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Diskussion über den Radio-Kurier der ADDX


Der Artikel von Erik Kugland "Drei Jahre Regelbetrieb von Digital Radio Mondiale - eine katastrophale Bilanz" ist über diesen Link zum Radio-Kurier erhältlich. Kurier Februar 2007

Alle die das beschriebene Werk "Oberflächlichkeit der Betrachtung als Kern kleinkarierten Denkens" von Frau Krasnoploskaya-Jolkver nicht kennen sei ein Blick auf diesen Link zum Radio-Kurier Artikel angeraten. Kurier März 2007

Nachtrag, 5. April 2007: Die Antworten von Erik Kugland auf den Artikel von Frau Krasnoploskaya-Jolkver befinden sich hier!

Linktipp: Eine informative Webseite von Erik Kugland zum Thema: Welche Probleme bringt "Digital Radio Mondiale"? befindet sich hier!





In der Folge werden hier die Mails der A-DX Liste zum Thema vollständig und unkommentiert wiedergegeben.




Von: udo.deutscher
Betreff: [A-DX] DX183-Tagebuch fertig gestellt
Datum: 3. März 2007 21:18:51 MEZ

Hallo Liste,

ich bin inzwischen wieder zuhause angelangt und habe heute die letzten
Einträge meines Online-Tagebuchs über den Aufenthalt in DX183 fertig gestellt und hochgeladen.

Die Adresse:

Direkter Link zum Online-Tagebuch.

73
Udo


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Von: elbe
Betreff: Re: [A-DX] DX183-Tagebuch fertig gestellt
Datum: 3. März 2007 22:03:22 MEZ

Ein sehr gelungenes Tagebuch der DXpedition! Sehr interessant zu lesen, interessante mp3-Files zum Anhören.

Und Deine Bemerkungen unter dem Datum 28.2. kann ich nur unterstützen, es ist doch sehr verwunderlich, daß eine derartige Entgleisung des Kuriers hier anscheinend achselzuckend zur Kenntnis genommen wurde.

Dein Einverständnis voraussetzend zitiere ich mal:


Mit der heutigen Post kam bei Wilhelm übrigens auch der Radio-Kurier an (Ausgabe 03/2007). Ich habe am späteren Abend ein wenig hineingeschaut und war entsetzt, in welcher Form beinahe unisono und mit welcher Wortwahl auf einen DRM-kritischen Artikel von Erik Kugland eingedroschen wird. Bezeichnend hierfür ist schon der Titel des Standpunkt-Artikels von Tina Krasnopolskaja-Jolkver (übrigens einer Mitarbeiterin der Deutschen Welle, was aber im Kurier (wohlweislich?) nicht erwähnt wird, jedenfalls nicht an dieser Stelle): "Oberflächlichkeit der Betrachtung als Kern kleinkarierten Denkens" und in einem Leserbrief von Thomas Schneider aus Freiburg wird geschrieben "Analog AM als Infoquelle ist faktisch tot, das entsprechende Hobby auf dem absteigenden Ast, wie ja auch die Mitgliedszahlen vieler Hörerclubs belegen mögen" und "In Zeiten, wo Satellit, Internet und Podcasting-Services antreten, kann man mit dem Dampfradio allenfalls eine Minderheit vorrangig älterer (und zumeist Herren) begeistern."

Soso, gehören die DXer(Innen) also zu einer aussterbenden Spezies von Nostalgikern, wenn ich die Wortwahl im Kurier mal so interpretieren darf? Wie geht das zusammen mit der Tatsache, dass ein Zusammenschluss, der aus vielen aktiven (analog-) DXerInnen besteht, wie der UKW/TV-Arbeitskreis, seit Jahren konstant Mitglieder gewinnt, und zwar fast durchweg sehr junge Menschen? Und im Radioforum engagieren sich noch weitaus mehr, ebenfalls vorwiegend junge bis sehr junge, Menschen, bei denen man sieht, wie sie sich für dieses Hobby um das olle "Dampfradio" (als analoge Betriebsart kann man dazu heutzutage ja auch schon UKW zählen) begeistern können. Mann, bin ich froh, dass ich aus der ADDX letztes Jahr (endlich) ausgetreten bin! Das ist nicht mehr der Club, in den ich 1981 als junger (begeisterter) DXer mal eingetreten bin. Und in der Tat schreibt die Redaktion als Ergänzung zum bereits in zwei kurzen Abschnitten zitierten Leserbrief: "Die Auswertung unserer letzten Akzeptanz-Umfrage förderte zutage, dass nur rund 8 Prozent der Leser dieser Zeitschrift den echten "Wellenjägern" zuzurechnen ist...".

Und ich hatte mir im Vorfeld dieser Reise noch überlegt, ob es vielleicht Sinn machen könnte, die Erfahrungen dieses Aufenthalts in einem Bericht für den Kurier separat (unabhängig von diesem Tagebuch) aufzuschreiben, weil das vielleicht manche DXer, die die Möglichkeiten, die DX183 bietet, noch nicht kennen, dazu ermuntern könnte, einmal herzukommen und neue Dinge zu wagen (z.B. auch mal eigene Antennen aufzubauen) und wichtige Erfahrungen im Hobby zu sammeln. Denn hierfür gibt es wohl kaum einen geeigneteren Ort: Man kommt einfach her, schliesst den (oder die) eigenen Empfänger an ("Plug and Play") und kann mit Super-Antennen sofort loslegen; man hat Platz, um selbst zu experimentieren; man hat in Wilhelm einen unheimlich erfahrenen Hobbykollegen und "Berater", von dem man enorm viel lernen kann; etc. Mir scheint, ich wäre mit solch einem Erfahrungsbericht beim Kurier wohl komplett bei der falschen Adresse gelandet, sowohl bei der Redaktion als auch bei der LeserInnenschaft. Da ist solch ein Artikel in der REFLEXION sicher besser aufgehoben (auch wenn er sich vorwiegend auf DX unterhalb 30 MHz bezieht - und damit ein wenig off-topic wäre).

