mit
unterschiedlichen Bandbreiten zu arbeiten. Ich wunderte mich über eine klare
Jeypore-ID eines hochverehrten Hörers, die ich im selben Bandabschnitt nicht
nachvollziehen konnte (es geht hier um die letzten halben Prozent!). Dafür
entfaltete sich "meine" Musik sehr viel schöner. Nach jeweiliger Anpassung
der Bandbreite hat man dann beides ...
Man lernt nie aus! Und wird auch daran denken müssen, mal in der kommenden
Saison einiges einzuwecken.
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Neuigkeiten bei SpectrumLab
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Neuigkeiten bei SpectrumLab
Datum: 10. Juli 2009 20:48:43 MESZ
Moin, moin - Wolfgang Büscher stellt ja schon lange sein wunderbares / aber
auch: wunderbar mächtiges / Programme "SpectrumLab" jedermann kostenlos auf
seiner Website zur Verfügung:
http://freenet-homepage.de/dl4yhf/spectra1.html
Mit der neuesten Software-Revision ist es un auf Wunsch mindestens eines
älteren Herrn möglich, bei SDRs direkt auf der HF-Frequenz z.B. Pegel (auch
als average) und Frequenzen (auch selbstständige Emittlung von
Peak-Frequenzen innerhalb eines definierten Bereiches) zu messen und
numerisch aufzuzeichnen.
Das klingt ein wenig abstrakt, bietet aber in der Praxis z.B. die Messung
der Leistungen von Träger und Seitenband (und somit indirekt des
Modulationsgrades) und manch' Weiteres.
Schön daran, dass man dank numerischer Ausgabe die Pegel/Frequenzen
statistisch und grafisch auswerten kann, also:
* zum fade in/fade out nicht nur den Träger an irgendeinem S-Meter oder
audiomäßig aufzeichnen und zum Rauschen (!) in ein Verhältnis setzen. Das
Rauschen ändert sich nämlich ebenfalls. Dann erhält man durch die Differenz
sehr deutlich die tatsächlich beste Empfangszeit.
Denn die ist ja nicht die des höchsten Pegels, sondern die des besten
Signal-/Rauschabstandes.
Dank dieser Kombination sind nun mit hoher Genauigkeit nicht nur
HF-Messungen möglich, sondern auch ihre Auswertung. Ein Dank an Wolfgang!
73 Nils, DK8OK
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[A-DX] Ham Radio Deluxe: öffentliche Beta 5.0
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Ham Radio Deluxe: öffentliche Beta 5.0
Datum: 5. Juli 2009 08:28:39 MESZ
Moin, moin - die Bedienungs-, Decodier- und Logbuchsoftware Ham Radio Deluxe
ist nun in Version 5.= (Beta) auch öffentlich zugänglich:
http://www.ham-radio-deluxe.com/HRDv5/tabid/139/Default.aspx
Läuft auch mit Perseus.
Moin, moin - der SDR-IP von Pieter Iebelings ist nun für "Oktober 2009"
angekündigt, wie er mir mitteilte. Zwei Prototypen laufen bei ihm schon
hübsch, zehn weitere verlassen in den nächsten Wochen die Werkstatt. Das
Interesse von "Stellen" ist schon ganz groß, so daß der Preis von 2.250 Euro
wohl eher steigen als sinken dürfte, siehe:
http://www.rfspace.com/SDR-IP.html
Wenn der Perseus dann remoten kann (und noch ein wenig mehr), ist der Rest
allerdings wirklich abgehängt, auch im Profibereich.
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Frage an die Perseus-Gemeinde
Gesendet: Thursday, June 25, 2009 9:12 AM
Betreff: [A-DX] Frage an die Perseus-Gemeinde
Hm...., mir kommt da gerade so eine Schnapsidee:
Astronomen schalten ihre Teleskope zusammen, um eine bessere Auflösung zu
erreichen. Man bastelt also quasi aus mehreren kleinen Teleskopen ein
großes, mit dem man Dinge sieht/hört/mißt, die sonst im Rauschen
untergingen.
Könnte man sowas nicht auch mit dem Perseus machen? Zusammenschalten und
dann die kleinste KW-Klitsche aus dem tiefsten Busch hörbar machen?
Allerdings habe ich kein solches Gerät und wie hoch ein evtl. Aufwand wäre,
um die aufgezeichneten Files zusammenzumischen und auszuwerten, ist für mich
genauso wenig abschätzbar, wie ein evtl. Erfolg oder Mißerfolg.
Naja, nur so eine komische Idee...
Gruß
Reinhold
...die Idee ist gar nicht komisch. Doch hierzu ists notwendig, daß die
Receiver phasenstarr gekoppelt sind. Das aber soll erst beim SDR-IP möglich
sein. Ich habe dennoch meine Zweifel, ob 1000 Teleskopantennen einen Rhombus
ergeben ... Der nächste Schritt dürfte Frequenz- oder Antennendiversity (auf
dem eigenen Grund&Boden) sein. Das ist ja schon mit dem CIAO Radio möglich
und sollte mit zwei Perseus, wie sie sich ja bald von einem PC steuern
lassen, erst recht funktionieren.
Aber da wird sicherlich noch einiges zu erwarten sein!
73 Nils
Jau, bis auf dass die Mühen weiterhin notwendig bleiben, denn selbst diese
wirklich bestechend schöne Software kann nur das auswerten, was Nico's
HFSpan liefert. Und da ist bei knapp 10 kHz Auflösung (unabhängig vom
dargestellten Bandabschnitt) leider Schluß. Man kann also nicht zwei
Rundfunkkanäle voneinander unterscheiden, und selbst wenns alles DRM-Sender
wären, wird's mühsam.
Aber es werden einem dennoch einige hübsche andere Dinge einfallen ... 73
Nils
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Matthias Zwoch
Gesendet: Thursday, June 18, 2009 7:44 PM
An: A-DX Liste
Betreff: [A-DX] Perseus Spectrum Analyzer
Ich habe gerade die neue V2.0 des Perseus-Spectrum-Analyzers
ausprobiert. Die läßt keine Wünsche offen. Aufzeichnung / Wiedergabe
noch langsamere Modi, einblendbares Grid... Wirklich beeindruckend. Das
was Nils mit seinen Langzeit-Bandübersichten vor kurzem noch relativ
mühevoll zusammengebaut hat, das kann man nun mit wenigen Mausklicks mal
so aufzeichnen und sich dann ansehen. Hier hat Alfred Gemsa der
Perseus-Gemeinde ein schönes Tool geschenkt. Dürfte wohl eines der
besten sein, die außerhalb Nicos Schmiede entstanden sind.
Link:
www.gemsa-online.de
73 de Matthias
[A-DX] Was geht im 60-m-Band?
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Was geht im 60-m-Band?
Datum: 11. Juni 2009 14:52:33 MESZ
Moin, moin - also mal wieder zurück ins Wurzelwerk de Hörens, das ja auch
eines des Sehens ist / genauer gesagt: des Durchblicks.
Ich habe mal den Perseus von gestern 16:00 UTC bis heute 09:00 UTC auf dem
60-m-Band laufen lassen und mit Spectrum Lab aufgezeichnet. Da ist so viel
zu sehen, dass ich zu nicht mehr gekommen bin, als nur einige typische
Beispiele zu zeigen. Wer Lust hat, das fortzusetzen und/oder zu
kommentieren, sei herzlich eingeladen dazu!
Moin, moin - wenig beachtet, birgt Perseus ja auch noch die Software
"HF-Span", die bis zu 40 MHz in einem Rutsch umfasst. Nico hatte das nur mal
für sich selbst gemacht und nicht groß weiter entwickelt.
Nun Hat Alfred Gremsa seine schöne Software "Perseus Spectrum Analyzer"
herausgebracht, die kostenlos erhältlich ist und wahlweise einen 5, 10, 20
oder 40 MHz breiten Bereich sowohl im Spektrum, als auch als
Wasserfall-Diagramm (mit Zeitstempeln!) darstellt:
http://www.gemsa-online.de/
Dem Manne sei herzlich gedankt für seine großherzig-kostenlose Software!
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Bandbelegung mit dem Perseus zeigen
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Bandbelegung mit dem Perseus zeigen
Datum: 7. Juni 2009 16:36:28 MESZ
Moin, moin - mit dem Perseus habe ich gestern & heute mal die zehn Stunden
von 18 bis 8 Uhr UTC als ein Wasserfalldiagramm dokumentiert (aufgezeichnet
mit Spectrum Lab). Das gibt ein hochspannendes, aussagekräftiges und sehr
differenziertes Bild von den Sendeaktivitäten.
Zwölf typische und unterschiedliche Beispiele davon habe ich separat
detailliert erläutert. Nach dem Motto: Was will uns das Wasserfall-Diagramm
damit sagen?
So stelle ich mir "das große Bild" eines zukünftigen Logbuches vor. Das
detaillierte Bild enthält dann das Spektrum der jeweiligen Station mit
typischen Dingen wie z.B. Netzbrumm. Und natürlich die Audio, zum Anklicken
als Streaming.
Viel Spaß beim Lesen & nachmachen! Und wie immer: Kommentare, Kritik &
Anregungen willkommen!
http://is.gd/RCAf
73 Nils, DK8OK
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[A-DX] QS1R versus Perseus
Von: dk8ok
Betreff: AW: [A-DX] QS1R versus Perseus
Datum: 6. Juni 2009 21:25:40 MESZ
Tja, Michael - der Vergleich. Also: Phil hat mir seit ca. einem Jahr ein
Testgerät versprochen. Und das erst neulich wieder erneuert (das
Versprechen, nicht das Testgerät). Es gibt offenbar nur eines. Vielleicht
hat das schon jemand aus dieser Liste?
Kumpels: Nico hat einfach objektive Dinge einander gegenübergestellt. Ich
sehe in diesem Vergleich keinerlei Polemik. Er meinte überdies, dass er in
der QSR-1-Gruppe zensiert würde, während seine Perseus-Gruppe unzensiert
liefe. Zensur bzw. Unterdrückung von Meinungen ist ja immer ein Zeichen von
Schwäche.
Schwer allerdings wiegt ein nicht-technischer Aspekt: daß der QSR-1 weder
eine CE-, noch eine FCC-Zulassung habe. Ohne diese darf er nicht betrieben
werden, wobei allein Funkamateuren zumindest beim CE-Kennzeichen hier ein
Graubereich offensteht. Im Wesentlichen bestätigen diese Zulassungen die
Konformität mit bestimmten Vorschriften, u.a. Störstrahlung. Die
Inverkehrbringung, wie das so heißt, des QSR-1 ist also in Deutschland gar
nicht gestattet; jedenfalls ist er nicht als "Rundfunkgerät"
genehmigungstechnisch anzusprechen.
Ich bin ja immer für Neuheiten offen. Nur müssen sie auf dem Tisch stehen.
Dann hören wir weiter. Schön wäre aber auch mal ein kleiner
You-Tube-Wettstreit zwischen QSR-1 und Perseus. Ich lieferte gerne einen
kleinen abzufahrenden Empfangsplan dafür.
Jemand Lust drauf? Wäre mir ein innerer Vorbeimarsch!
73 Nils, DK8OK
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Michael Oexner
Gesendet: Saturday, June 06, 2009 6:49 PM
An: ADX Liste
Betreff: [A-DX] QS1R versus Perseus
Hallo zusammen,
hier mal
ein Vergleich des QS1R (siehe ) mit dem
Perseus - direkt aus der Feder des Perseus-Vaters Nico Palermo.
Kann nichts zur Objektivität des Vergleichs sagen, aber richtig dicke
Kumpels scheinen die beiden Herren nicht zu sein ;-)
Mal schauen ob und wie sich Phil Covington (der QS1R-Vater) dazu
äußert...
Andererseits: grau ist alle Theorie, idealerweise müßte man mal beide
Empfänger einem praktischen Vergleichstest unterziehen.
Nils???
--
vy 73 + gd DX,
Michael
[A-DX] Perseus: Monitoring, Bandanalyse und mehr
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Perseus: Monitoring, Bandanalyse und mehr
Datum: 3. Juni 2009 15:32:14 MESZ
Moin, moin - gibt's eigentlich gar nichts wirklich Neues? Wer in den
aktuellen Printmedien lange Artikel zu Empfängern liest, die sich schon vor
zehn Jahren gähnend konventionell ausnahmen, kommt zum Eindruck, der
Stillstand Einiger wäre der Stillstand Aller. Man verzeihe mir Anklänge ans
"Manifest". Und in einer anderen Zeitschrift sah ich ein
Bandbelegungsdiagramm, aufgezeichnet im 5-kHz-Raster im Suchlauf mit der
AGC-Spannung eines 30 Jahre alten EK070. Wäre es dabei nicht um die
hochoffizielle Belegungsmessung des neuerdings amateurfunk-exklusiven
Bereiches von 7.100 kHz bis 7.200 kHz gegangen - bei dem die Herren
Funkamateur ja auch gleich noch eine kleine Fingerübung ihrer immer wieder
gerne behaupteten technisch-wissenschaftlichen Exzellenz geben könnte - so
wäre das sicherlich abzuhaken gewesen. Aber, wie sagt Carlo von Thiedemann?
"Da geht noch was!"
Mit dem Perseus wurde also flugs eine Bandüberwachung installiert, die auch
qualitative Rückschlüsse erlaubt (während das Diagramm der "Bandwacht" nicht
einmal zwischen legalem Amateurfunk und ungesetzmäßigen Rundfunk oder gar
Störungen scheiden kann!). Und noch einiges mehr.
Woraus dann als weitere Idee entstand, sich einen grafischen Überblick auch
über die Kurzaufzeichnungen zur vollen Stunden (Dateien, aufgenommen mit dem
TOH-Recorder) zu verschaffen. Um aus dem Geröll zuverlässig die Nuggets
blinkern zu sehen. Da geht ja wirklich was und die Sonne auf, die ja nicht
immer ne olle Tecsun sein muss ;-)
Das Ganze habe ich mal zusammengefaßt und bebildert, man sehe:
http://web.mac.com/nils.schiffhauer/Website/H%C3%B6ren/H%C3%B6ren.html
erster Eintrag. Oder:
http://is.gd/N9CZ
73 Nils, DK8OK
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[A-DX] Video: Mit SpectraVue DX aus Perseus-WAV-File buddeln
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Video: Mit SpectraVue DX aus Perseus-WAV-File buddeln
Datum: 19. April 2009 14:28:19 MESZ
Moin, moin - mit der SpectraVue-Version 3.019 ist es möglich, auch
stundenlange WAV-Files des Perseus grafisch und mit Zeitstempel
darzustellen.
So kann man mit einem Blick sehen, wann eine Störung nachlässt, wann ein
Nachbarkanal neben einem zarten DX-Pflänzchen abschaltet und vieles andere
mehr.
Ich habe mal versucht, das in einen drei Minuten kurzen Video einigermaßen
anschaulich zu zeigen. An der Methode, die sich vorzüglich auch zur
Vermittlung anderer Zusammenhänge eignet (ja, wie AREPS funktioniert, das
mache ich, nachdem ich endlich die MiniWhip von Roelof getestet haben
werde!) wird noch gearbeitet. Hier sind auch Kritik & Empfehlungen
willkommen.
Viel Spaß: http://www.youtube.com/watch?v=DuknYq86PhM
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Bandbelegungen mit dem Perseus
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Bandbelegungen mit dem Perseus
Datum: 16. April 2009 19:47:08 MESZ
Moin, moin - bislang bietet der Perseus ja noch keine Möglichkeiten, seine
Aufzeichnungen (WAV-Dateien) nach einigen Regeln der Kunst auszuwerten. Das
aber ist jetzt Moe Wheatley mit seiner schon vom SDR-14 her bekannten
Software "SpectraVue" gelungen. Damit kann man die Bandbelegung auch über
Stunden mit einem Blick graphisch erfassen. Und schnell sehen, wann wo
welches Signal am stärksten ist, wie der Sendeplan aussieht. Die DX-Chancen
steigen damit.
Meine allerersten Erfahrungen mit dieser Software & Perseus-Dateien habe ich
mal kurz (länger hingegen war die Recherche) in einem PDF niedergeschrieben:
http://web.mac.com/nils.schiffhauer/Website/H%C3%B6ren/H%C3%B6ren.html
(erster Eintrag).
Da gibt es bestimmt noch viele andere Möglichkeiten, aber vor dem a)
regnerischen b) Wochenende wollte ich das schon in der Wolke wissen - vor
allem, um noch weitere Ideen zu sammeln.
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Noch ein paar Lese-Artikel
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Noch ein paar Lese-Artikel
Datum: 22. März 2009 15:15:06 MEZ
Moin, moin - erst die SDRs hatten ab Anfang 2006 mein vorübergehend halb
eingenicktes Interesse an der Kurzwelle wieder geweckt. Und ich meinte, dort
einiges Neues zu sehen, über das sich zu schreiben lohnte. Da das
verbleibende Personal die "funk" heruntergewirtschaftet hatte und es sie
folglich mangels Leserinteresse nicht mehr gab, ich zugleich jedoch beim
"Funkamateur" die hohe Ehre eines Schreibverbotes genieße (was auch für
Leserbriefe gilt und selbst auf Fußnoten ausgedehnt zu sein scheint),
knüpfte ich dort an, wo ich schon um 1970 meine ersten technischen
Schreibversuche unternahem: im "Kurier", heute "Radio-Kurier weltweit
hören". Daß Michael Schmitz meinen Ideen dort Exil gewährte, wird ihn bei
meiner manchmal platzgreifenden Begeisterung für Spezialthemen (je randiger,
desto ausführlicher) womöglich schon mal gereut haben. Wenn, dann hat er es
jedoch höflich verschwiegen.
Seit dem ersten Artikel über den SDR-14 im Juli 2006 sind da allerhand
Artikel als Logbuch meiner Begeisterung zusammengekommen - immer liebevoll
layoutet von Michael, wobei Christoph Ratzer manches auf unverkennbar
leckere Art auf den Titel hob.
Da von diesen Artikel vieles weiterhin Bestand hat, aber es in einer
Vereinszeitschrift schwierig greifbar ist, habe ich Michael gebeten, mir
auch hinsichtlich der Bilder gut lesbare PDFs der Artikel zur Verfügung zu
stellen, damit ich meine Website damit füttern möge.
Inzwischen ist alles "eingepflegt" - vereinzelt finden sich unter einem
Thema auch mehrere Artikel. Unten eine Liste mit den Veröffentlichungsdaten
zur ersten Information.
Auf der Website erscheinen natürlich immer nur die aktuellen (und zum Teil
noch nicht im Print veröffentlichten) Beiträge. Den Rest sieht man: wenn man
unter "Hören" anklickt "Hören - alle Themen ..." unter:
http://web.mac.com/nils.schiffhauer
Hier die derzeit komplette Themenliste:
DRM - SoDiRa „zeigt“ Ionosphäre
20.03.09
Netzbrummen - der schlechte Ton
07.03.09
Volldigital: Reuters RDR54
06.03.09
ASAPS berechnet HF-Ausbreitung
01.03.09
Neue Zeit - neue Ideen
28.02.09
Mein Empfänger: PERSEUS
22.02.09
Durchblick - a clear view
21.02.09
DRM - Zukunft oder Vergangenheit?
21.02.09
Hören, was man sieht
20.02.09
AFN Diego Garcia optimieren
20.02.09
NDB - ungerichtete Funkfeuer
19.02.09
PSK-Sounder - zeigt Schichten der Ionosphäre
01.02.09
W-Code - der Profi-Decoder
01.01.09
Baken auf 60 m: Die Drei von Insel
01.11.08
Teletron TE704C - Knibbelschalter
01.11.08
Senderfrequenzen genau bestimmen
01.09.08
Ionosonden - empfangen, Auswerten
01.08.08
DRM zeigt Ausbreitung (Dream)
01.07.08
Die richtige Abstimmung
01.06.08
HFDL - die Kurzwellentelegramme der Flieger
01.05.08
Telefunken E1500 - mit Mechanischen Filtern
01.05.08
FAX auf Kurzwelle - wie man sich ein Bild macht
01.04.08
Der Hagenuk RX-1001 bringt alles mit Schwung
01.03.08
Wie man AIR Leh empfängt
01.03.08
WWVH und WWV - treffen sich zwei Zeitzeichen
01.02.08
Im Zauber der Tropenbänder
01.01.08
ICOM ICR-9500 & andere Saurierkonzepte
01.12.07
SondeMonitor - Wetterballone Empfangen
01.10.07
NOAA - Wetterbilder umlaufender Satelliten empfangen
01.09.07
Seefunk morst weiter
01.07.07
Weltemfpänger-Testbücher - ein persönlicher Rückblick
01.06.07
Zeitzeichen - die Sender mit dem Tick
01.05.07
OK0EU - ein Bakennetz, das zur Beobachtung reizt
01.04.07
FAROS - eine Software, deren Leistung weit leuchtet!
01.02.07
VoACAP hat viele Farben
01.01.07
Kurzwellenempfang - was ist heute „Stand der Technik“?
01.12.06
CIAO-Radio - eines der ersten SDR
01.12.06
SDR-14: zeigt die ganze Kurzwelle in Echtzeit
01.07.06
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Ein kleines Kompendium
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Ein kleines Kompendium
Datum: 21. März 2009 16:51:22 MEZ
Moin, moin - kurz bevor ich die Übersicht verlor, hatte ich Michael Schmitz,
den verehrten Chefredakteur des "Radio-Kurier" der ADDX, gebeten, mir
bitteschön doch mal alle in den letzten Jahren von mir veröffentlichten
Artikel als PDF zu schicken. Sonst nichts? Doch, bitte in einer Auflösung,
dass man den Inhalt der oftmals vielen, vielen Bilder auch gut sehen/lesen
kann.
Tatsächlich unterzog Michael sich dankenswert dieser Arbeit. Und die ersten
Beiträge habe ich nun zum Download, zum Lesen und Nachmachen auf meine
Website gestellt:
http://web.mac.com/nils.schiffhauer
(Abteilung "Hören". Ja, die Abteilung "Küche" ist dabei auch gleich ein
wenig erweitert worden, wenns interessiert)
Noch sind die Kurier-Artikel nicht komplett, aber wenn ich den nächsten
Schwung einstelle, melde ich mich wieder. Hier eine Liste der Themen - unter
einigen Themen habe ich auch hier & da mehrere Artikel zusammengefasst:
DRM - SoDiRa „zeigt“ Ionosphäre
20.03.09
Netzbrummen - der schlechte Ton
07.03.09
Volldigital: Reuters RDR54
06.03.09
ASAPS berechnet HF-Ausbreitung
01.03.09
Neue Zeit - neue Ideen
28.02.09
Mein Empfänger: PERSEUS
22.02.09
Durchblick - a clear view
21.02.09
DRM - Zukunft oder Vergangenheit?