Nochmal kurz zurück zum Kurier. Im Editorial wird zu einem Artikel von Nils Schiffhauer geschrieben: "...beschreibt er, wie beim Digitalradioempfang durchaus auch engagierte Wellenjäger auf ihre Kosten kommen können, z.B. beim Empfang von Radio Neuseeland in UKW-Qualität!" Ach ja? Das reisst mich als DXer oder "engagierten Wellenjäger" beileibe nicht vom Hocker. Das kriege ich sicher auch per Internet irgendwie hin. Einen Unterschied wird man nicht hören. Und das ist für mich eben das Entscheidende am DXen, die eigentliche Faszination des Hobbies: Man hört die Entfernung! Es rauscht. Man muss in ein Signal "hineinkriechen". Es geht nicht immer. Die Empfangsbedingungen schwanken minütlich, stündlich, täglich, jährlich. Manchmal hat man Glück und es kommt die US-Westküste herein. Manchmal aber auch nicht und dann kommt kaum mal was von der Ostküste an. Man treibt einen unheimlichen Aufwand, ohne jeglichen Sinn und ohne Erfolgsgarantie. DXen hat keinen Zweck zu erfüllen, es ist Selbstzweck. Es ist pure Begeisterung für ein Hobby, das einen einmal gepackt hat und es ist die Freude am Erkenntnisgewinn, an neuen Erfahrungen. Könnte ich jederzeit alle Sender der Welt in bester Qualität hören, wäre das alles furchtbar öde und langweilig für mich. Da kann ich mir dann auch eine CD mit exotischer Musik einschieben oder den Sat-Rx anstellen. Man hört keinen Unterschied und hört auch nicht, von wie weit her das Signal kommt. Das Ganze ist ein wenig vergleichbar mit dem Unterschied zwischen der Fortbewegung per eigener Muskelkraft und per Auto/Flugzeug etc. Wer einmal aus eigener Kraft ein Land durchquert, ein Gebirge überquert hat, kann erst ermessen, was man durch die Langsamkeit, die "Nostalgie der Fortbewegungsart" an Gewinn mitnimmt. Natürlich kann man das eine tun ohne das andere zu lassen (und oft tut man das auch, was überhaupt nicht verwerflich ist), aber das eine ist eben nicht das gleiche wie das andere. Mir scheint, manche Betrachter der aktuellen Vorgänge vermischen Äpfel mit Birnen. Mein Hobby ist mein Hobby und wird mich immer faszinieren, solange ich die Möglichkeit habe, es auszuüben. Sollte tatsächlich eines Tages die Digitalisierung obsiegen und ich keine Möglichkeiten mehr haben, im Rundfunkbereich vom köstlichen "Gewürz der Entfernung" hörenderweise zu kosten, dann wird es andere Wege geben, dies zu tun, z.B. im Amateurfunk, wo ich selbst die freie Wahl der Modulationsart habe.

Ach ja, einen Club habe ich hier "wiedergetroffen", den DSWCI. Ich war vor vielen Jahren mal eine kurze Zeit lang Mitglied. Bei Wilhelm liegen die Hefte der "Shortwave News" aus und mir scheint, das ist wirklich noch ein DX-Club, der seinen Namen verdient (und dessen Entwicklung ich über lange Zeit gar nicht verfolgt hatte), ohne DRM-Apologeten. Da es inzwischen dort auch eine "E-Mitgliedschaft" gibt, wo man jährlich nur 14 Euro bezahlt und die "Shortwave News" als PDF bekommt, ist das für mich wieder interessant geworden und ich werde wohl wieder dieser Gemeinschaft von DXern beitreten.


--
Tschüß,
Martin http://home.wolfsburg.de/elbe/


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Ja, dieses Einverständnis hast du korrekt vorausgesetzt. Schliesslich ist das Tagebuch ja auch (halb-)öffentlich, da ich die Adresse in der Liste und im Radioforum bei www.ukwtv.de zitiert habe, wenngleich es auf meiner Startseite (wie so vieles was drunter liegt) noch nicht verlinkt ist.

Und hinter meinen Ausführungen stehe ich weiterhin. Es ist eigentlich
erstaunlich, dass tatsächlich noch 8% "Wellenjäger" in der ADDX sind.
Wahrscheinlich sind die meisten von ihnen parallel in echten DX-Clubs oder betreiben das DX-Hobby neben (trotz?) ADDX bzw. Radio-Kurier.

Ich bin gespannt, ob es eine Entschuldigung der Redaktion bei Erik für diese journalistische Entgleisung der Frau K. geben wird?

73
Udo


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Von: gerdopalka
Betreff: Re[2]: [A-DX] DX183-Tagebuch fertig gestellt
Datum: 4. März 2007 00:15:50 MEZ

Hallo Udo

Ich finde Dein DX-Tagebuch einfach toll. Über die letzten Artikel im Kurier bin auch ich sehr empört.Besonders über den Artikel der Frau K.(Deutsche Welle)bin ich sehr empört.

Falls von der ADDX keine vernünftige Klarstellung erfolgt,sollte sich die 8% Minderheit wirklich einen anderen Club suchen.

Die Entwicklung in der ADDX macht mir langsam Sorgen,seit dem Rausschmiss von Wilhelm Passmann geht es abwärts. Aus meiner Sicht hat der verantwortliche Redakteur zuviel Macht.In Sachen DRM lässt er jeden Schwachsinn drucken.

Ich fordere im Namen der 8% echter DXer eine faire Beachtung dieser Minderheit.

Mit der jetzigen Einstellung sollte die ADDX ihren Namen ändern,denn eine 8% Minderheit sollte nicht mehr namensgebend sein. Das DX im Namen hat möglicherweise keine Berechtigung mehr.

Viele Grüße

Gerd Opalka


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Von: andreas.wohlhaupter
Betreff: Re: [A-DX] DX183-Tagebuch fertig gestellt
Datum: 4. März 2007 03:13:11 MEZ

Hallo,

meiner Meinung nach liegt die Wahrheit wie so oft in der Mitte. So wenig wie Herr K. mit seinen negativen pauschalen Urteilen zu DRM recht hat, so wenig hat Frau K. mit ihren durchwegs postiven Urteilen zu DRM recht.

Ich sehe den Empfang DRM (ebenso wie DAB, das ja gerne ähnlich verdammt wird) als Facette unseres Hobbies und verschließe mich dem Ganzen alleine aus prinzipiellen Gründen nicht.

Für mich persönlich gilt: So faszinierend wie der stark verrauschte Empfang einer wirklich fernen Station im AM-Bereich sein kann, so faszinierend ist für mich auch der Empfang einer DRM-Station mit all den interessanten Seiteneffekten (DRM-Spektrum, an dem man die Ionosphäre fast schon richtig arbeiten sieht). Alles eben zu seiner Zeit. Mir gehen dabei nur diese fürchterlichen Grabenkämpfe zwischen den einzelnen Frakionen auf die Nerven. Wir sind doch eh eine abzählbare Zahl an Leuten. Muss man sich da noch gegenseitig anpinkeln? Soll sich doch der eine freuen über analoge MW-Stationen der Westküste frühmorgens hier in Europa, aber warum sollte sich nicht jemand anderes freuen, wenn er Neuseeland in DRM aussetzerfrei in UKW-Qualität empfangen kann? Beides sind Auswüchse des DX-Hobbies und beides ist absolut berechtigt. Und wenn ich mir nur die Deutsche Welle auf 6075kHz anhöre, bin ich deshalb ein schlechterer Mensch?