21.02.09
Hören, was man sieht
20.02.09
AFN Diego Garcia optimieren
20.02.09
NDB - ungerichtete Funkfeuer
19.02.09
W-Code - der Profi-Decoder
01.01.09
Teletron TE704C - Knibbelschalter
01.11.08
Senderfrequenzen genau bestimmen
01.09.08
Ionosonden - empfangen, Auswerten
01.08.08
DRM zeigt Ausbreitung (Dream)
01.07.08
Die richtige Abstimmung
01.06.08
HFDL - die Kurzwellentelegramme der Flieger
01.05.08
Telefunken E1500 - mit Mechanischen Filtern
01.05.08
FAX auf Kurzwelle - wie man sich ein Bild macht
01.04.08
Der Hagenuk RX-1001 bringt alles mit Schwung
01.03.08
Wie man AIR Leh empfängt
01.03.08
WWVH und WWV - treffen sich zwei Zeitzeichen
01.02.08
Im Zauber der Tropenbänder
01.01.08
ICOM ICR-9500 & andere Saurierkonzepte
01.12.07
Zeitzeichen - die Sender mit dem Tick
01.05.07
73 Nils, DK8OK
[A-DX] DRM & SoDiRa: dokumentiert Dynamik der Ionosphäre
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] AW: [A-DX] AW: [A-DX] DRM & SoDiRa: dokumentiert Dynamik der Ionosphäre
Datum: 21. März 2009 08:27:37 MEZ
Danke, Günter! Was da oberhalb von 30 MHz passiert, wäre sicherlich ebenso
interessant. Meine Erfahrung auf 6 m und also 50 MHz sagt mir, dass alles,
was richtiges DX ist (also mehr al 6.000 km) offenbar in einem
bleistiftscharfen Strahl und als ein einziges Signal auf einem einzigen Weg
kommt - Australien z.B. Außer Aurora habe ich auf 6 m bemerkenswert wenige
andere Effekte gehört, wobei - die Untersuchung an Fernsehträgern zeigt es -
Jet- und Meteorscatter zwar zahlreich zu beobachten aber nur schwierig zu
hören sind.
Bislang sehe ich da nur die Möglichkeit, Dopplereffekte an CW-Trägern zu
analysieren. Da die Frequenzen aber hoch sind und man Dopplereffekte durch
sich bewegende Ionosphäre mit Amateurmitteln schon um 4 MHz nachweisen kann
- auch verschiedene Wege plus sogar die Aufspaltung in ordentlichen und
außerordentlichen Strahl - sollten alle diese Dinge "im Prinzip" oberhalb
von 30 MHz sogar noch besser zu sehen sein. (Bevor Du jetzt einen Brief an
die KEF schreibst, daß die doch hurtig Geld für DRM+ zur Verfügung stellen
möchten ;-) )
Achja: hat jemand eine Idee, wie man auch Dream dazu bewegen kann, die
Impulse-Response-Anzeige zu speichern?
73 Nils
[A-DX] DRM & SoDiRa: dokumentiert Dynamik der Ionosphäre
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] AW: [A-DX] Re: [A-DX] DRM & SoDiRa: dokumentiert Dynamik der Ionosphäre
Datum: 21. März 2009 08:19:51 MEZ
Hallo, Matthias - bei mir laufen Draem und SoDiRa am Perseus sogar parallel.
Dream rastet immer etwas schneller ein und steigt auch später aus, wobei
SoDiRa aber im allgemeinen die um 1 bis 3 dB höheren SNR-Werte aufweist.
Nur zur Sicherheit: Die untere DRM-Kurve bei SoDiRa befindet sich bei Dir
auch im Zentrum? Die obere ist bei mir um -4 kHz versetzt. Dann in die Mitte
der unteren Anzeige klicken, und sie sollte damit justiert sein.
Dieser ganze VAC-Kram ist wirklich nicht so perfekt. Und Nico hatte ja schon
für Ende Februar versprochen, seine Software etwas DRM-gefälliger zu machen.
Vielleicht wird ja wenigstens ein Osterei draus ...
73 Nils
[A-DX] DRM & SoDiRa: dokumentiert Dynamik der Ionosphäre
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] DRM & SoDiRa: dokumentiert Dynamik der Ionosphäre
Datum: 20. März 2009 10:34:34 MEZ
Moin, moin - vor kurzem wies ich hier auf die Software SoDiRa von Bernd
Reiser hin, die in ihrer neuesten Version sogar die Dynamik der Ionosphäre
dokumentiert.
Sie nutzt dazu einen virtuellen Kanal von DRM-Sendern. Auf sehr bequeme
Weise entstehen dadurch eindrucksvolle zwei- und sogar dreidimensionale
Bilder des Verlaufes jedes Ausbreitungsweges über Zeit.
Dazu habe ich ein kleines Paper geschrieben, das den entsprechenden Umgang
mit der Software sowie einige Ergebnisse zeigt:
http://web.mac.com/nils.schiffhauer/Website/ (Hören)
Kommentare und Erfahrungen erwünscht!
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Neue Software für DRM
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Neue Software für DRM
Datum: 14. März 2009 17:32:50 MEZ
Moin, moin - Bernd Reiser hat eine neue Version seiner SoDiRa-Software zum kostenosen Download bereitgestellt:
http://www.dsp4swls.de/sodira/sodira.html
Damit lassen sich manche SDRs vom Pappradio bis zum Elektro-Receiver steuern.
Doch nicht nur das, denn die Software verfügt über leistungsstarke Demodulatoren und Decoder. Seit neuestem ist es zudem möglich, einige beim DRM-Empfang abfallende Daten grafisch über Zeit aufzubereiten. Neben jenen für DRMCalc mit dem SNR auch u.a. die Impulse Response.
DIese zeigt mit einem Blick, auf wie vielen Wegen das Signal zum Empfänger kam und wie diese zeitmäßig voneinander differieren. Das ist zwar auch mit DREAM möglich, dort jedoch nur immer für den aktuellen Augenblick. Die Darstellung über 100 Frames jedoch bietet schon ein Bild mit richtigem Durchblick: Wechsel der Hauptausbreitung, Scatter und Aufspaltung eines Strahl sind da nur Beispiele.
Die Visualisierung erfolgt über die gemeinfreie Software GNUplot, die man sich einfach auf seinen Rechner ziehen kann, die aber nicht einmal extra installiert zu werden braucht.
Bernd hat eine für den Benutzer sehr einfache Bedienung realisiert:
* man klickt einfach die Aufzeichnungsfunktion für 100 Frames an und wählt die zeitliche Auflösung zu 1 Frame (dann werden 2,8 Sekunden gezeigt), 10, 100 oder 1000 Frames.
* nach der Aufnahme doppelklickt man eine automatische angelegte PLT-Datei, deren Dateiname gleich automatisch Datum, Uhrzeit, Name des Senders und Frequenzversatz enthält
* daraufhin wird ebenfalls automatisch aus der eigentlichen Datendatei via GNUplot eine farbcodierte, zweidimensionale Grafik erstellt, die als BMP sofort zur Verfügung steht
Wenn ich "die Tage" Zeit finde, werde ich dazu ein kleines PDF machen.
Von hier aus Bernd ein herzliches Dankeschön! für seine Arbeit!
73 Nils, DK8OK
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[A-DX] DRM Empfang mit Perseus
Von: dk8ok
Betreff: AW: [A-DX] DRM Empfang mit Perseus
Datum: 10. März 2009 16:59:26 MEZ
Domnique - zuerst einmal: das Wichtigste hast Du offensichtlich bereits
geschafft - nämlich den Decoder überhaupt "ans Laufen zu kriegen".
Nun mußt Du Dich mit den spezifischen Eigenarten des DRM-Empfangs vertraut
machen, bei dem in der Tat oftmals störende Einbrüche gibt. Regelmäßig gut
ist eigentlich die abendliche Mittelwelle mit ihren DRM-Sendern, da hier
kein selektives Fading auftritt.
Also einfach mal Station für Station abklappern. Du bekommst dann ein Gefühl
dafür, was wie & wo geht.
Allerdings ist der Perseus nicht unbedingt für DRM getrimmt. Nico hat jedoch
zugesagt, in der nächsten Software-Revision hierauf etwas mehr zu achten;
offenbar durch Änderungen in der AGC. Das wollen wir dann mal sehen.
Bis dahin kann man vielleicht noch ein, zwei, drei dB herauskitzeln, indem
man die AGC abschaltet und bis knapp vor Verzerrungen (sichtbar im
NF-Spektrum von DREAM) den AF-Regler hochregelt. Aber deutlich mehr als 30
dB habe ich mit dem Perseus noch nie erhalten. Was, wie gesagt, ja anders
werden könnte.
73 Nils
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Gesendet: Dienstag, 10. März 2009 14:20
Betreff: [A-DX] DRM Empfang mit Perseus
Hallo,
wer hätte Infos/Tips bzw. Links zum DRM Empfang besonders mit Perseus ?
Meine ersten Versuche auf diesem Gebiet sind ziemlich enttäuschend, insofern
als der Empfang höchstens 10 Sekunden dauert, obwohl das Signal im
Hauptfenster gar nicht schnell aussieht.
Danke im Voraus
Dominique
Normandie, Frankreich
[A-DX] SDR RDR54: erste Eindrücke
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] SDR RDR54: erste Eindrücke
Datum: 6. März 2009 08:48:45 MEZ
Moin, moin - vor kurzem wies ich hier auf den neuen SDR RDR54 von Reuter/Dessau hin. Inzwischen konnte ich mich etwas ausführlicher mit diesem schönen Receiver beschäftigen; erster illustrierter Eindruck auf meiner Website:
http://web.mac.com/nils.schiffhauer
(siehe Thema: Hören).
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Perseus: Geniale neue Userlist!
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Perseus: Geniale neue Userlist!
Datum: 25. Februar 2009 10:55:36 MEZ
Moin, moin - Peer-Axel (DL2LBP) wie in der Perseus-Mailinglist auf eine neue Userlist.txt hin, die in Umfang und Funktionalität einfach genial ist und prachtvoll funktioniert:
fmscan.org/perseus.php
* LW, MW and SW complete (combined and modified MWLIST, Eibi, HFCC)
* strongest stations on top
* schedule times
* db values (signal strength prediction, after time column)
* medium wave offsets (exact carrier frequencies by Hz)
* programmes
* power in KW (after program name)
* transmitter locations
Data example (990 KHz):
0001 2359 037 997 Deutschlandr/100 D (de) Berlin
Explanation:
transmission times not yet in database /prediction -37 dB during dark hours / carrier frequency is 989.997 KHz / 100 kW / ITU country code D for Germany / German language (de) / Transmitter located in Berlin
Unfortunately the predefined format (Eibi style) is limited to very few characters, program names and locations are cut. Schedule times 0001*2359 indicate that times are unknown. The dB prediction refers to the time during the transmission when the signal is strongest (SW). For MW it's generally midnight local time.
Rightclick on the download link, save in Perseus folder as userlist.txt (remove php suffix !)
It usually takes one minute until the file is produced and downloaded.
The dB values work quite fine for my ALA1530S (50m RG58U) on MW for the stations <3000km here. The SW prognosis is only rough.
Data still needs to be improved. The next major data update will be around April after the start of the summer schedule, also including the TBL data (merging all these sources is quite a project).
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Störbseitigung mit Perseus: Bild&Ton
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Störbseitigung mit Perseus: Bild&Ton
Datum: 23. Februar 2009 09:04:32 MEZ
Guten Morgen, Gemeinde - nachdem ich ja groß herumgetönt hatte, wie man in Zukunft Bedienungsanleitungen & Testberichte & Hörvergleiche & etc. etwas pimpen kann ("Es kommt die Neue Zeit / Ich hör' es mächtig in den Lüften rauschen", Wighardt, 1898), nun der erste Versuch in Bild&Ton unter:
http://web.mac.com/nils.schiffhauer/Website/H%C3%B6ren/Eintr%C3%A4ge/2009/2/20_Eintrag_1_1.html
Gezeigt wird, wie man mittels Bandbreitenregelung und Notch einen sauberen Empfang von AFN Diego Garcia auf 4.319 kHz hinbekommt.
Aus Gründen der Übertragungsgeschwindigkeit ist das knapp einminütige MPEG-4-Video fürs iPhone optimiert, aber selbst Gleitsichtbrillenträger sollten alles auf den Schirm bekommen ;-)
Das war so schnell und einfach realisiert (und ist doch einigermaßen instruktiv, oder?), dass ich hoffe, diese Art der Darstellung möge zukünftiger Standard bei Bedienungsanleitungen und Testberichten werden.
Als nächster Schritt wäre jetzt eine ganze Video-Galerie denkbar, wie man Dies&Das mit dem Perseus realisiert - selbst ein SDR-14 ist willkommen ...
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Digitaldecoder im "Funkamateur"
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Digitaldecoder im "Funkamateur"
Datum: 22. Februar 2009 12:47:53 MEZ
Moin, moin - die gute Nachricht: im März-"Funkamateur" stehen zwei Seiten über den Kostenlos-Decoder Sigmira, auf den ich in dieser Liste mal hinwies: http://saharlow.com/technology/sigmira/index.htm (bitte sehr, gerne geschehen!)
Die schlechte: ausprobiert wurde er mit einem nicht-CE-zertifizierten Receiver, und auch das offenbar nur oberflächlich. Denn ich hätte gerne mal decodiertes STANAG aus "Wildfang" gesehen (z.B. FUJ Noumea, statt Tahiti aus der Konserve) und auch, wie sich dabei der Phasenzeiger verhält.
Und es soll eher demütig klingen, denn arrogant: ich kam bis hin zur Version 1.7 mit der Software nicht klar. So habe ich gerade wieder versucht, wenigstens sowas Einfaches wie die Französische Marine Brest auf 6.348 kHz mit Sigmira zu decodieren, was damit trotz bekannter Randdaten (600L 5N12 ITA2, noch so Stolpersteine!) nicht gelang, während W-CL und SkySweep das parallel&mühelos mitschrieben. Dass z.B. Bert van Rij das mit Sigmira kann (UDXF-List), ist da für mich kein Trost. Aber auch PSK31 (nur eine einzige Station decodiert die Software) und selbst RTTY mit 45,45 Baud erwiesen sich selbst gegenüber Freeware als höchst mühsam.
Es mag ja sein, dass ich mit den Jahren etwas anspruchsvoll geworden bin, aber von einem immerhin zweiseitigen "Test" erwarte ich mir schon:
* die nachvollziehbare, handfeste Inaugenscheinnahme des Produktes unter Praxisbedingungen
* eine wertende Einordnung in die Phalanx ähnlicher Produkte hinsichtlich Bedienbarkeit und Performance
Wenn das geleistet ist, sind mir auch historische und statistische Informationen etc. willkommen und ein Hinweis auf die "Bandwacht", der ich solche Signale melden mag, wenn diese in Exklusiv-Amateurfunkbändern auftauchen. Doch dazu wiederum ist die Decodierung nicht nur unnötig (weil: wenn man dort nachschaut, wird der Sender fast immer durch Peilung und nicht durch ID ermittelt), sondern stellt zudem nach langjähriger Auffassung deutscher Behörden sogar einen Verstoß gegen das Telekommunikationsgesetz dar.
73 Nils, DK8OK
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[A-DX] Wasserfalldiagramm, das sogenannte
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Wasserfalldiagramm, das sogenannte
Datum: 13. Februar 2009 11:13:17 MEZ
Liebe Leute - Klaus Spielvogel brachte mich dankenswerterweise darauf, mal etwas über das "Wasserfalldiagramm" zu schreiben. Also: Wie es funktioniert, was man damit machen kann usw.
Ich dachte erst, dass das eigentlich jedem klar sei ("common knowledge"), entdeckte dann aber bei der näheren Beschäftigung damit "selbst für mich" Neues.
Wiederum möchte ich die Schwarmintelligenz dieser Liste nutzen (hoffentlich ist sie nicht sämtlich ausgeschwärmt), um Kritik & Kommentare einzufahren. Wer sich der Mühe einer kritischen Lektüre unterziehen möchte, schaue sich bitte das PDF an unter:
http://public.me.com/nils.schiffhauer
Ordner: Perseus/PDFs/Sonagramm.pdf
Drei Bilder fehlen dort noch, aber auch so sinds schon 25 geworden. Viel Spaß!
73 Nils, DK8OK
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[A-DX] Perseus: Cheek-to-cheek Vergleiche - Wo ?
Von: dk8ok
Betreff: AW: [A-DX] Perseus: Cheek-to-cheek Vergleiche - Wo ?
Datum: 13. Februar 2009 08:37:46 MEZ
Meine Lieben - "die großen Tester" gibt es ja nicht. Als einzige
kommerzielle Zeitschrift, die über diese Dinge berichtet, ist der
"Funkamateur" übrig geblieben, für den unser verehrtes Listenmitglied Harald
die Tests schreibt. An ihn wäre die Bitte zu richten, er hat die Geräte ja
da bzw. kann sie sich leihweise beschaffen. Seine Leser entlohnen seine
Arbeit. (Mir steht dieses "Fachmagazin" als Autor nicht mehr offen, die
Leser der F.A.Z. aber wiederum haben an delikaten Vergleichstest nicht so
das ganz große Interesse - sie sind, und das allerdings in erstaunlicher
Zahl, nur am Konzept und an den Leistungen interessiert.)
Alle anderen großen wie kleinen Tester machen das freiwillig, aus Interesse,
aus Neugierde, aus Jux und Dollerei. Auch in dieser formidablen Liste hat es
immer wieder Vergleiche gegeben. Dunkel erinnere ich mich, wie jemand mit
dem IC-R9500 Schlitten fuhr. Oder wie sechs Ohren zwischen E1700, AR7030 und
Perseus hin- und herschalteten. Und über die Ergebnisse auch berichteten.
Es bleibt ja jedem unbenommen, die gewünschten Tests selbst durchzuführen
bzw. die in der Tat etwas verstreut liegenden Informationen
zusammenzutragen. Das eben ist auch eine Seite des Web 2.0: es gibt kein
direktes Leitmedium mehr, das in im- oder expliziter Weise verantwortlich
wäre für eine irgendwie objektive oder/und enzyklopädische
Berichterstattung. Wenn man den "Funkamateur" mal beiseite nimmt, aber man
erspare mir zu diesem Organ des amateurfunkhaften Konservatismus einen
weiteren Kommentar (s. "Saurierkonzepte").
Ich denke, auch durch Christophs Vergleiche, aber auch durch andere
Veröffentlichungen ist alles über den Perseus und seine Stellung gesagt. Web
2.0 ist eine Mitmach-Sache. Erwin - pack' an!
73 Nils, DK8OK
Betreff: AW: [A-DX] Perseus: Cheek-to-cheek Vergleiche - Wo ?
Betreff: [A-DX] Perseus: Cheek-to-cheek Vergleiche - Wo ?
Hallo in die Runde,
Trotz gründlichen Suchens konnte ich keine Tests finden, wo der Perseus
mit
führenden Empfängern wie dem IC-R9500 bzw. E1800, HF1000, AOR7030 ...
"cheek
to cheek" verglichen wurde, etwas wie bei Christophs Empfängervergleichen
http://www.ratzer.at/audio/4820_EK890_9500_HF1000A.mp3
Kann einer aus der Runde mir einen Link raten ?
Danke im Voraus
Dominique
Normandie/Frankreich
[A-DX] Perseus, SSB und "uns Stefan"
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Perseus, SSB und "uns Stefan"
Datum: 1. Februar 2009 10:05:03 MEZ
Moin, moin - verschiedentlich bin ich gefragt worden, wo denn eigentlich Stefan Brockmann abgeblieben ist, das Perseus-Gesicht bei SSB Electronic; der Mann, der auch noch in aussichtslosen Fragen Rat wußte.
Er und der neue SSB-Chef hatten unterschiedliche Auffassungen darüber, wie man das Thema "SDR" im Unternehmen behandelt, und so verließ er Ende Dezember SSB. Schade, ausgesprochen schade. Aber kein Willkomm' ohne Abschied, oder: "The future is not ours / to see" (aus dem Hitchcock: "Der Mann, der zuviel wußte", wie passend!).
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Klingenfuss' Utility-Station als Perseus userlist.txt
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Klingenfuss' Utility-Station als Perseus userlist.txt
Datum: 13. Januar 2009 16:51:11 MEZ
Moin, moin - Jörg Klingenfuss hat nun den Frequenzlistenbestand seines "Guide to Utility Radio Stations" so eingerichtet, dass er unter "user" im entsprechenden Memory-Fenster des Perseus passend auftaucht. Funktioniert klasse und ist für Utility-DXer eine echte Hilfe!
Mehr unter: http://www.klingenfuss.org/perseus.htm
73 Nils, DK8OK
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[A-DX] Perseus - wie weiter?
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Perseus - wie weiter?
Datum: 2. Januar 2009 09:53:00 MEZ
Moin, moin - was Steve Ballmer mit Zune passierte (die ja wohl auch heute
immer noch nicht funktionieren, kommt hinzu DRM als diesesmal Digitale
Rechte-Minderung), ist also nun auch Nico unterlaufen, der das zügigst
reparierte, falls man auf die prinzipiell zwei Möglichkeiten des workarounds
(Version 1.1 oder Datumschieberei) nicht von selbst kam.
Wer den Perseus kaufte, hat das wohl (?) mit Version .31 oder 1.1 getan.
Alles andere lief dann kostenlos "on the top". Das ist also in etwa so, als
ob man den IC-R9500 kaufte und dann vierteljährlich ein Roofing-Filter
kostenlos in der Post liegen hätte.
Nico hat einiges getan - und der Erfolg des Perseus schuf dafür die
ökonomische Grundlage - sein eigenes Unternehmen Microtelecom auf etwas
breitere Basis zu stellen. Dazu gehört auch eine Beratungstätigkeit für
andere Unternehmen; AOR ist nur eines davon.
Wenn ich Nico recht verstanden habe, so hält er die Hardware des Perseus als
a) Kurzwellen- und b) Receiver in diesem Preisrahmen fürs erste weitgehend
ausgeknautscht. Wer den Perseus an halbwegs guten Antennen einsetzt, kann
das (wir bewegen uns in einer Preisklasse unter 900 Euro) sicherlich
bestätigen.