Mir ist klar, dass die Digitalisierung quasi für die meisten das Ende des Hobbies darstellt. Andererseits muss man ganz klar sagen (und damit hat Frau K. recht): die Nutzung der klassischen Hörfunkbänder nimmt nun mal ab. Und bevor ich mir dann in 20 Jahren die Stimme Koreas nur mehr über Internet anhören kann, ist mir eine Abstrahlung in DRM allemal lieber. Das gleiche gilt für DAB als Ersatz für den UKW-Bereich. Und eines ist klar: zumindest in Europa wird der Analog-Hörfunk eines Tages ein Ende finden. Und wenn er es durch ein überall verfügbares Internet findet, was in meinen Augen aus Hobbiesicht die langweiligste Variante wäre, weil ich hier nun wirklich nur noch einen maximal paar km entfernten "Sender" empfange....

Ich glaube, man kann sowohl aus dem Beitrag von Herrn K., als auch aus dem Beitrag von Frau K. so gewisse Wahrheiten herausziehen.

Ich wünsche mir lediglich einen normalen Umgang mit den Themen DRM und
auch DAB, ohne diese Hörfunksysteme in den Himmel zu loben, aber auch, ohne sie von Grund auf vollkommen zu verdammen. Ein gewisser Respekt sollte den Leuten, die sich für diese Systeme begeistern, ebenso entgegen gebracht werden wie den Leuten, die aus nachvollziehbaren Gründen an dem guten alten Analoghörfunk festhalten und damit nichts anfangen können. Aber bitte: seht zu, dass ihr miteinander zurecht kommt. Man muss hier ja keinen Kuschelkurs fahren, aber das ewige Hickhack geht doch langsam jedem auf den Zeiger, es ist doch zu dem Thema langsam ohnehin alles gesagt...

Nur mein Nonsens zu dem Thema nach einer längeren Feier inkl. Mondfinsternisbeobachtung.

Viele Grüße,
Andreas


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Von: Christoph Ratzer
Betreff: [A-DX] Radio-Kurier: Oberflächlichkeit der Betrachtung
Datum: 4. März 2007 09:48:25 MEZ


Am 03.03.2007 um 22:03 schrieb Martin Elbe:

"Und Deine Bemerkungen unter dem Datum 28.2. kann ich nur unterstützen, es ist doch sehr verwunderlich, daß eine derartige Entgleisung des Kuriers hier anscheinend achselzuckend zur Kenntnis genommen wurde."

Guten Morgen,

Vorab: Mir geht es hier nicht ob für oder gegen DRM, NEIN, wenn der Artikel über Teleskopantennen gewesen wäre, wäre meine Reaktion die gleiche gewesen. Es geht mir um die Art und Weise WIE das passiert ist.

Alle A-DXer die das beschriebene Werk "Oberflächlichkeit der Betrachtung als Kern kleinkarierten Denkens" von Frau Krasnoploskaya-Jolkver nicht kennen sei ein Blick auf diesen Link zum Radio-Kurier Artikel angeraten.

Ich habe nun lange Jahre beim Radio-Kurier mitgearbeitet und immer mit viel Liebe zum Detail versucht Titelbilder für das Heft zu gestalten die auf einen Blick unser schönes Hobby bildlich erkennen lassen und habe immer versucht Werbung für unseren Kurier zu machen. Die Ausgabe März 07 war allerdings die letzte an der ich mitgearbeitet habe.

Nachdem ich den besagten Artikel letzten Sonntag gelesen hatte blieb mir der Mund offen stehen. Dieser Jubelartikel ist wohl das schlimmste was ich je persönlich beleidigend gegenüber einem Hobbyfreund im Radio-Kurier gelesen habe.

Ich habe daraufhin die redaktionsinterne Mailingliste bemüht um mich hier mit den Redaktionsmitglieder auszutauschen, die sehr wenige Antworten brachte und diese bis auf zwei sehr nichtssagend waren. Der Chefredakteur fand auch weiterhin nichts daran das eine Mitarbeiterin (!) der Deutschen Welle hier ihre "Privatmeinung" zum Besten gab - man dieses dem Leser verschweigt - und Erik Kugland ebenso wie zwei weitere Leserbriefschreiber auf insgesamt 5 (!) Seiten als lächerlich, fachlich indisponiert und unfähig dargestellt wurde und alles nur weil er als kritischer Geist gegenüber einem Modulationsverfahren auftritt.

Wohlgemerkt bei dem Artikel von Erik Kugland ging es um das System DRM, in den Antwortschreiben aber immer um die Person Kugland. Ausgewogenheit, Kritik und Respekt gegenüber Hobbyfreunden müssen zusammenpassen, aber dieser Artikel hat damit nichts zu tun. Das war für mich persönlich beleidigend.

Da es der Chefredakteur auch nicht nötig hatte auf meine letzte Mail vom vergangenen Montag zu antworten (die Details erspare ich euch), stehe ich nicht an mich in meinem Namen (da ich auch im Impressum stehe) hier öffentlich bei Erik Kugland zu entschuldigen. Mit solchen Hetzartikeln, die einfach nur lächerlich sind, will ich nichts zu tun haben.

Der Redaktion des Radio-Kurier würde eine öffentliche Entschuldigung auch nicht schlecht stehen.

73 Christoph


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Von: Wolf fiedler
Betreff: Re: [A-DX] Radio-Kurier: Oberflächlichkeit der Betrachtung
Datum: 4. März 2007 11:13:21 MEZ


Hallo Christoph, Hallo listener,

ich wollte das eigentlich nicht hier in die Liste bringen, aber nachdem
ich gerade Christophs Stellungsnahme gelesen habe tue ich es nun
doch.
Es hat mich überhaupt gewundert, dass bisher niemand hier in der
Liste zu besagtem Artikel Stellung genommen hat.
Nachdem ich den Artikel von Frau Krasnoploskaya-
Jolkver gelesen hatte erklärte ich am 26.2. per mail meinen sofortigen
Austritt aus der ADDX in der ich immerhin 11 Jahre Mitglied war.
Michael Schmitz meinte daraufhin, ich könne wohl nicht ertragen, wenn
jemand eine andere Meinung hätte als ich.
Ich glaube aber wohl, dass ich da nicht der Einzige sein werde, der
diesen Artikel als höchst befangen ansieht.
Wenn eine Mitarbeiterin der Deutschen Welle so etwas schreibt, dann
ist das ja ungefähr so, wie in einem Otto-Witz von vor vielleicht 30
Jahren: "Wir haben gerade entdeckt, Rauchen ist doch nicht schädlich,
gez. Dr. Marlboro"
Mahlzeit!