Hinsichtlich weiterer Produkte (Empfangsbereich, Sendemöglichkeit ...) hat
Nico ebenso viele Ideen wie für Software für den Hardware-Perseus. Und es
beschämt mich immer wieder, wenn ich ihm - in persönlichen Mails, freilich -
dieses oder jenes Problem unterbreite und aus meiner Froschperspektive dazu
eine meiner Ansicht nach funktionierende Lösung aufzeige ("Mach' das mal so,
Alter, issja ganz einfach ...") - wie er da qualitativ gleich ganz anders
und größer denkt. Sein unbedingter Wille ist da, diese Dinge auch in Code zu
gießen. Mir scheint jedoch, dass er noch über ein Geschäftsmodell nachdenkt,
diese Entwicklungen auch zu finanzieren.
Insofern bin ich einigermaßen zuversichtlich, dass Nico seinen Vorsprung
auch in diesem Jahr noch ausbauen wird. Den nächsten Mögel-Dellinger-Effekt
über sollte man nochmal zur Geschichte vom Kleinen Häwelmann greifen, der
"Mehr, mehr!" ruft. Oder zum Märchen vom Fischer un siin Fru. Da sieht man,
wie das mit dem Papstsein wird. Perseus-Besitzer aber sind ja immerhin schon
kleine Könige. Hübsch, wie man sich an diesen Zustand gewöhnen kann.
Soziologen übrigens bestätigen das (Glückforschung, ist jetzt das Thema),
dass sich selbst nach einem Lottogewinn das subjektive Empfinden sich nach
etwa einem Jahr wieder als Art Konstante einstellt.
Mir scheint, dass die kreativen&produktiven Möglichkeiten, die der Perseus
schon jetzt bietet, noch gar nicht ausgenutzt sind.
Die Mechanikempfängerbesitzer sollten sich nicht zu früh die Hände reiben.
Denn auch ihnen können die Geräte unter der Hand wegbröseln. Zahnriemen für
einen EK56 oder prellende Tasten beim AR-7030 bilden da nur Beispiele für
Pfennigprodukte, die dennoch nicht in Gold aufzuwiegen sind.
73 Nils, der tatsächlich noch zwei, drei Wünsche an das Gerät hat ...
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Diese Mail wurde ueber die A-DX Mailing-Liste gesendet.
Admin: Christoph Ratzer, OE2CRM http://www.ratzer.at
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Tut mir leid, wenn ich dir u. den anderen Freunden dumm vorkomme, aber ich hätte gerne eine Erklärung über die sog. Dopplerspuren von Flugzeugen.
Anscheinend weiβ du besser Bescheid als ich (bzw. wir ?).
Dominique
Normandie, Frankreich
Domnique - danke für Deine Mail. Und ich hoffe, bald wieder mal "Kamelle schmeißen" zu können, dass dieses also nicht meine letztes Bonbon gewesen sein mag ...
Dopplerspuren:
Das Signal eines Sender wird an einem Flugzeug reflektiert. Damit funktioniert dieses Flugzeug als (Sekundär-)Sender. Nun bewegt es sich. Und damit verändert sich für uns die Frequenz. Das ist wie mit diesem berühmten Feuerwehrauto, der mit hohem Ton auf einen zukommt, der dann beim Vorbeifahren tiefer wird. Du wirst das heute Nacht hören können, wenn die Lichtlein zu tief gebrannt sind.
Das heißt also: Die reflektierte Frequenz unterscheidet sich von der, die wir direkt vom Träger bekommen.
Fliegt es in unsere Richtung, erhalten wir ein Reflektionssignal oberhalb des Trägers. Und umgekehrt. Die Kurvenform ist eine Abbildung der Flugroute.
Je größer die Geschwindigkeit des Flugzeuges, desto größer die Veränderung. Und je höher die Sendefrequenz, desto ebenfalls weiter weg ist die reflektierte Frequenz von der ursprünglichen Sendefrequenz.
Und - da die Metallhaut des Flugzeuges als "Antenne" wirkt - ist dessen Abstrahlung natürlich auch dann am größten, wenn es sich in Resonanz befindet.
Das macht deutlich, warum auf tiefen Frequenzen eine hohe Empfindlichkeit benötigt wird und eine hohe Frequenzauflösung.
Das ist sozusagen die einfache und prinzipielle Erklärung. Geht man der Sache mathematisch nach, so muss man das Dreieck Sender, Flugzeug und Empfänger in Formeln packen, wobei schon vorher ersichtlich ist, dass es sich bei den Frequenzabweichungen nicht um die Absolutgeschwindigkeit ("Tacho") des Flugzeugs handelt, sondern um seine relative Geschwindigkeit.
Roland Brüstle hat das schön übersichtlich dargestellt:
http://www.darc.de/b31/Doppler/Doku/Doku.htm
Dort findet sich auch eine Excel-Tabelle zum Selberrechnen.
Übrigens führen auch Meteoriten (genauer: die von ihnen beim Fallen in etwa 80 km Höhe ionisierten "Luft"kanäle) zu ganz charakteristischen Dopplerspuren: die Kanäle verwehen mit z.T. 400 km/h, was wiederum zum Dopplereffekt führt.
Die Weihnachtstages sindj a direkt dazu angetan, sich in diesen Kram zu vertiefen ;-)
Moin, moin - wer Lust hat, mal Urumchi 1.521 kHz um 12:00 UTC und um 14:00
UTC zu vergleichen, für den habe ich zwei Audioclips hinterlegt:
http://public.me.com/nils.schiffhauer
Ordner: Perseus/Urumchi 1521
Die JPEG-Datei enthält ein kleines Bonbon und zeigt das Ein- oder Umschalten
des Senders/der Antenne gegen 11:59:30 mit typischer "Spitze". Zudem sind
Dopplerspuren von Flugzeugen zu sehen - das erste Mal, dass ich sowas auf
Mittelwelle beschauen konnte.
73 Nils
[A-DX] Neue Perseus-Software
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Neue Perseus-Software
Datum: 24. Dezember 2008 09:00:40 MEZ
Nico hat schon mal ein Softwarepäckchen unter den Tannenbaum gelegt: die
Version Perseus 21c.
In erster Linie enthält sie 6 Speichergruppen für je 100 Speicherplätze, die
außer Frequenz, Betriebsart und Bandbreite (!), Zeit & Datum auch den
eingegebenen Namen speichern. Insbesondere die Speicherung der Bandbreite
geht über das hinaus, was mit externer Software auf CI-V-Basis überhaupt
möglich ist.
Des weiteren stehen Dinge wie AGC-Anstiegszeit und AGC-Schwelle sowie die
Einstellung der BFO-Frequenz (vorher fix 600 Hz) und weitere Dinge
menügesteuert zur Verfügung:
http://microtelecom.it/perseus/Perseusv21c.zip
73 Nils
[A-DX] Perseus & Vista Business ...
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Perseus & Vista Business ...
Datum: 21. Dezember 2008 15:11:57 MEZ
...laufen bei mir prachtvoll. Nur den Perseus Record Scheduler, den habe ich
noch nicht ans Laufen gekriegt, obwohl ich seine Funktionen schon gerne
hätte ... Mal sehen, was die für den 24.12. angekündigte
Weihnachtspräsentversion der Perseus-Software noch alles so hergibt.
Aber so manches läuft mit Windows Mistda (Business) dann doch nicht. Gut
z.B., dass Stephan mich mit seinem Pappradio ans Händchen nahm, aber warum
SpectraPlus bei jedem Start eine neue Registrierung verlangt, hat mir nicht
einmal sein Entwickler verraten können.
DRM & Dream & DRMDisco (incl. Steuerung) laufen.
PC-HFDL läuft nicht.
TOH Recorder & FrequencyControl & Willis Listen laufen.
Scattergram läuft nicht.
SpectrumLab läuft, SBSpectrum gleichfalls.
VisualRadio läuft.
Ergo4 hcöhst zufällig & wacklig; wir aber warten ja ohnehin auf Ergo5.
WInrad läuft.
PSKSounder und WSPR laufen, desgleichen Ham Radio Deluxe.
Nicht, dass das alles die reinste Freude wäre, aber irgendwie scheints dann
doch zu gehen.
73 Nils
Nachtrag:
Hier muß man deutlich zwischen der 32bit und der 64bit Version von Vista
unterscheiden:
Mit der 32bit Version von Vista läuft alles so wie es Nils bereits
beschrieben hat. Aber für die 64bit Version von Vista gibt es zur Zeit
noch keine USB-Treiber für den Perseus und deshalb geht nichts!
--
73
Hartmut
[A-DX] Test Perseus in QST
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Test Perseus in QST
Datum: 28. November 2008 17:58:06 MEZ
Moin, moin - die US-amerikanische Amateurfunkzeitschrift QST hat in ihrer
Dezember-Ausgabe den Perseus getestet. Mit einigem Recht ist dieser Test -
der eher einer auf die SDR_Kenntnisse seines Autors als einer der
Eigenschaft des Receivers war - in die Kritik gekommen.
Prof. Dr.-Ing. Wolf-Henning Rech (DF9IC) drückte das so aus:
I just had a look into the PERSEUS review in QST 12/2008 a friend of
mine gave me to read.
What a nonsense!
"It is worth noting that the Perseus is not confined to a Windows
evironment. (...) If Linux is your pleasure, Microtelecom encourages
you to try the popular Linrad application..." - OK, this is simply a
misunderstanding how Linrad supports PERSEUS. But the review author
should not blame Nico for his own mistake.
Looking on the measurements, I doubt very seriously their measured
gain compression values. Either the ADC is overdriven or not. This
does happen around 124 dB @ 500Hz BW typically. No idea why and how
ARRL lab measures something different.
I just repeated one of their measurements here in my home lab -
Blocking gain compression 14 MHz preamp off in 20 / 5 / 2 kHz spacing
at 500 Hz BW
ARRL 117/105/99 dB
DF9IC 124/124/124 dB
There is just no gain compression at all as long as the ADC is not
overdriven - as expected.
The bizarre story continues with their IP measurements. Most of us
know that IP has no meaning for direct sampling receivers like
PERSEUS which is reflected well in the fact that the ARRL values
change by 25 dB depending on the intermodulating signal level. The
dynamic range is evaluated at MDS level which is useful. Well, so
far. But if you look into the "Key Measurements Summary" the
indicated IMDR and the IP values stem from largely different signal
levels, and do not correspond to each other.
A dummy reader (maybe 90% of all) who is just refering to this "Key
Measurements Summary" gets a lot of useless and partially wrong
information. If you compare the K3 review (January 2009) to the
PERSEUS review based on this summary you may think the K3's close-in
blocking performance is by far superior because the numbers are 25-35
dB higher. No, these figures just do not include reciprocal mixing
which is the dominating mechanism in close-in blocking performance in
any modern (post-70s) RX - if they did include it the PERSEUS would
be superior to the K3.
Are these people in the ARRL lab and the editors such dummies or are
they biased?
73 Henning
Tja, Dummbaxen oder parteiisch? Man weiß es nicht.
Ich hatte die schon zweite und überarbeitete Version (!) des
QST-Manuskriptes in den Händen und habe den Autor auf so manche Dinge
hingewiesen, wofür er sich aber nur lapidar und "irgendwie
amerikanisch-freundlich" bedankte.