73,
Wolf aus Penig/Sachsen


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Von: elbe
Betreff: Re: [A-DX] DX183-Tagebuch fertig gestellt
Datum: 4. März 2007 11:23:48 MEZ

Am 04.03.2007 um 03:13 schrieb Andreas Wohlhaupter:

"Mir gehen dabei nur diese fürchterlichen Grabenkämpfe zwischen den einzelnen Frakionen auf die Nerven. Wir sind doch eh eine abzählbare Zahl an Leuten. Muss man sich da noch gegenseitig anpinkeln?"

Du hast mit Deinem ausgewogen formulierten Posting sicher Recht. Es geht aber bei dem Artikel um etwas anderes, nämlich um persönliche Verunglimpfung eines Autors, der einen nicht in die "offizielle" ADDX-Politik passenden Artikel geschrieben hat.

Jeder hier auf der Liste weiß, daß ein Herr Martin E. aus W. bei fast jeder hitzigen Diskussion mitdiskutiert und sich dabei auch mal gelegentlich im Ton vergreift, bzw. andere Mitdisputanten sich im Ton vergreifen. Das ist ja in Medien wie Mailinglisten, Newsgroups im Usenet oder Onlineforen ein bekanntes Phänomen und unter dem Begriff Flamewar bekannt.

Hier aber sieht die Sache etwas anders aus, es handelt sich nicht um den unmoderierten Austausch auf einer Mailingliste, sondern um die größte Hobbyzeitschrift in deutscher Sprache. Und bei einer Zeitung gibt es einen Chefredakteur, der entscheidet, was gedruckt wird und was nicht. Die Analogie eines Flamewars greift hier also nicht.

Erik schrieb einen als "Standpunkt" gekennzeichneten Artikel, in dem er aus seiner Sicht darlegt, warum er die Einführung von DRM als gescheitert ansieht. Die Ansicht kann man als DRM-Skeptiker teilen (ich tue das, auch bei anderen Rundfunksendern wie der BBC oder der VoA wird DRM ziemlich skeptisch gesehen) oder man kann sie ablehnen.

Daß eine Zeitschrift auf einen Artikel, der zur Gegenrede nur so einlädt, Leserbriefe mit konträren Meinungen bringt, ist völlig legitim. Daß auf einen Artikel, der eine Seite umfasste, fünf Seiten Leserbriefe folgen, mag noch akzeptabel sein. Daß einer dieser Leserbriefe von einer Mitarbeiterin der Deutschen Welle stammt, ist auch in Ordnung; allerdings hätte es doch gut angestanden, der Leserschaft mitzuteilen, daß es sich um eine DW-Mitarbeiterin handelt. Wenn in einer Replik zu einem Artikel zum Katholizismus ein "Karl Lehmann" schreibt, dann steht ja auch dabei, daß der Mann Kardinal ist.

Völlig inakzeptabel ist es aber, wenn der Leserbrief "Oberflächlichkeit der Betrachtung als Kern kleinkarierten Denkens" betitelt wird und schon in der Überschrift unterstellt wird, die Kritiker seien kleinkarierte Deppen, die Dinge nur oberflächlich betrachten können. Und dann auf zwei Seiten fortfährt, Dinge zu bestreiten, die Erik nicht gesagt hat und seine Aussagen auf das Übelste umzudrehen. Man muß ja Eriks Standpunkt wirklich nicht teilen, aber warum sind zwei Seiten pure Polemik und Verunglimpfung dem Chefredakteur kommentarlos "durchgerutscht"?

Und der nächste Leserbriefschreiber fährt fort und regt ein neben dem Artikel abzudruckendes "Qualifikationsprofil" des Artikelschreibers an. Und was schreibt der Chefredakteur zu dem abstrusen Vorschlag? Nichts, er meint nur, daß ja eh nur 8% der Leserschaft das sind, was so landläufig als DXer bezeichnet wird.

Mir kann es als Nichtmitglied der ADDX ja egal sein, wohin die Reise des Kuriers geht, aber unter diesen Umständen dürfte es schwer werden, Autoren zu finden, die in ihrer Freizeit unentgeltlich Artikel für die Hobbyzeitschrift verfassen, um sich hinterher als kleinkarierte Deppen verhöhnen zu lassen.

Oder welche, die Titel Layouten...

Tschüß,
Martin http://home.wolfsburg.de/elbe/


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Von: Willi Passmann
Betreff: Re: [A-DX] DX183-Tagebuch fertig gestellt
Datum: 4. März 2007 11:41:01 MEZ

Moin,

Andreas Wohlhaupter schrieb:

Ich wünsche mir lediglich einen normalen Umgang mit den Themen DRM undauch DAB, ohne diese Hörfunksysteme in den Himmel zu loben, aber auch, ohne sie von Grund auf vollkommen zu verdammen.

Bevor wir uns über die falschen Fragestellungen ereifern:
Mir ist kein Beitrag in Erinnerung, weder im Radio Kurier noch in A-DX, in der DRM als Modulationsart verdammt wurde. Auch ich selber habe dies nie getan.

Was zu Recht kritisiert wurde, war
1) die rücksichtslose Frequenzwahl von DRM Nutzern,
2) die Unwilligkeit des Konsortiums, an einer Frequenzplanung mitzuwirken, die berücksichtigt, dass die Bandbreite von DRM größer ist als die von AM Stationen, was zu vermeidbaren Interferenzen führt.
3) das Aufgeben eines journalistischen Grundprinzips durch den Chefredakteur des Radio Kuriers: Der Unabhängigkeit.
Ein Schweigegelübde gegenüber dem Konsortium wird als wichtiger angesehen als die Freiheit der Information. So "durften" die Leser nicht erfahren, welche Gründe das Konsortium bewogen haben, eine Trennung von Frequenzbereichen zwischen analogen und digitalen Aussendungen nicht zu befürworten.
De facto haben die Kurzwellenhörer keine Lobby im Konsortium, das Konsortium hat eine Lobby in der ADDX, und der Radio Kurier wird mittlerweile von einigen mir bekannten Kurzwellenhörern achselzuckend als DRM-Jubelpostille bezeichnet. Man weiß halt, aus welcher Ecke er kommt, und ist der Ruf erstmal ruiniert...
4) die Methoden der "Interessenvertretung" durch Michael Schmitz / Uwe Bräutigam, wie das Umdeuten eines Beschlusses der Mitgliederversammlung. Und das auch im Nachhinein nicht korrigierte fehlerhafte Protokoll dieser MV.

Was nun die aktuelle Ausgabe des Kuriers betrifft, mag sich ein jeder selber ein Bild machen. Ich habe den Ausführungen von Christoph nichts hinzuzufügen.

Wahrscheinlich wird die sattsam bekannte Leier von Michael Schmitz wiederholt werden, im Kurier hätte jede Meinung Platz, er veröffentlicht ja nur, was an Beiträgen reinkommt.

Ich habe schon vor Jahren bemängelt, dass zwar unterschiedliche Standpunkte veröffentlicht werden, aber dass unter wirklich kritischen Beiträgen nicht die Quelle "Redaktion" zu finden ist. Und eine solche "Redaktionsmeinung" hat bei vielen Lesern nunmal ein anderes Gewicht als sonstige Artikel. Bester Beleg hierfür ist ja der Leserbrief, der die fachliche Kompetenz von Erik in Zweifel zieht.

Doch spätestens seit dem aktuellen Editorial ist die Scheinheiligkeit offenbar. Michael Schmitz zieht im Editorial(!) einen direkten Vergleich zwischen Eriks Artikel und dem von Nils: "provokant kam er daher, Erik Kuglands Standpunkt ... (Schiffhauers) Bestandsaufnahme ... kommt differenzierter daher..."

Dies ist eine klare Wertung: Erik provoziert nur, Nils hingegen ist ernstzunehmen. Dieses Herabwürdigen von Erik ist subtile Meinungsmache! Mir tun die Leser leid, die den Kurier als alleinige Informationsquelle nutzen.

Wobei M. Schmitz sich die folgenden Statements von Nils vielleicht nochmal vergegenwärtigen sollte:
"In keinem der dortigen Hotelzimmer (dort = 10 Orte weltweit) ... war DRM Empfang möglich." Und: "Trotz aller Vorteile scheint derzeit niemand DRM zu benötigen."

Richtig.

Jede Abschaltung eines analogen Sendedienstes ist GLEICHZEITIG eine Absage an das digitale Heilsversprechen. Was auch folgerichtig ist, denn diese Abschaltungen passieren nicht, weil die Übertragungsqualität die Hörer verjagt hätte. Im Gegenteil, die wahrscheinlich größere Anzahl der verbliebenen Hörer kann eher mit Fading und leisen Signalen leben als mit fadingbedingten Komplettausfällen.

Keine digitale Betriebsart zaubert die Rahmenbedingungen des Kalten Krieges zurück, welcher seinerzeit die Blüte des internationalen Auslandsrundfunks bedingte.

Und die in der Chefredaktion des Radio Kuriers beheimatete Kommunikationsrestistenz schon gar nicht - das einzige Ergebnis ist die Spaltung der Mitglieder.

Gruß aus Mülheim,
Willi

www.radio-portal.org
Die Funk - Suchmaschine


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Von: thorsten.k
Betreff: Re: [A-DX] Radio-Kurier: Oberflächlichkeit der Betrachtung
Datum: 4. März 2007 12:13:05 MEZ

Hallo allerseits,

Am 04.03.2007 9:48 Uhr schrieb "Christoph Ratzer"

Jolkver nicht kennen sei ein Blick auf http://www.addx.org/
textarchiv/07-03-10-11.pdf angeraten.

Vielen Dank für die Quelle. Ich habe mir das gerade auch noch mal
durchgelesen. Alle Kurier-DRM-Artikel sind übrigens übersichtlich auf
http://www.addx.de/drm/drm-02.php zu finden.

Ehrlich gesagt - von außen betrachtet (bin schon lange kein Vereinsmitglied mehr) - finde ich es sehr befremdlich, dass auf einen sicherlich provokanten Artikel gleich mehrmals innerhalb eines Heftes auf den Autor und (im Leserbrief) auf die Qualifikation desselben verwiesen wird.

Hallo? Das ist doch ein Verein und keine Firma! Ich habe mich (zu
Mitgliedszeiten) auf die Artikel gefreut, die immer auch - allein schon
durch die verschiedenen "Qualifikationen" der Autoren, interessant waren.
Jeder schreibt anders, jeder hat andere Standpunkte. Mal ganz abgesehen davon, und das sehen wir hier bei A-DX sehr deutlich, dass jeder Mitstreiter ein Spezialwissen hat, das eingebracht werden kann - kollegial, versteht sich.

Wenn ich das richtig verstehe, dann ist so ein Verein immer auf die
ehrenamtliche Mitarbeit der Mitglieder angewiesen, bei der ADDX ist die
Hauptarbeit sicherlich der Kurier. Meines Erachtens wäre eine Nennung von Informationen zum Autor unter Umständen gar nicht mal so schlecht, manchmal würde man vielleicht wirklich gerne wissen, was sein Vereinskollege so jenseits des Hobbys macht. Konkret wäre das mehr als sinnvoll beim Standpunkt von Frau Krasnopolskaja-Jolkver gewesen. Die Redaktion hätte darauf hinweisen müssen, was sie beruflich macht, dann wären ihre fachlichen Standpunkte im richtigen Kontext beleuchtet worden.


Und, Standpunkt hin, Standpunkt her: Muss es denn gleich so persönlich
werden - über mehrere Artikel in einer Ausgabe verteilt? Dies ist sicherlich keine Absicht der einzelnen Autoren, sondern eher in der Kompetenz der Redaktion. Da kann man verstehen, wenn Mitglieder austreten.

So, über DRM pro und kontra können wir ja später noch mal fachlich streiten
:-)

Viele Grüße aus Oldenburg,

Thorsten


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Von: wuh.baier
Betreff: Re: [A-DX] Radio-Kurier: Oberflächlichkeit der Betrachtung
Datum: 4. März 2007 12:34:42 MEZ

Hallo Listenteilnehmer, hallo Christph, hallo Wolf,

auch ich wollte hier keine Diskussion lostreten.

Habe den Artikel von Tina Krasnoploskaya - Jolkver bereits 3 mal gelesen.