Am Ende muß man froh sein, dass er seine Unkenntnis über Theorie & Praxis
der SDRs nicht gänzlich am Perseus ausließ.
73: Nils
--
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Diese Mail wurde ueber die A-DX Mailing-Liste gesendet.
Admin: Christoph Ratzer, OE2CRM http://www.ratzer.at
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[A-DX] MW: Das ganze Band oder: Danaer ante portas
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] MW: Das ganze Band oder: Danaer ante portas
Datum: 4. November 2008 21:32:48 MEZ
Moin, moin - gerade höre ich KFBK Sacramento, 1.530 kHz. Und andere Sachen,
die sich auf einer DVD befinden, die Guy Atkins mir freundlicherweise von
einer Grayland-DX-Expedition verehrte. Eine Art von Danaer-Geschenk, denn
jetzt klicke ich die gesamte Mittelwelle mit dem Perseus durch und kann mich
(in meinem Alter!) a) kaum wieder einkriegen und b) kaum wieder lösen unter
den Kopfhörer, die mich wie live inmitten Washington State versetzen. Obwohl
ich (noch?) kein MW-Spezi bin, finde ich es aber faszinierend, die
Unmittelbarkeit des Rundfunkempfangs viel stärker zu erleben als z.B. bei
Besuchen in Redmond mit dem Kleinsuper im Hotel. Und staune auch über die
ethnische Vielfalt der dortigen Programme. Nein, Fiji oder Kiribati habe ich
noch nicht rausgebuddelt, wohl aber jede Menge China & auch Japan.
Da habe ich schon in den ersten Stunden des Zu-Hörens ne Menge über
Aussprache von Rufzeichen, Slogans, und Orten gelernt. Und auch spüren
müssen, dass ein Dreh durchs Band zur vollen Stunde recht häufig die
erbrechenswerten Fox-News führt.
Ich glaube, 2009 wird das Jahr einer Neudefinition des DXens werden. SDRs
werden das Hobby auch von Ort & Zeit entkoppeln. Und wer nicht glaubt, es
sei kein DX, drei, vier IDs aus einen Graveyard-Channel herauszufummeln, der
sollte es wenigstens mal probieren.
Mich jedenfalls begeistern die neuen Möglichkeiten ziemlich, auch, weil sie
ja durchaus via Internet fernbediente Receiver mit guter Antenne am
störärmeren Rand des eigenen Wohnortes einschließen.
73 Nils
Wer mal sehen will, was bei SDRs sonst noch so läuft, der siehe sich mal das
Filmchen an unter:
http://groups.yahoo.com/group/qs1r/files/Video/3D_Waterfall_Test.wmv
Hier präsentiert sich ein Bereich als 3D-Wasserfall, bei dem man dank der
breitbandigen Signale sehr schön unterschiedliche Fadingverläufe auch in
ihrer Dynamik (erinnert an Rauchsäulen) sehen kann. Der dazugehörige QSR-1
hat meines Wissens aber noch kein CE-Kennzeichen, ist in Deutschland noch
nicht erhältlich, und seine Vorselektion ist auch noch erst in Arbeit.
Aber es zeigt sich: 2009 wird hinsichtlich SDRs und neuer Möglichkeiten
nochmals spannender als die letzten zwölöf Monate!
73 Nils
[A-DX] Automatisch aufnehmen mit Perseus
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Automatisch aufnehmen mit Perseus
Datum: 19. Oktober 2008 12:25:26 MESZ
Moin, moin - vor kurzem fragte jemand, wie er denn die Wallauer-Software
richtig bedienen möge. Der Software-Autor wies in der Perseus-Newsgroup
nochmals auf die Com-Schnittstelle und auf das .Net-Framework hin:
maybe there is something wrong with your .NET Installation. Try to
reinstall .NET Framework
3.5 maybe this will fix your problem. I think you only have to install
.NET Framework 3.5 and
com0com to use Alessio Miani´s PRS.
Damit sollte es dann perfekt / so wie auch bei mir/ funktionieren. Man kann
da beliebige Hörfahrplane nach Datum, Start- und Stoppzeit, Mittenfrequenz
und Bandbreite listenmäßig eintragen ("Programmieren" wäre übertrieben, es
ist wirklich sehr einfach) und die verschiedenen Perseus-WAV-Files dann
einzeln einsammeln & abgrasen. Absolut genial und macht aus dem Perseus ein
perfektes Werkzeug.
Achja, die Perseus-Software will beim Abspielen immer die Perseus-DLL sehen,
die nur mit dem Perseus ausgeliefert wird. Strenggenommen läuft das
Abspielen von WAV-Files unter der Perseus-Software nur auf solchen PCs, die
schon mal einen Perseus "gesehen" haben. Aber, so hörte ich jedenfalls
beiläufig, hat sich die DLL ja inzwischen ein wenig selbstständig gemacht,
hat Beine bekommen und ist dem Urheberrecht davongelaufen ... Somit könnte
bei bösen Buben dann also auch mit der Perseus-Software das gehen, was
vorher ohnehin schon (etwas eingeschränkter) mit der Winrad-Software ging.
Hier die anderen URLs:
http://www.frequency-control.de/
http://www.winrad.org/
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Perseus: Das hört man in Norwegen
Von: dk8ok
Betreff: [A-DX] Perseus: Das hört man in Norwegen
Datum: 19. Oktober 2008 11:32:27 MESZ
Ja, und Kiribati zählt da ja zu den regelmäßig einsprechenden Besuchern.
"Hinter den Kulissen" geht es gerade um die DX-ethisch heikle Frage, wie man
denn ganze MW-Bänder (nicht nur aus Norwegen) auch für andere DXer verfügbar
macht; Perseus-Eigentümer wie -Besitzer, bis auf Weiteres. So unter dem
Motto: "Hol Dir die DXpeditions auf den Schreibtisch!" Noch im Oktober werde
ich da mal über erste Ergebnisse berichten können und auch darüber, ob
Transpazifik-DX aus der Konserve denn wirklich "quite thrilling" ist.
Paradigmenwechsel ist jetzt das Thema. Mal sehen, wann das denn zum
Mainstream wird.
73 Nils, DK8OK
...noch kurz zu den Uhren:
* Eine DCF-Uhr ist ja oft ausreichend. Es gibt aber auch welche
(DCF-gesteuerte Armbanduhren, z.B.), die synchronisieren sich nur einmal
täglich. Das kann dann zwei, drei Sekunden Abweichung bedeuten.
* Lässt man die PC-Uhr via Internet durch Server stellen, so bleibt meiner
Erfahrung nach die Sekunde immer exakt (das heißt: die Verzögerungen
übersteigen keine 500 Millisekunden).
* Läßt man die Uhr via eigenem Receiver stellen (z.B: via
http://www.coaa.co.uk/radioclock.htm) so sind auch die Laufzeiten im
Receiver mit zu berücksichtigen - die allerdings selbst bei SDRs unter
dieser 500-Millisekunden-Schwelle bleiben.
* Wer es noch genauer braucht und z.B. gerade diese Effekte messen will, der
bezieht sich auf GPS. Natürlich nicht auf den NMEA-Code (da wäre wenig
gewonnen), sondern auf den 1PPS. Damit lassen sich dann auch absolute (und
nicht nur: relative) Ausbreitungszeiten messen.
Eine eigene "Atomuhr" (Caesium- und Rubidium-Standards sind ja preiswert
gebraucht zu erstehen) braucht man nicht.
Die Hobby-Receiver/Transceiver der kommenden Generation werden
selbstverständlich auf GPS-Synchronisation vorbereitet sein, denn so steht
vor allem ein Frequenzstandard zur Verfügung. Im darauf folgenden Schritt -
Funkamateure sind ja konservativ - werden vielleicht dann auch digitale
Übertragungsverfahren absolut GPS-zeitsynchronisiert. Das könnte noch ein
paar Dezibel bringen.
Warum einfach, wenns auch kompliziert geht.
73 Nils
Ja, ja, der Träger-Gucker wieder.
Aber es ist schon ganz hübsch, ORTB Parakou auf 5.025 kHz bis nach 08:00 UTC
zu "sehen", etwa 2,5 Stunden nach Sonnenaufgang in Benin!
Gestern staunte ich dann wirklich, als ich 5.240 Lhasa schaute: am
Sendestandort 29N39/91E15 (s. Google Earth) war gestern um 11:43 UTC
Sonnenuntergang. Zehn Minuten später konnte ich hier den Träger eindeutig
nachweisen. Die Strecke liegt im Hellen.
Receiver ist der Perseus, hier mit 0,03 Hz Auflösung, was gegenüber einem
Hörfilter von 3 kHz die zusätzliche Kraft von 50 dB bedeutet.
Heute habe ich mir mal ABC Katherine 2.485 nach gestern gutem Höremfpang
gegen 16:00 UTC "rein trägermäßig" vorgenommen. Mal sehen, was da an meiner
41 m langen Windom bei rumkommt ...
73 Nils
Moin, moin - mal wieder habe ich mich am Träger-DXen versucht, mit
interessanten Ergebnissen, siehe Screenshots unter:
http://public.me.com/nils.schiffhauer
Ordner PERSEUS (Unterordner: Screenshots):
* “1566” zeigt die Situation auf 1.566 kHz gegen 21:30 UTC und die Träger
von vier Stationen; womöglich ists Korea (Marker 4), der zwischendurch
abschaltet.
* “Rebelde Parakou” zeigt heute morgen 5.025 kHz Rebelde/Cuba mit
linealgradem Träger, während Parakou/Benin sich darunter in typischer Weise
schlängelt (Regelschleife seines Oszillators, etwa 8 Hz, siehe Marker 1/2).
* Reduziert man die Geschwindigkeit der Aufzeichnung, so erhält man das Bild
“Rebelde Parakou fout”. Rebelde ist selbst am oberen Ende der Aufnahme um 10
Uhr UTC noch nicht verschwunden, während Parakou schon weit vorher in die
Grasnarbe beißt.
Mit Zeitstempel und über einen längeren Zeitraum speicherbar, wäre dieses
Werkzeug noch etwas schärfer. Unendlich sind die Wünsche des Menschen ...
73 Nils (der als nächstes dann mal von der gestrigen CKZN-Aufnahme auf 6.160
kHz mit unterschiedlichen Demodulatoren erstellte MP3-Files machen will; was
noch etwas braucht)
[A-DX] Perseus: 1,6 MHz mit kleinem Computer
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: 1,6 MHz mit kleinem Computer
Datum: 27. September 2008 17:54:06 MESZ
Ist, ja so ein Wiedergänger, der Perseus. Ein Jahr auf dem Markt, und immer
noch spannend. Stefan Brockmann hat jetzt die neue 11C-Software auf einen
jungfräulichen Laptop mit INTEL Atom-CPU gespielt und fand heraus, daß
selbst der 1.600 kHz einwandfrei wiedergeben kann - bei 65% Prozessorlast.
73 Nils
[A-DX] Perseus: Neue Möglichkeiten
Screenshot: "Ethiopia"
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus: Neue Möglichkeiten
Datum: 27. September 2008 10:16:22 MESZ
Guten Morgen, allerseits - noch ist die neue Perseus-Software zwar nicht
öffentlich raus, aber ich habe schon mal zwei Screenshots unter:
http://public.me.com/nils.schiffhauer
in den Ordner PERSEUS (Unterordner: Screenshots) gestellt:
Die Datei OK0EU zeigt vier der OK0EU-Sender (1 W, 4 Hz Abstand, siehe:
http://ok0eu.fud.cz/), die mit der neuen Perseus-Sichtweite von 24 Hz bei
0,03 Hz Auflösung dargestellt wurden und an denen trefflich sowohl
Ionosphären-Doppler, als auch das je nach Station unterschiedliche f/out
abzulesen ist.
Diese hohe Auflösung kann auch z.B. auf Mittelwelle verwendet werden, um
festzustellen, wieviele Sender wirklich auf einer Nominalfrequenz sind.
Unter Umständen kann dann sogar eine "Identifizierung aufgrund von Indizien"
erfolgen, wenn das Muster der Oszillator-Regelschleife beim Sender bekannt
ist. Auf diese Weise gelang G4ZFQ sogar der Nachweis des Empfanges von Perth
auf 1.620 kHz in Großbritannien:
http://homepages.wightcable.net/~g4zfq/greyteq.htm
Die Datei "Ethiopia" zeigt bei ca. 1 Hz Auflösung den Frequenzgang von Radio
Ehtiopia innerhalb von ca. zwei Minuten, wie er gegenüber IRIB 5990 kHz
heftig wandert.
Der Receiver wurde vorher (leider) nicht genau an DCF77 abgeglichen, zeigt
aber somit wenigstens seine relative Frequenzstabilität.
Es hat sich also mehr getan (und dann hat's "Zoom" gemacht, zum Beispiel),
als dass Nico den Sicht- und Aufnahmebereich "nur" auf 1,6 MHz aufgebohrt
hat - wobei die Aufnahme dann auf 16 bit reduziert wurde, um Speicherplatz
zu sparen. Im Perseus-Unterordner "Audioclips" findet sich ein daraus
entnommenes MP3-File von 4.940 kHz, VoA Sao Tomé. Es zeigt sich wohl, dass
es auch mit 16 Bit recht proper geht.
Nico will seine Software in den nächsten Tagen freigeben. Ob dann die bis zu
1,6 MHz breiten WAV-Files wirklich an jedem PC abspielbar sind oder nur an
jenen, an die wenigstens einmal ein Perseus angeschlossen war (intellectual
property ist jetzt das Stichwort), wird sich weisen.
Viel Spaß, noch: Nils
[A-DX] DSP-Filter bei Direct Sampling Receivern + Energiebedarf
Von: nils.schiffhauer
Betreff: Re: [A-DX] DSP-Filter bei Direct Sampling Receivern + Energiebedarf
Datum: 23. September 2008 16:13:54 MESZ
Am 23.09.08 15:39 schrieb "Olaf Biese"
Hallo Nils, hallo Liste,
habe gerade im Perseus-Tagebuch etwas vom AM-Rejection Filter gelesen, es
aber noch nicht ausgetestet. Eine solche Idee (Nutzung der Korrelation
zwischen den Seitenbändern) habe ich schon mal einem funkinteressierten
Arbeitskollegen vor einiger Weile geschildert, nun ists von Nico Palermo
schon eingebaut, klasse, sowas geht eben nur per Software "nachzurüsten".
Weitere Möglichkeiten, die Daten des Perseus auf digitaler HF-Ebene zu
nutzen sind dementsprechend auch Unterdrükung von heimischen Störern, hier
hängt das Maß der Unterdrückung natürlich auch vom Maß der Korrelation
eines Störsignals (isoliert aus einem Bandsegment ohne das Wunschsignal) zu
dem im Wunschsignal enthaltenen Anteil des Störsignals ab.
An dieser Stelle herzlichen Dank, Nils, für Deine ständigen Berichte über
die Perseus-Neuheiten.
Eine Idee für ein "Wischer-Ausblendfilter" für AM-Wunschsignale wäre
folgende:
Eine Art digitales Trackingfilter erfaßt die Frequenzbewegung des Wischers,
das AM-Seitenband welches gerade nicht vom Wischer überfahren wird, wird
demoduliert, es findet also ein (automatisches) "Umschalten" der
Seitenbänder statt. Sofern die Seitenbänder nicht allzu unterschiedliche
Signalqualität bieten, läßt sich das wohl einigermaßen akustisch angenehm
realisieren.
Vielleicht schaffts Nico ja, so etwas zu relisieren.
Ich selbst hatte mir vorgenommen, mich an einem AMRejection - Filter zu
versuchen, weiter als das Einlesen der Perseus-Daten und Berechnen einer FFT
bin ich aber mangels Zeit nicht gekommen..... Aber vielleicht mache ich ja
trotzdem mal was auf diesem Gebiet zu Ende..., sozsagen ""digitales Basteln"
mit Wave-Dateien..., ein neues Betätigungsfeld mal ohne Lötkolben...
Sofern man mehrere Perseus koppeln würde ( idealerweise mit einer
möglichen Synchronistion schon des Sample and Hold-Teils= siumultane
Abtastung ) oder natürlich gleich einen Empfänger mit mehreren Abtastern
verwenden würde, stünde der im Profibereich sicher schon als Stand der
Technik geltenden Diversity-Signalverarbeitung (Stichwort MIMO-Systeme)
nichts im Wege.
Zu guter Letzt wollte ich nochmal etwas loswerden:
Bei aller (meiner Begeisterung) für den Perseus :
Eines muß man sich vor Augen halten (gilt auch für Internetradio): Die
"Energiebilanz"
Die notwendige elektrische Energie, EINEN einzelnen Radiosender zu
empfangen, ist (noch ?) deutlich höher, als bei der Nutzung eines, sagen
wir FRG100 mit seinen ca. 6 Watt.
Vor einiger Zeit sah ich einen Bericht im Fernsehen, in dem behauptet wurde:
Alleine Youtube (das Video-Portal) würde alleine soviel Energiebedarf
verursachen, wie das gesamte Internet vor ca. 10-15 Jahren. In der Tat ist
das vorstellbar, wenn es stimmen sollte, dass eine einzelne
Suchmaschinenanfrage schon über hunderten von Servern laufen kann.
Aber nun ja, den geringsten Energiebedarf hat sicherlich ein
Detektorempfänger, viel mehr als einen Sender, kann ma damit aber auch nicht
hören (Die DX-Detektor-Community möge mir diese Überspitzung verzeihen).
Wünsche gutes DXen ,
Olaf
Schöne Ideen, Olaf! Und: nur zu!
Meine ganz persönliche Einschätzung dazu:
Nico wird mit seiner kommenden Software-Version sein Projekt voraussichtlich
erst einmal als abgeschlossen betrachten. Es war ohnehin ja mehr eine
Denksportaufgabe für ihn als Entwickler, denn als echtes produkt geplant, zu
dem es eher zufällig geworden ist. Vermutlich werden wir den perseus mit
seiner Software als "Radio" begreifen müssen, von dem aus im wesentlichen
nur die virtuellen COM- und Audio-Schnittstellen nach außen führen, die dann
von den Programmierern dieser Welt bedient werden können. Nico hat (ihn,
hi!) überzeugende Gründe, die Firmware als sein geistiges Eigentum zu
betrachten. Das bleibt also versiegelt.
Den meisten Kurzwellenhörer reicht das ja auch. Wer mehr will, findet ja in
der Open-Source-Szene (GNU-Radio, QSR-1) einiges zum Mittun. Ich selbst kann
da nicht mehr machen als Meckern&Fordern, zum Programmieren reicht es nicht.
Und wenn ich Nico so über mathematische Repräsentationen meiner Wünsche
sprechen höre, dann bin ich auch ganz sicher, dass ich in diese Welten nicht
einsteigen werde.
Ich denke also, dass diese Art von Mitarbeit in Open-Source-Projekten besser
aufgehoben ist.
Claudio Re, übrigens, hat mit seinem CIAO H102 einen Empfänger wohl mehr
angekündigt als bereits lieferbar, der zwei Empfänger in einem und damit
explizit auch die Möglichkeit gegenphasigen Ausblendens und anderer Dinge
bietet.
Stromverbrauch? Achja. Angefangen haben wir ja alle mit dem
Diodenempfänger...
73 Nils
[A-DX] Präsentation DX-Peditions in Washington State
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Präsentation DX-Peditions in Washington State
Datum: 23. September 2008 11:05:23 MESZ
Moin, moin - Guy Atkins hat auf
http://www.dxing.info/dxpeditions/gray_dxped.zip
eine hübsche Präsentation seiner Beverage-gestützten DXpeditions mit dollen
Hörbeispielen (Tonga und Kiribati auf Mittelwelle!) hinterlegt, die lesens-
und hörenswert ist.
Wir klönen gerade darüber, wie sich die kommende Perseus-Software nutzen
lässt, damit Hörer weltweit sich zumindest virtuell an diese Antennenfarm
hin versetzen können. Damit beginnt dann schon in diesem Jahr eine komplett
neue Ära des DXens.
73 Nils
[A-DX] Frage zum Perseus
Von: nils.schiffhauer
Betreff: Re: [A-DX] Frage zum Perseus
Datum: 23. September 2008 10:59:50 MESZ
Am 23.09.08 09:40 schrieb "Ma.Wallat"
Moin alle in der Liste!
Hab nun auch den Perseus. Bin mich am einarbeiten. Kann mir jemand sagen
wie ich per PBT im Syncronmodus die Seitenbänder wechseln kann?
Die Vorgehensweise, Manfred, ist beim Perseus etwas anders: Du kannst nicht
nur zwischen USB/LSB wechseln, sondern Dir das Paßband unabhängig von USB
undLSB maßschneidern. Das bringt ein besseres Nutzsignal. Also einfach die
linke bzw. recht Flanke der Bandbreite im kleinen Spektrumfenster (linke
Maustaste gedrückt halten) so verändern, dass alle Störungen herausfallen.
Nur muß der Träger bei SAM immer mit imPaßband bleiben - sonst hat der
Synchrondetektor ja nix zum Synchronisieren ...
Glückwunsch zum neuen Receiver, jedenfalls und frohes Einarbeiten! 73 Nils
[A-DX] Geschenk für Perseus-Besitzer: 1,6 MHz und mehr
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Geschenk für Perseus-Besitzer: 1,6 MHz und mehr
Datum: 23. September 2008 08:00:46 MESZ
Guten Morgen - Nico kündigte für das Wochenende an, seine Software-Version
1.1C für die Öffentlichkeit freizuschalten. Sie enthält u.a. Die Erweiterung
von Spektrum, Wasserfall und Aufnahme (diese reduziert auf
speicherfreundliche 16 Bit Auflösung, was hörmäßig sich nicht bemerkbar
macht) eines bis zu 1,6 MHz großen Bereiches. Ebenfalls erfreulich: die
aufgenommenen Files sind dann mit der für Jedermann kostenlos erhältlichen
Software auch ohne angeschlossenen Perseus "wie live" abzuhören. Ich werde
passend zum Wochenende mal so einen 1,6-MHz-Clip ins Netz stellen - jeder
kann sich dann kostenlos & selbst von der Leistungsstärke der
Hardware/Software-Combo überzeugen. Ein erster Test zeigt, dass es Nico
gelungen ist, den angeschlossenen PC nicht mit doppelter Last zu
fahren,sondern softwaremäßig besser auszunutzen.
Zwei heute aufgenommene Screenshots habe ich mal Christoph geschickt mit der
Bitte, sie auf seine Website zu stellen.