Aber wie gesagt: hier in der Liste kam kein Kommentar dazu.
Nach Studium der zweiseitigen DRM - Lobhudelei und Verunglimpfung
von Erik Kugland war ich dann der Anschauung, dass ich eben auch
"pessimistisch, oberflächlich und DRM feindlich eingestellt" bin.
Sie schreibt ja in dem Artikel so euphorisch, als wäre DRM die Rettung der Menschheit.

Nun, da ich hier doch endlich Reaktionen sehe, geht es mir wieder etwas
besser. Ungeheuerlich finde ich ja, dass so ein Artikel im Radio-Kurier erscheint. Meine erste Reaktion war auch: sofort aus der ADDX austreten. Aber leider habe ich heuer zum ersten mal seit 11 Jahren meinen Mitgliedsbeitrag überpünktlich überwiesen.

Mich vertritt der Verein jedenfalls nicht mehr, wenn uns da ein unfertiges
Verfahren recht gewaltsam aufgedrückt werden soll.

Ich stehe DRM von Anfang an etwas skeptischer gegenüber.
Allein die Tatsache, dass die Empfängerindustrie es seit Jahren nicht schafft, einen vernünftigen Empfänger vorzustellen (der Morphy-Richards ist es jedenfalls nicht), macht mich nachdenklich. Da müssen doch erhebliche Probleme sein.

73,

Walter Baier


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Von: df5jl
Betreff: Re: [A-DX] Radio-Kurier: Oberflächlichkeit der Betrachtung
Datum: 4. März 2007 12:40:33 MEZ

Upps,

was ist denn hier los? Worüber ereifert ihr euch? Weder der Beitrag von
Erik noch von Frau Krasnoploskaya-Jolkver sind sachlich und ausgewogen, beide aber auch keineswegs lächerlich, persönlich beleidigend oder inkompetent etc. - Es sind Kommentare, subjektive Meinungsäußerungen.

Ich finde es toll, dass man in einem Vereinsmagazin wie dem Kurier solch unterschiedliche, auf der Meinungsskala völlig entgegengesetzen
Diskussionsbeiträge findet. Das ist beste demokratische Kultur: hart in
der Auseinandersetzung, fair im Umgang. Wobei es zugegebenermaßen
unglücklich ist, den Hintergrund beider (!) Autoren nicht zu erwähnen,
dass der eine nämlich so eine Art Anti-DRM-Homesite betreibt, und die
andere Autorin bei der DW arbeitet. Aber letztlich ist das ja in einem
Satz nun geklärt.

Mich befremdet die hier in Folge einsetzende heftige Diskussion. Das
nach außen geschlossene Auftreten der Gemeinschaft aus DXern und
Programmhörern ist in Zeiten von PLC und der Ökonomisierung von allen
Menschen gehörenden Ressourcen (siehe: Versteigerung von Frequenzen) ein so hohes Gut, dass es nicht der zwieträchtigen Auseinandersetzung bezüglich DRM geopfert werden sollte. DRM ist es übrigens auch nicht wert.

Schönen Sonntag allerseits

Tom DF5JL

--
Der Autor dieses Kommentars ist seit dem 1.7.1992 ADDX-Mitglied,
schreibt in seiner Freizeit als Autor für den KURIER und die bislang
ausgezeichnete und im deutschsprachigen Raum einzigartige A-DX-Liste,
betreibt das Blog radioskala.blogspot.com, besitzt einen DRM-Empfänger
und arbeitet in seinem Beruf als Redakteur und Moderator. Der Kommentargibt allein seine private Meinung wieder. Der Autor glaubt unbeirrt an die Interessensgemeinschaft der Radiobegeisterten - und daran, dass diese Gemeinschaft Männer braucht, und nicht Memmen...

-----


Von: thorsten-hein@gmx.de
Betreff: [A-DX] Re: Radio-Kurier: Oberflächlichkeit der Betrachtung
Datum: 4. März 2007 17:09:44 MEZ


Hallo!

Frithjof Koch schrieb:
"Frau K widerspricht sich in meinen Augen ja selbst mit ihrem
Artikel."

Es geht nicht um die Meinung von Frau Krasnoploskaya-Jolkver, die sie
gerne haben und auch im Radiokurier veröffentlichen darf.

Es geht viel mehr darum, wie Erik Kugland in diesem Bericht persönlich
angegriffen und schlichtweg zur Schnecke gemacht wird, ohne dass dem
Chefredakteur und Vorstandsmitglied Michael Schmitz auch nur im ge-
ringsten mal der Gedanke kommt, dass das angegriffene Mitglied bei
derartigen *persönlichen* Attacken ein gewisses Schutzbedürfnis hat,
das Vorstand und Redaktion entsprechend berücksichtigen müssen.

Der Artikel hätte mit gleichen Argumenten, aber nicht so
personenbezogen erscheinen müssen.

Die Redaktion des Kurier hat sich mit der ungeänderten Veröffentli-
chung dieses Artikels einer Methode bedient, wie wir sie sonst nur
vom Springer-Verlag her kennen: "Bist Du nicht für uns und spielst Du
nicht so mit, wie wir das wollen, sondern rebellierst, machen wir Dich
platt!"

Dieser Artikel kommt mir vor wie eine Warnung für alle anderen
DRM-Kritiker, die sich Gedanken darüber gemacht hatten, möglicher-
weise auch mal ihre eigenen DRM-kritischen Standpunkte im Radiokurier
kundtun zu wollen. Eine entsprechende Abschreckungswirkung dürfte dank
dieser Veröffentlichung zumindest teilweise eingetreten sein.

Die Mitglieder werden also nicht nur übergangen (wie z. B. bei der
Umbenennunug des Vereins in "Assoziation deutschsprachiger Kurzwellen-
hörer" ohne entsprechend beantragte und beschlossene Satzungsänderung
auf der Mitgliederversammlung), sondern nun auch erniedrigt, sobald
sie zu heftig gegen die Aktivitäten des Vorstands rebellieren.

______________
vy 73 |horsten


-----

Von: bollin
Betreff: AW: [A-DX] Tina Krasnoploskaya - Jolkver
Datum: 4. März 2007 18:59:44 MEZ


hi
ich habe selten so einen guten Artikel gelesen wie den von Erik und
kann auch beim nochmaligen durchlesen nichts finden was die Äußerung

""" Es ist bedauerlich das beide Seiten sich so hart (teilweise unter der
Gürtellinie) angreifen """

irgendwie bestätigen würde. Nachdem ich beide Artikel mehrfach
gelesen habe, komme ich immer mehr zu dem Schluß hier soll ein
Kritiker mundtot gemacht werden. Arme A -DRM oder wie heißen die
jetzt.
73 Abo

P.S. Was für eine Aufgabe hat denn die Frau bei der DW?

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Von: erkubs
Betreff: [A-DX] Dank für die Courage
Datum: 4. März 2007 19:31:48 MEZ


Hallo Christoph,

Deine klare Stellungnahme auf Deiner Internet-Seite und in der
A-DX-Liste zeigt mir, dass nicht alle Redaktionsmitglieder des
ADDX-Kurier hinter dem Beitrag von Krasnoploskaya-Jolkver stehen.
Vielen Dank für Deine Courage, Dich von diesem Artikel zu distanzieren.

Nicht der Standpunkt von Frau Krasnoploskaya-Jolkver an sich ist zu
kritisieren, sondern der Tonfall, die Unterstellungen und
Verdrehungen, mit denen gearbeitet wird. Ich habe Verständnis für
überspitzte Formulierungen und dafür, dass man in einer hitzigen
Diskussion mal ein paar übertrieben klare, vielleicht auch im
Nachhinein unangebrachte Worte fallen läßt. Habe ich bestimmt auch ab
und zu gemacht. Nur was Frau Krasnoploskaya-Jolkver sich diesbezüglich
leistet, geht über das zu tolerierende Maß deutlich hinaus. Das habe
ich - wie Du eventuell dem internen ADDX-Mailverkehr schon entnehmen konntest -
der Kurier-Redaktion und dem Vorstand der ADDX auch in deutlichen Worten
mitgeteilt (neben anderen, auch hier im Laufe des Tages auf A-DX
diskutierten Aspekten).

Wenn diese Umgangsweise als normal angesehen wird, dann heißt es nach 31
Jahren für mich Adieu ADDX.

Inhaltlich werde ich mich demnächst auch mit den Argumenten von Frau
Krasnopolskaya-Jolkver auseinandersetzen. Um die Geduld der
Listenteilnehmer nicht überzustrapazieren, werde ich das nicht auf der
A-DX Liste sondern auf meiner Webseite machen. Ich werde hier
lediglich auf den Link hinweisen. Bis zur Fertigstellung brauche ich
aber noch etwas Zeit.

Erik

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Von: wuh.baier
Betreff: Re: [A-DX] Tina Krasnoploskaya - Jolkver
Datum: 4. März 2007 20:00:07 MEZ


Hallo,

auch ich habe beide Artikel gelesen und auch mir ist es schleierhaft - und
deswegen bin ich so verärgert - warum Frau Tina Krasnoploskaja - Jolkver
den Artikelschreiber, Erik Kugland so persönlich und öffentlich angreift.

Besonders stört mich, dass es hier scheinbar keinen Chefredakteur oder dgl.
gibt, der sagt: hoppla, nicht in diesem Ton in unserer Mitgliederzeitschrift !

Für mich besteht der Verdacht, dass Erik hier etwas ausgerichtet werden sollte
und man Tina Krasnoploskaja - Jolkver als Artikelverfasserin dazu "verwendet"
wurde.
Oder die offiz. Linie der ADDX läuft jetzt "nur mehr Pro-DRM"....

Dann habe ich dort nichts mehr verloren.

Ich sehe es bei mir auch von der wirtschaftlichen Seite: Geräte um einige tausend
Euro, wären bei mir dann vermutlich nur mehr Elektronikschrott - wegen einer
mir nicht näher erklärbaren "neuen Technik".
Warum tümpeln die Versuche, gute Endgeräte (zu einem vernünftigen Preis) zu
erzeugen, seit Jahren so dahin????

Und wenn - wie Tina Krasnopolskaja-Volkver in ihrem Artikel behauptet -
"riesige Erdflächen wie Russland, China und Indien zu ersten flächendeckenden
DRM-Regionen" werden, ist der betroffenen Bevölkerung dort nur zu wünschen,
dass sie sich diese Endgeräte auch leisten können.

73,

Walter Baier

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Von: stephan.wick
Betreff: Re: AW: [A-DX] Tina Krasnoploskaya - Jolkver
Datum: 4. März 2007 20:17:55 MEZ


Guten Abend,

Andree Bollin schrieb:
hi
ich habe selten so einen guten Artikel gelesen wie den von Erik und
kann auch beim nochmaligen durchlesen nichts finden was die Äußerung

""" Es ist bedauerlich das beide Seiten sich so hart (teilweise unter der
Gürtellinie) angreifen """

irgendwie bestätigen würde.

genau so sehe ich das auch. Allerdings ist Frau Krasnopolskaya gelegentlich polemisch und nicht immer sachlich gewesen. Aber das kann man verschmerzen.

Der eigentliche Skandal ist meiner Meinung nach, daß Frau Krasnopolskaya nicht als DW-Mitarbeiterin gekennzeichet wurde. Eimal wird sie im Editorial geradezu verharmlosend als "langjährige Leserin" bezeichnet, sie selbst unterzeichnet ihren Artikel als "ADDX-Mitglied". Keinerlei Hinweis auf einen eventuellen beruflichen Interessenkonflikt. Das ist unredlich und höchst unfair Erik Kugland gegenüber.

Als Leser fühle ich mich da schlicht verarscht, auch wenn mir das ganze DRM-Gesumse an selbigem vorbeigeht.

Gruß

Stephan

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Von: heinz.schulz
Betreff: AW: AW: [A-DX] Tina Krasnoploskaya - Jolkver
Datum: 4. März 2007 20:54:39 MEZ


Hallo,
ich lebe eigentlich auch nach der Maxime: Jeder soll nach seiner Facon selig
werden. Ob jemand DRM, DAB oder die bisherigen analogen Übertragungswege
bevorzugt, sollte jedem einzelnen überlassen bleiben.
Ich kann an Eriks Artikel nichts Intolerantes erkennen; im Gegensatz zu
demjenigen von Frau Krasnopolskaya.
Was mich aber völlig fassungslos macht, ist die Tatsache, dass BEWUSST
verschwiegen wurde, was Frau K. für eine Funktion hat. Das habe ich ja erst
über die A-DX-Liste erfahren. Ich bin in gewisser Hinsicht auch
journalistisch tätig: Ich schreibe Artikel für die RMRC-Zeitung und auch
beruflich mache ich entsprechende Öffentlichkeitsarbeit und weiß daher, was
ein Chefredakteur für eine Aufgabe hat.
Genauso weiß ich, dass der Chefredakteur des Kuriers hier völlig versagt
hat, was die offensichtliche Diskriminierung und Beleidigung andersdenkender
Dxer angeht. Ihm (und Frau K.) sei der Satz von Voltaire ins Stammbuch
geschrieben: "Ich teile nicht Ihre Aufassung, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen".