73 Nils, DK8OK
[A-DX] Neue Receiver?
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Neue Receiver?
Datum: 21. September 2008 14:46:11 MESZ
Moin, moin - um das Munkeln mal vom Kopf auf die Füße zu stellen: die
Digitalisierung ist eine disruptive Technologie, die also alle anderen
Technologien ablösen wird. Auch Funkempfang wird in dem Sinne volldigital
sein, wie das der Perseus vorlebt.
Nach dem Perseus ist "unsere" Receiver-Welt nicht mehr, wie sie vorher war.
Die Japaner sind in diesem Punkt extrem konservativ, und die
US-Empfängerindustrie gibt es ja nicht mehr - jedenfalls nicht mehr jene,
die Geräte zu für uns bezahlbare Preise herstellt.
Das ist ja nicht schlimm, denn Perseus zeigt, dass die Digitalisierung einen
qualitativen Sprung in der Empfangsqualität, in der Informationsvielfalt
(Wasserfall-Display) und in der Analyse bei gleichzeitig radikal gefallenen
Preisen bringt. WIN-WIN ist hier das unter jungen Leuten unvermeidliche
Stichwort.
Einzig AOR scheint (noch) Potential sowie Interesse zu haben, für den
Hobbymarkt weiterzuentwickeln. Auch die sind realistisch genug zu sehen,
dass ein Nachfolger des AR-7030 heute faktisch der Perseus ist. Der ist ein
exzellentes Produkt, bei dem es Mühe macht sich Verbesserungen vorzustellen,
die sich tatsächlich auf den Empfang auswirken. Und die Bedienbarkeit wird
sich schon bald z.B. durch ERGO5 auch individualisieren lassen.
Womöglich wird es ja einen Perseus mit embedded PC geben und Knöpfen draußen
dran. Dann aber sicherlich eher mit USB-Buchse als mit einem Farb-LCD für
Spektrum etc. Das alles dürfte - incl. Festplatte - für einen Verkaufspreis
von unter 2.000 Euro machbar sein.
Andere Konzepte sind ein für alle Mal ratzekahl tot. Sie haben weder
leistungs-, noch kostenmäßig einen Vorteil mehr. Eine schlechte Combo. Und
die paar Hörer, die noch Saurier wollen, bedienen sich bitte auf dem
Flohmarkt.
Die Hilberling-Pleite sollte hier jedem Hersteller letztes Menetekel sein;
abzusehen war das alles freilich im Amateurbereich spätestens sei dem
SDR-14.
Mit dem Perseus jedoch ist diese Ära endgültig "abgeschlossenes
Sammelgebiet" (wie unter Philatelisten die DDR). Hinsichtlich analoger
Receiver "wird kommen nichts Wesentliches" (Brecht).
Also wartet auch nicht wund auf einen AR-7070 als irgendwie verbesserten
AR-7030 und spart schon gar nicht auf den seit Jahren kursierenden AOR-One.
Hic rhodus, hic salta! / Hier ist die Rose. Tanze! (Marx).
73 Nils
[A-DX] Empfängersteuerung VisualRadio: bald kostenlos
Von: nils.schiffhauer
Betreff: Re: [A-DX] Empfängersteuerung VisualRadio: bald kostenlos
Datum: 12. September 2008 08:08:34 MESZ
... richtig gesehen, Gerhard - hier wies lt. Bernd Liedtke die Software
SpectraVue einfach zu viele Fehler & Inkonsistenzen auf, die sich auch im
direkten Kontakt mit deren Machern nicht beseitigen ließen.
Noch schmerzhafter ist die fehlende Perseus-Unterstützung; dem Vernehmen
nach läßt es hierbei Nico an Kooperation fehlen. Com0Com und SDK - das war
es wohl.
Nun, denn. Warten wir Perseuisten auf die Software Ergo5 von John Fallows,
mit der uns doch hoffentlich noch in diesem Monat erfreut.
73 Nils
[A-DX] Perseus ohne Hardware
Von: nils.schiffhauer
Betreff: [A-DX] Perseus ohne Hardware
Datum: 6. September 2008 17:54:54 MESZ
Moin, moin - Nico hat angekündigt, dass seine Perseus-Software ab der
nächsten Version ohne gleichzeitig angeschlossene Hardware laufen wird. Das
wird also jedem weltweit und kostenlos ermöglichen, eine entsprechende und
mit Perseus aufgenommene .WAV-Datei "wie live" mit allen Möglichkeiten zu
durchflöhen.
Damit geht der Bedeutungswandel unseres Hobbys in die nächste Runde. Zum
einen ists dann endlich möglich, mit einer des nachts aufgenommenen Session
in den Pendelzug zu steigen und Peruaner zu suchen. Oder im Internet
freundlicherweise bereitgestellte Files Anderer "wie richtig"
durchzukurbeln. Von der Möglichkeit, Bedienung und
Signalbeeinflussungsmöglichkeiten dieses Receivers vor einer
Kaufentscheidung zu testen, mal ganz abgesehen.
Freu-het Euch!
73 Nils
[A-DX] Neue Perseus Datenbanken 26082008
Von: nils.schiffhauer@
Betreff: Re: [A-DX] Neue Perseus Datenbanken 26082008
Datum: 31. August 2008 12:54:05 MESZ
Hallo zusammen,
eine neue Version der Perseus Datenbanken ist verfügbar unter
http://www.4shared.com/dir/5567845/166a39bd/sharing.html
Die Listen werden i.d.R. 1-2 Mal pro Woche aktualisiert, ohne dass ich
deswegen jedes Mal Hinweise versende.
Bitte bei Interesse obige Adresse abspeichern!
vy 73
Willi, DJ6JZ
http://www.radio-portal.org/sdr.de.html
Danke, Willi - aus selbst mir unverständlichen Gründen habe ich erst heute
Zeit gefunden, diese gigantische Datensammlung mit eingebautem Logbuch
auszuprobieren: einfach prachtvoll und eine wirklich entscheidende Hilfe bei
Jagd&Identifikation mit dem Perseus! Schön, dass beim Loggen auch die
Signalstärke mit übernommen wird.
73 Nils, DK8OK
Aktuelle Tipps
zum Fernempfang
Alle Zeitangaben beziehen sich auf UTC Weltzeit, früher auch als GMT bekannt, also während des Sommers MESZ minus zwei Stunden. (10 Uhr UTC = 12 Uhr MESZ)
Funkwetter aktuell
Die Angabe der Frequenz differiert von den üblicherweise verwendeten Abkürzungen, daher gilt hier:
LF=unter 10MHz MF=10-20MHz
HF=über 20MHz
Argentinien
Ekkehard Domnik hörte den Auslandsdienst Argentiniens am 12. Juli gegen 17.50 UT mit dem DX-Programm auf 15345 kHz, meldet die A-DX Liste.
Brasilien
PPE Observatorio Nacional, die Zeitzeichenstation aus Rio hörte Patrick Robic am 3. Juli auf 10000 kHz um 2100 UTC
Die Voice of Justice aus Stepanakert - Aserbaidschan konnte Anfang Juli von Thomas Lindenthal um
13:22 UTC auf 9677,77 mit einigermaßen gutem Signal, aber schlechter und
dumpfer Modulation gehört werden. Die Sendungen werden nur Dienstags und Samstags ausgetrahlt.
Diego Garcia
Willi Westrupp meldet auf A-DX den Empfang des AFN Senders der Insel Diego Garcia auf 4319 kHz. Gehört in USB Mode gegen 18.15 UT. (30.5.10)
Guinea
Patrick Robic meldet in A-DX den seltenen Empfang von Familia FM aus Guinea. Der schwache 1 kW Sender auf 4900 kHz ist seit Mai 2010 aktiv und in den späten Abendstunden sehr leise hörbar. Sendeschluss um 00.05 UT.
Isle of Man
Manx Radio von der Isle of Man konnte Reinhold Schuttkowski gegen 21.30 UT auf Mittelwelle 1368 kHz hören, berichtet er Mitte Mai in A-DX.
Niger
Nils Schiffhauer meldet Mitte Mai 2010 in A-DX den Empfang von LV du Sahel gegen 20.30 UT auf 9704 kHz.
Thailand
Andreas Hatting berichtet in A-DX vom Empfang des Senders Bangkok Meteo Radio auf 8743 kHz USB Mode gegen 19.00 UT , gehört auf dem DX-Camp Solingen. (20.5.10)
Griechenland
Radio Filia wurde am 29.3 gegen 09.00 UT von Felix Lechte auf 11645 kHz gehört. Anstatt des deutschen Programms wurde eine Musiksendung übertragen.
Tartastan
Herbert Meixner berichtet über den Empfang des Rundfunksenders Tartastans auf 9690 kHz am 28. März 2010 gegen 0630 UT.
Bolivien
Radio Logos aus Bolivien wurde von Erwin Duldner am 16. März gegen 23 UT auf 4865 kHz gehört.
Kuba
Der neue Sender von Radio Havanna im Tropenband auf 5040 kHz wurde von einigen Hörern Ende März in der A-DX Liste gemeldet. Der Empfang sollte während der späten Nachtstunden problemlos möglich sein.
Argentinien
Ralf Ladusch berichtet über den Empfang von RAE Buenos Aires abends auf 15345 kHz, nachdem der Sender einige Wochen außer Betrieb war. (18.2.10)
Kanada
Günter Lorenz berichtet in A-DX vom Empfang des CBC Northern Service auf 9625 kHz gegen 22.10 UT. (15.2.10)
Saipan
Reinhard Schmidt berichtet in A-DX vom Empfang von KFBS Saipan in russisch auf 11650 kHz gegen 11.20 UT. (14.2.10)
Indonesien
Wolfgang Büschel berichtet in A-DX über sehr guten Empfang der deutschen Sendung der Stimme Indonesiens ab 17.00 UT auf 9525 kHz. Der Sender aus Jakarta Cimangis ist bis ca. 17.30 UT gut hörbar. (13.2.10)
Surinam
Radio Apintie ist nachts auf 4990 kHz schwach zu hören. Bester Empfang gegen 03-05 Uhr UT, man sollte aber eine gute Antenne besitzen und auf wenige Störungen hoffen, die Station aus Surinam ist mit max. S1/S3 zu hören. (3.2.10)
Russland
Radio Rossii aus Magadan ist von Patrick Robic auf 7320 kHz um 07 UT gehört worden. Das Programm aus Yakutsk auf 7200 kHz war zeitgleich zu hören.(29.1.10)
Laos
A-DXer Thomas Lindenthal hörte den nationalen Rundfunk aus Laos gegen 13.30 UT auf 7145 kHz. Auch nachts ist auf der freien Frequenz der Sender aus Vientiane schwach zu hören.(26.11)
Burkina Faso
Überraschend hat Radio Burkina Anfang November seinen Tropenbandsenderauf 5030 kHz wieder aktiviert und ist seither abends schwach zu hören. (3.11)
Somaliland
Sam Voron berichtete über guten Empfang von Radio Hargeisa auf 7145 kHz. Tatsächlich ist die Station nach 17 Uhr UT bis zum Sendeschluss um 19 Uhr UT gut zu hören.
Kuba
Radio Rebelde ist eine der am lautesten hörbaren Stationen im 60 Meter Tropenband. Auf 5025 kHz kann der Sender ab ca. 22 Uhr UT die ganze Nacht selbst mit kleinen Radios gut gehört werden.
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