73 aus FFM
Heinz


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Von: Christoph Ratzer
Betreff: Re: AW: AW: [A-DX] Tina Krasnoploskaya - Jolkver
Datum: 4. März 2007 23:02:24 MEZ


Am 04.03.2007 um 20:54 schrieb Heinz Schulz:

"Was mich aber völlig fassungslos macht, ist die Tatsache, dass BEWUSST
verschwiegen wurde, was Frau K. für eine Funktion hat."

Und selbiges wohl auch weiterhin im unklaren bleiben sollte. Mir schrieb Michael Schmitz auf meine erste fassungslose Mail zu dem Artikel am 25. Februar:

" Tina ist seit rund zehn Jahren normales und zahlendes ADDX-Mitglied. Und ja, bei der Welle macht sie seit Jahren das russischsprachige DX-Programm."

Den Hinweis das die "langjährige Leserin und ADDX-Mitglied" bei der DW im "Ausstrahlungsmanagement" (!) arbeitet wurde eben vergessen. Im Zusammenhang mit den Bildern vom DW Empfang ergibt das eine wunderbare Optik. Hut ab!

73 Christoph

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Aktuelle Tipps

zum Fernempfang

Alle Zeitangaben beziehen sich auf UTC Weltzeit, früher auch als GMT bekannt, also während des Sommers MESZ minus zwei Stunden. (10 Uhr UTC = 12 Uhr MESZ)

Funkwetter aktuell

Die Angabe der Frequenz differiert von den üblicherweise verwendeten Abkürzungen, daher gilt hier: LF=unter 10MHz MF=10-20MHz HF=über 20MHz

Argentinien

Ekkehard Domnik hörte den Auslandsdienst Argentiniens am 12. Juli gegen 17.50 UT mit dem DX-Programm auf 15345 kHz, meldet die A-DX Liste.

Brasilien

PPE Observatorio Nacional, die Zeitzeichenstation aus Rio hörte Patrick Robic am 3. Juli auf 10000 kHz um 2100 UTC

Aserbaidschan

Die Voice of Justice aus Stepanakert - Aserbaidschan konnte Anfang Juli von Thomas Lindenthal um 13:22 UTC auf 9677,77 mit einigermaßen gutem Signal, aber schlechter und dumpfer Modulation gehört werden. Die Sendungen werden nur Dienstags und Samstags ausgetrahlt.

Diego Garcia

Willi Westrupp meldet auf A-DX den Empfang des AFN Senders der Insel Diego Garcia auf 4319 kHz. Gehört in USB Mode gegen 18.15 UT. (30.5.10)

Guinea

Patrick Robic meldet in A-DX den seltenen Empfang von Familia FM aus Guinea. Der schwache 1 kW Sender auf 4900 kHz ist seit Mai 2010 aktiv und in den späten Abendstunden sehr leise hörbar. Sendeschluss um 00.05 UT.

Isle of Man

Manx Radio von der Isle of Man konnte Reinhold Schuttkowski gegen 21.30 UT auf Mittelwelle 1368 kHz hören, berichtet er Mitte Mai in A-DX.

Niger

Nils Schiffhauer meldet Mitte Mai 2010 in A-DX den Empfang von LV du Sahel gegen 20.30 UT auf 9704 kHz.

Thailand

Andreas Hatting berichtet in A-DX vom Empfang des Senders Bangkok Meteo Radio auf 8743 kHz USB Mode gegen 19.00 UT , gehört auf dem DX-Camp Solingen. (20.5.10)

Griechenland

Radio Filia wurde am 29.3 gegen 09.00 UT von Felix Lechte auf 11645 kHz gehört. Anstatt des deutschen Programms wurde eine Musiksendung übertragen.

Tartastan

Herbert Meixner berichtet über den Empfang des Rundfunksenders Tartastans auf 9690 kHz am 28. März 2010 gegen 0630 UT.

Bolivien

Radio Logos aus Bolivien wurde von Erwin Duldner am 16. März gegen 23 UT auf 4865 kHz gehört.

Kuba

Der neue Sender von Radio Havanna im Tropenband auf 5040 kHz wurde von einigen Hörern Ende März in der A-DX Liste gemeldet. Der Empfang sollte während der späten Nachtstunden problemlos möglich sein.

Argentinien

Ralf Ladusch berichtet über den Empfang von RAE Buenos Aires abends auf 15345 kHz, nachdem der Sender einige Wochen außer Betrieb war. (18.2.10)

Kanada

Günter Lorenz berichtet in A-DX vom Empfang des CBC Northern Service auf 9625 kHz gegen 22.10 UT. (15.2.10)

Saipan

Reinhard Schmidt berichtet in A-DX vom Empfang von KFBS Saipan in russisch auf 11650 kHz gegen 11.20 UT. (14.2.10)

Indonesien

Wolfgang Büschel berichtet in A-DX über sehr guten Empfang der deutschen Sendung der Stimme Indonesiens ab 17.00 UT auf 9525 kHz. Der Sender aus Jakarta Cimangis ist bis ca. 17.30 UT gut hörbar. (13.2.10)

Surinam

Radio Apintie ist nachts auf 4990 kHz schwach zu hören. Bester Empfang gegen 03-05 Uhr UT, man sollte aber eine gute Antenne besitzen und auf wenige Störungen hoffen, die Station aus Surinam ist mit max. S1/S3 zu hören. (3.2.10)

Russland

Radio Rossii aus Magadan ist von Patrick Robic auf 7320 kHz um 07 UT gehört worden. Das Programm aus Yakutsk auf 7200 kHz war zeitgleich zu hören.(29.1.10)

Laos

A-DXer Thomas Lindenthal hörte den nationalen Rundfunk aus Laos gegen 13.30 UT auf 7145 kHz. Auch nachts ist auf der freien Frequenz der Sender aus Vientiane schwach zu hören.(26.11)

Burkina Faso

Überraschend hat Radio Burkina Anfang November seinen Tropenbandsenderauf 5030 kHz wieder aktiviert und ist seither abends schwach zu hören. (3.11)

Somaliland

Sam Voron berichtete über guten Empfang von Radio Hargeisa auf 7145 kHz. Tatsächlich ist die Station nach 17 Uhr UT bis zum Sendeschluss um 19 Uhr UT gut zu hören.

Kuba

Radio Rebelde ist eine der am lautesten hörbaren Stationen im 60 Meter Tropenband. Auf 5025 kHz kann der Sender ab ca. 22 Uhr UT die ganze Nacht selbst mit kleinen Radios gut gehört werden.

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